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Turmspringer in Hechtposition in der Luft vor dem Hallendach einer großen Schwimmarena

Schwimmen

Silber und Bronze: Ole Rösler springt bei der EM in Paris zweimal aufs Podest

Zwei Tage, zwei Medaillen: Turmspringer Ole Rösler vom WSC Rostock hat bei der Europameisterschaft in Paris Silber im Mixed-Synchron und Bronze im Einzel vom 10-Meter-Turm gewonnen.

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Silber im Mixed-Synchron mit Pauline Pfeif

Der erste Coup gelang am 5. August. Gemeinsam mit der Berlinerin Pauline Pfeif sprang Ole Rösler im Mixed-Synchron vom 10-Meter-Turm auf Rang zwei. Am Ende fehlten dem deutschen Duo nur 5,40 Punkte auf die siegreichen Ukrainer Sereda und Bailo.

Dabei hatte es zunächst nicht nach einer Medaille ausgesehen. Nach den beiden Pflichtsprüngen lagen Rösler und Pfeif auf Platz vier, 7,20 Punkte hinter der Spitze. In den drei Kürdurchgängen arbeiteten sie sich heran und kamen bis auf 0,72 Punkte an die Führenden heran, ganz reichte es aber nicht.

Bemerkenswert: Vor dem Wettkampf hatte das Duo nur drei gemeinsame Trainingseinheiten absolviert. Pfeif hatte bereits zuvor Silber im Einzel vom Turm gewonnen.

Bronze im Einzel vom 10-Meter-Turm

Einen Tag später legte Rösler im Einzel nach. Schon im Vorkampf am 6. August zeigte der 18-Jährige, dass er um die Medaillen mitspringen würde. Mit 477,45 Punkten belegte er Rang zwei hinter Teamkollege Jaden Eikermann, der 486,50 Punkte erzielte.

Im Finale am Abend leistete sich Rösler beim zweiten Sprung einen Patzer, kämpfte sich aber zurück. Mit 480,75 Punkten sicherte er sich Bronze. Gold ging an den unter neutraler Flagge startenden Ruslan Ternowoi mit 524,20 Punkten, Silber an Eikermann mit 513,05 Punkten.

WettbewerbDatumPlatzPunkte
Mixed-Synchron 10 m (mit Pauline Pfeif)5. August 202625,40 hinter Gold
Einzel 10 m, Vorkampf6. August 20262477,45
Einzel 10 m, Finale6. August 20263480,75

Starkes Jahr für Rösler und den WSC Rostock

Die beiden EM-Medaillen krönen eine starke Saison. Im Februar 2026 wurde Rösler Deutscher Hallenmeister vom Turm und übertraf dabei mit 505,45 Punkten erstmals die Marke von 500 Punkten. Im April gewann er beim Canada Cup in Windsor mit Vereinskollege Espen Prenzyna das Synchronspringen vom Turm und holte dort zusätzlich Bronze im Einzel.

Bei den Deutschen Sommermeisterschaften in Berlin im Juni musste er sich mit 487,50 Punkten nur Eikermann geschlagen geben, der auf 497,50 Punkte kam. Die EM-Norm erfüllte er in Berlin gleich dreimal.

Trainiert wird Rösler beim WSC Rostock von Michail Sachiasvili. Seine Mutter Annette Rösler ist Vorsitzende des Vereins.

Zehn Medaillen für das deutsche Team

Für die deutschen Wasserspringer war Paris eine erfolgreiche EM. Das Team von Bundestrainer Christoph Bohm beendete die Titelkämpfe mit zehn Medaillen: dreimal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze. Zwei davon gingen auf das Konto des Rostockers.

Bemerkenswert sind die Erfolge auch, weil die Rostocker Springer lange ohne eigenes Sprungbecken auskommen mussten. Die 25-Meter-Halle der Neptun-Schwimmhalle samt Sprungbecken wurde seit Juli 2025 saniert, trainiert wurde in dieser Zeit in Berlin, Leipzig und Dresden.

Nächste Termine in Rostock

Vor heimischem Publikum können Rostocks Wasserspringer im Dezember wieder auftreten. Vom 9. bis 12. Dezember 2026 sind die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Wasserspringen und der DSV-Kürpokal in der Neptun-Schwimmhalle geplant. Der Internationale Springertag kehrt vom 8. bis 11. April 2027 zurück.

Mehr zu allen Disziplinen rund ums Becken gibt es auf der Seite Schwimmen in Rostock, weitere Clubs der Stadt stehen unter Vereine.