Rostocker Flossenschwimmer sorgen für Höhepunkte bei Titelkämpfen

Die Flossenschwimmer des TSC Rostock 1957 haben bei den deutschen Meisterschaften im Flossenschwimmen in Leipzig für die Höhepunkte gesorgt. Die Rostocker Herrenstaffel stellte in der Besetzung Jens Peter Ostrowsky, Jörg Poller, Max Lauschus und Tom Raese zwei neue deutsche Vereinsrekorde über 4x100 und 4x200 Meter auf. Bei der dreitägigen Veranstaltung in der Leipziger Universitätsschwimmhalle fischten die Schützlinge von Vereins- und Landestrainer Hartmut Winkler insgesamt 16 Medaillen aus dem Becken. Neben der Herrenstaffel stand auch das Rostocker Damenquartett (Carolin Köpping, Josefine Schuldt, Angelika Rinck, Lisa Schäfer) über 4x200 Meter auf dem obersten Podest.

Den Grundstein für die Rostocker Rekorde hatte Jens Peter Ostrowsky als Startschwimmer gelegt. Vor allem über die 4x100 Meter explodierte er förmlich und verbesserte seine eigene Bestmarke um fast eine Sekunde auf 37,37 Sekunden. „Seine Zeit hätte auch für die Einzelsiege über 50 und 100 Meter gereicht“, kommentierte Winkler die herausragende Leistung des Sprintspezialisten. Über die 100 Meter Flossenschwimmen (FS) im Einzel musste Ostrowsky noch Lokalmatador Michael Beer den Vortritt lassen und landete auf Rang zwei.

Ebenfalls in bestechender Form präsentierten sich Tom Raese und Max Lauschus. Neben dem doppelten Staffelgold konnte sich Raese über den Gewinn von zwei Silber- und einer Bronzemedaille freuen. Lauschus landete über 400 und 800 Meter Streckentauchen (ST) sowie über 400 Meter FS jeweils auf Rang drei. Über die Distanz von 200 Meter FS verpasste er mit Rang vier nur hauchdünn den Sprung auf das Podium. Mit neuer persönlicher Bestzeit deutete Lauschus aber an, dass in Zukunft mit ihm auf dieser Strecke zu rechnen ist.

Bei den Damen war Carolin Köpping die erfolgreichste Medaillensammlerin aus Rostocker Sicht. Drei Einzelstarts – drei Medaillen lautet ihre erfolgreiche Bilanz. Über die 100 Meter FS platzierte sich Köpping auf Rang zwei knapp vor ihrer Vereinskameradin Lisa Schäfer. Über 200 und 400 Meter FS schlug die Rostockerin jeweils als Dritte an.
Erfreuliches gab es dann auch noch am Rande des Beckens. Aufgrund der gezeigten Leistungen nominierte Bundestrainer Lutz Riemann mit Carolin Köpping, Lisa Schäfer, Jens Peter Ostrowsky, Tom Raese und Max Lauschus gleich fünf Rostocker Tauchsportler in das vorläufige Aufgebot für die diesjährigen Europameisterschaften. Die endgültige Nominierung wird nächste Woche nach der deutschen Meisterschaft auf der Langstrecke vorgenommen.

Während die Erwachsenen in Leipzig überzeugten, blieb der Rostocker Nachwuchs größtenteils hinter den Erwartungen zurück. Mit Anna Weidlich und Kaja Stapelfeld hatte Bundesnachwuchstrainerin Ute Goldberg zwei Rostocker Talente im Notizblock für die diesjährigen Jugendweltmeisterschaften in Palma de Mallorca. Doch nach diesem Wochenende dürften die Namen mit einem großen Fragezeichen versehen sein.

Die Orientierungstaucher kämpfen am kommenden Wochenende ebenfalls um nationale Titel. Beim zweiten Teil der deutschen Meisterschaften am Störitz-See wollen die Rostocker an ihre Erfolge vom ersten Teil anknüpfen. Dort hatten die Hansestädter zehn von zwölf möglichen Titeln gewonnen.

TSC Rostock 1957 e.V.

 
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