Handball – Warnemünde-Cup 2010 aktuell / Turniere Jugend A und B

Empors B-Jugend beim Cup auf 2. Platz

WARNEMÜNDE Auf fünf Flächen steppte am vergangenen Wochenende beim Warnemünde-Cup der Jugend A und B der Handball-Bär. Und dabei wurde das Turnier der Mädchen A in Ermangelung von Teilnehmern nicht mal ausgetragen. Insgesamt 29 Mannschaften mit 353 Spielerinnen und Spielern waren da bei einer Spielzeit von fast 50 Stunden in Aktion. In insgesamt 93 Vergleichen fielen 2.428 Treffer, also rund 26 Tore pro Match. „Es war anstrengend, aber es wurde in der Spitze auch toller Sport geboten“, so Cup-Manager Klaus Boos. Was will das Handballerherz da mehr.


Sanftleben-Jungen bestes Team aus der Region

Die erste Mannschaft der männlichen Jugend B des HC Empor Rostock war letztendlich bei diesem zweitägigem Turnier die beste Mannschaft aus der Region. Hinter der SG Spandau/Füchse Berlin, fast identisch mit der Berliner Jahrgangsauswahl, belegten die Schützlinge von Trainer Siegfried Sanftleben den 2. Platz noch vor dem Hellersdorfer AC Berlin. Die Rostocker gewannen in der Endrunde zunächst gegen das ACB-Team mit 15:12 und verloren in der Partie um Platz 1 dann gegen das Berliner Leistungszentrum mit 7:18 Toren. Die SG Spandau/Füchse hatten zuvor schon gegen den Ortsnachbarn aus Hellersdorf mit 20:10 Toren gewonnen. In der Zwischenrunde der beiden Ersten aus jeder Staffel gewann der spätere Turniersieger gegen den ATSV Stockelsdorf, der vom Ex-Rostocker Rüdiger Klein trainiert wird, mit 15:13 recht knapp. Empor siegte gegen den LHC Cottbus mit 16:13 und der Hellersdorfer AC Berlin bezwang den Berliner SV mit 23:10 Toren. Hatte HCE-Trainer in der Vorbereitung der Saison noch einige Besetzungssorgen, so präsentierte er beim Warnemünde-Cup eine Mannschaft aus 14 Spielern. Diese verkauften sich wirklich gut, wurden mit drei Siegen Gruppenerster und scheiterten erst in der Finalrunde an eine der stärksten deutschen Mannschaften in dieser Altersklasse. Hier kann man gespannt sein, was die Oberligasaison bringt. In der Vorrunde wurde das Team des gastgebenden SV Warnemünde Dritte und dann insgesamt Turnierneunter. Mehr war angesichts der starken Konkurrenz für das Team aus der Kreisunion auch nicht drin. SVW-Trainer Frank Lustig verfügt zwar über eine große Anzahl von Spieler, die aber gegen die individuelle Klasse vieler anderer Akteure keine Chance haben. Gut verkaufte sich auch die im Schnitt um zwei Jahre jüngere C-Jugend des HC Empor Rostock, die etwas unglücklich in der stärksten Vorrundengruppe nur Vierter wurde und in der Endabrechnung dann aber mit zwei Siegen auf Platz 10 einkam. „Wir wussten um die Schwere der Aufgabe für unsere Jungen. Aber das war auch gewollt, denn die Mannschaft wird als Empor II bei der B-Jugend spielen. Dafür war der Warnemünde-Cup schon mal eine gute Lehrstunde“, so Coach Marian Kirk. Mit Dominic Nehls kam der beste Spieler und mit Darius Krai, der 28 Mal traf, auch der erfolgreiche Werfer vom Turniersieger SG Spandau/Füchse Berlin.


