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Skaterhockeyspieler auf Inline-Skates im Zweikampf um den Ball in einer Sporthalle

Verein - Eishockey

Rostocker Nasenbären

Die Rostocker Nasenbären sind der Rostocker Verein für Inline-Skaterhockey. Gegründet 2005, spielte das Team schon in der 1. Bundesliga und tritt heute in der Regionalliga Ost an.

Aktualisiert:

Skaterhockey in Rostock seit 2005

Hockey wird in Rostock nicht nur auf dem Eis gespielt. Seit 2005 gibt es den 1. Inline Hockey Club Rostocker Nasenbären. Der Verein hat sich ganz dem Inline-Skaterhockey verschrieben, also Hockey auf Inline-Skates mit Ball statt Puck.

Für Eishockey ist in Rostock der Rostocker EC mit den Rostock Piranhas zuständig. Die Nasenbären füllen die Lücke auf Rollen und sind auf der Rostocker Sportseite deshalb der Sparte Eishockey zugeordnet.

Schneller Aufstieg bis in die 1. Bundesliga

Die ersten Jahre verliefen rasant. 2006 gewannen die Nasenbären die Regionalliga Nord-Ost und stiegen auf. 2007 folgte die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Nord und der nächste Aufstieg. Nur drei Jahre nach der Gründung spielte Rostock damit in der 1. Bundesliga.

Dort hielten sich die Nasenbären drei Spielzeiten. 2008 wurden sie Fünfter, 2009 Siebter, 2010 folgte als Elfter der Abstieg. 2011 gewannen sie die 2. Bundesliga Nord erneut, verzichteten aber auf den Aufstieg. Ein Jahr später rückten sie als Dritter nach und spielten 2013 noch einmal erstklassig, wieder als Elfter mit dem Abstieg am Saisonende.

Saison 2026 in der Regionalliga Ost

Heute tritt die erste Herrenmannschaft in der Regionalliga Ost der BISHL an. In der Vorsaison war für die Nasenbären im Playoff-Halbfinale Schluss, das Ziel für 2026 waren erneut die Playoffs.

Die Saison begann stark: Im Juni führten die Nasenbären die Tabelle mit sieben Siegen aus acht Spielen an. Gegen die Spreewölfe Berlin gab es ein 13:4, das Spiel gegen die Powerkrauts Berlin wurde mit 10:0 gewertet, weil die Gäste nicht antraten. Eine Stütze ist der Vereinsvorsitzende, der selbst noch auf dem Feld steht und in sechs Siegen auf 11 Tore und 9 Vorlagen kam. Im Tor gilt Jiri Skubal als sicherer Rückhalt.

Die Gegner in der Regionalliga Ost kommen vor allem aus Berlin und Brandenburg, etwa die Berlin Buffalos, die Spreewölfe Berlin, die Powerkrauts Berlin und die SG Falkensee/Potsdam. Gegen Falkensee/Potsdam stand am 27. Juni das letzte Heimspiel vor der Sommerpause an.

Ende August stand ein besonderes Heimspiel an. Beim „Stadtwerke Rostock Gameday“ in der LUPCOM-Arena trafen die Nasenbären auf die Berlin Buffalos und verloren deutlich mit 4:12. Rund 200 Fans sorgten trotzdem für eine gute Kulisse.

Die Aufstiegsfrage

Mit der Tabellenführung kam eine alte Frage zurück: Aufstieg ja oder nein? Ein Wechsel in die 2. Bundesliga Nord würde laut Verein Mehrkosten von 20.000 bis 30.000 Euro bedeuten. Hinzu kämen deutlich längere Auswärtsfahrten, etwa nach Nordrhein-Westfalen oder Hannover statt nach Berlin, und der Kader müsste verstärkt werden. Im Juni 2026 zögerte der Verein deshalb. „Wir müssen schauen, ob das vom sportlichen und ökonomischen Bereich auch Sinn macht“, hieß es aus dem Verein.

Das Zögern hat Tradition. Schon 2011 verzichteten die Nasenbären als Meister der 2. Bundesliga Nord auf den sportlich möglichen Aufstieg.

LUPCOM-Arena: die eigene Halle

Früher spielten die Nasenbären in der Sporthalle am Bertha-von-Suttner-Ring. Heute hat der Verein eine eigene Spielstätte, die LUPCOM-Arena in Marienehe. Eine eigene Halle ist im Skaterhockey keine Selbstverständlichkeit. Im Juni 2026 war die Arena noch nicht ganz fertiggestellt, für das laufende Jahr waren weitere Bauarbeiten geplant.

Nachwuchs und Breitensport

Mit rund 250 Mitgliedern ist der Verein gut aufgestellt, mehr als 100 Mitglieder sind Kinder. Der Zulauf hat eine Kehrseite: Der Verein sucht weitere Trainer und Übungsleiter für den Nachwuchs, vor allem ehrenamtliche. Neben der ersten Herrenmannschaft gibt es ein Frauenteam, Jugend- und Schülerteams, Bambinis und eine Hobbymannschaft. Im Sommer bietet der Verein ein Trainingslager für alle Altersklassen an, von den Minis bis zu den Junioren.

Trainingszeiten und Termine veröffentlicht der Verein auf der Website der Rostocker Nasenbären.

Hallensport in Rostock

Die Nasenbären sind ein Beispiel für die Vielfalt im Rostocker Hallensport. Wer Hockey im großen Rahmen sehen will, geht zu den Piranhas in die Schillingallee. Basketball in der Bundesliga bieten die Rostock Seawolves in der StadtHalle. Alle Rostocker Klubs im Überblick gibt es unter Vereine.

Häufige Fragen

In welcher Liga spielen die Rostocker Nasenbären?

Die erste Herrenmannschaft spielt in der Regionalliga Ost der BISHL. Im Juni 2026 führte sie die Tabelle an.

Wo spielen die Rostocker Nasenbären?

Die Heimspiele finden in der vereinseigenen LUPCOM-Arena in Marienehe statt.

Wie viele Mitglieder haben die Rostocker Nasenbären?

Der Verein hat rund 250 Mitglieder, mehr als 100 davon sind Kinder.

Was ist Inline-Skaterhockey?

Skaterhockey ist Hockey auf Inline-Skates. Gespielt wird mit einem Ball statt mit einem Puck.

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