Am Ende ein enttäuschter Gastgebertrainer

Beim Warnemünde-Cup der weiblichen Jugend B hatten sich die Gastgeber gute Chancen auf die Finalrunde ausgerechnet. Doch die fand ohne die Mannschaft vom enttäuschten SVW-Trainer Torsten Römer statt. Die Ostseestädterinnen unterlagen knapp der TSG Wismar mit 7:8 und spielten gegen den VfL Meißen nur 10:10. Damit war man nur Gruppendritter und erreichte dann in der Trostrunde am Ende den 5. Platz im Turnier. „Nach den anstrengenden Vorbereitungswochen und den zwei Testspielen, präsentierte sich meine Mannschaft zum ersten Mal vor heimischen Publikum. Beim Warnemünde -Cup zeigten die Mädchen, das sie noch lange nicht dort sind, wo sie eigentlich hinwollen. Vom ersten Spiel an wurde deutlich, wo es im Spiel noch hapert. Zeigte die Mannschaft in der Abwehrarbeit eine sehr gute Leistung, ging im Spiel nach vorne vieles schief“, so der Warnemünder Trainer. „Mit zwei Siegen in der Endrunde konnten wir hier wenigstens noch den 5.Platz erreichen.“ Den Sieg holten sich die Mädchen des jüngeren Jahrgangs 96 der Landesauswahl von Sachen durch einen 20:9-Finalerfolg über den SV Fortuna 50 Neubrandenburg. Dritter wurde vorher die TSG Wismar, die sich mit 11:10 über den VfL Meißen für die 9:14-Niederlage aus der Vorrunde revanchierte. Als beste Spielerin wurde die Neubrandenburgerin Maria Klemm extra geehrt. Erfolgreichste Werferin war nach sieben Spielen in dieser Altersklasse mit 35 Toren Anne Neumann von den 96-er aus Sachsen.

Jungen A des Gastgebers am Ende ohne Sieg

Etwas mehr hatte sich die männliche Jugend A des SV Warnemünde schon ausgerechnet. Am Ende blieben in sechs Spielen sechs Niederlagen und nur der siebente und letzte Turnierplatz. Warnemünde verlor gegen AC Berlin (8:21), gegen Bad Doberan (14:15), gegen PSV Berlin (10:24), gegen Lok Rangsdorf (9:19), gegen Horneburg (11:18 und gegen Wolfen (14:19). Ganz anders dagegen der spätere Turniersieger PSV Berlin. Dieses Team war auf allen Positionen gleichmäßig gut besetzt und marschierte vom ersten bis letzten Spiel ungeschlagen durch. Nur in der Partie gegen Lok Rangsdorf (13:12) wurde es einmal eng. Bemerkenswert, dass sich alle Berliner Jungen ähnlich gut in die Torschützenliste eintragen konnten. Die Plätze 2 bis 4 trennte jeweils ein Punkt. So wurde der Hellersdorfer AC Berlin hier Zweiter vor dem SV Lok Rangsdorf und dem VfL Horneburg. Vor Warnemünde platzierten sich dann noch der Bad Doberaner SV und der HSC Wolfen 2000. Die Müsterstädter landeten neben den knappen Erfolg über Warnemünde noch einen 11:7-Sieg über Wolfen. Bei den Jungen A wurde Alen Hodzic (PSV Berlin) als bester Spieler und Karl Bergner (AC Berlin) als erfolgreichster Werfer extra geehrt. Mit seinen 50 Treffern rückt der Berliner auf Platz 6 der ewigen Torschützenliste in den 26 Jahren Warnemünde-Cup.

K.

Turnierübersicht auf einen Blick

Weibliche Jugend B
1. Auswahl Sachsen (Jahrgang 96)
2. SV Fortuna 90 Neubrandenburg
3. TSG Wismar
4. VfL Meißen
5. SV Warnemünde
6. SV Henstedt-Ulzburg
7. SSV PCK Schwedt
8. HSC Potsdam
9. HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst
10. SG Bergedorf

Beste Spielerin: Maria Klemm (SV Fortuna 90 Neubrandenburg)
Beste Torschützin: Anne Neumann (Auswahl Sachsen), 35 Tore

Männliche Jugend B
1. SG Spandau / Füchse Berlin
2. HC Empor Rostock I
3. Hellersdorfer AC Berlin
4. ATSV Stockelsdorf
5. Berliner SV 92
6. LHC Cottbus
7. SV Post Schwerin
8. SG Rotation Prenzlauer Berg
9. SV Warnemünde
10. HC Empor Rostock II
11. SV Motor Barth
12.TSG Rot-Weiß Fredersdorf/Vogelsdorf

Bester Spieler: Dominic Nehls (SG Spandau/Füchse Berlin)
Bester Torschütze: Darius Krai (SG Spandau/Füchse Berlin), 28 Tore

Männliche Jugend A
1. PSV Berlin
2. Hellersdorfer AC Berlin
3. SV Lok Rangsdorf
4. VfL Horneburg
5. Bad Doberaner SV
6. HSG Wolfen 2000
7. SV Warnemünde

Bester Spieler: Alen Hodzic (PSV Berlin)
Bester Torschütze: Karl Bergner 50 Tore (SV Lok Rangsdorf)


Impressionen von Anja Ott

© Redaktion Rostock-Sport