1. Rostocker Greif:
Göttingen gewinnt Rostocker Unterwasserrugby-Turnier
Die Mannschaft der Waspo Göttingen hat den erstmals ausgetragenen Pokal um den „Rostocker Greif“ im Unterwasserrugby (UWR) gewonnen. Das mit neun Mannschaften besetzte Turnier, das vom gastgebenden TSC Rostock 1957 am Wochenende in der Neptunschwimmhalle ausgerichtet wurde, war zugleich Schauplatz des Relegationsspiels um den Aufstieg in die 1. UWR-Bundesliga.
Heiß her ging es am Wochenende im Springerbecken der Neptunschwimmhalle in Rostock. Der TSC Rostock 1957 hatte erstmals zum Unterwasserrugby-Turnier um den Rostocker Greif geladen. Insgesamt kämpften neun Teams aus dem gesamten Bundesgebiet und Dänemark um die Trophäe. Der TSC schickte zwei Mannschaften ins Rennen. „Neben unserem Team aus der 2. Bundesliga-Nord haben wir eine Rostocker Nachwuchs-Mannschaft nachgemeldet“, berichtet Organisator und Clubchef Hartmut Leitzke vom gastgebenden TSC Rostock. „Da die Mannschaft aus Hannover kurzfristig abgesagt hat, wurde ein Startplatz frei“, erklärt Leitzke den kurzfristigen Einsatz der Rostocker UWR-Talente.
Einen guten Turnierstart erwischte die Rostocker Zweitligamannschaft. Mit einem Sieg und zwei Unentschieden sicherten sich die Hansestädter, die in der vergangenen Saison nur knapp am Aufstieg scheiterten, den Einzug in die Zwischenrunde. Gegen den Erstligisten TC Pößneck wehrten sich die Rostocker im Zwischenrundenspiel mit allen Kräften. Am Ende mussten sich die Rostocker jedoch knapp mit 2:0 geschlagen geben. „Die Pößnecker haben gut verteidigt und ihre taktische Überlegenheit ausgenutzt“, analysierte Leitzke nach dem Spiel. Doch die Rostocker ließen trotz der ersten Turnierniederlage die Köpfe nicht hängen. Schließlich war im kleinen Finale noch ein Platz auf dem Siegertreppchen zu vergeben.
Im Spiel um Platz drei wartete mit dem Tudserne Sportsdykarclub aus Odense (Dänemark) ein harter Brocken. Im Vorfeld noch als einer der Turnierfavoriten gehandelt, mussten die Dänen in ihrem Halbfinale eine schmerzliche Niederlage gegen Göttingen verkraften. Umso heftiger verlief dann das Duell um den dritten Platz. „Wir wollen bei unserem Heimturnier auf das Podest“, hatte Trainer Erik Stohr im Vorfeld als Ziel für seine Truppe ausgegeben. Dementsprechend engagiert gingen die Rostocker zu Werke. Doch gegen die dänischen Abwehrrecken war kein Kraut gewachsen. Das Tor schien wie vernagelt. Am Ende schwanden den aufopferungsvoll kämpfenden Rostockern die Kräfte und die Dänen gewannen mit 4:0. „Es war ein kampfbetontes, aber faires Spiel, das unglaublich viel Spaß gemacht hat“, berichtet Hartmut Leitzke, der als Stürmer im Einsatz war.
Trost spendeten die Dänen am Abend bei der Abschlussfeier auf dem Vereinsgelände des TSC in Papendorf. „Dort erzählten sie, dass sechs von ihnen in der Nationalmannschaft spielen“, erinnert sich Leitzke, der mit zwei Treffern die meisten Rostocker Tore erzielte. Bei der Abschlussfeier, bei der die 80 Sportler und die zahlreichen Helfer gemütlich den anstrengenden Tag ausklingen ließen, wurde auch die Siegerehrung durchgeführt. Als erste Mannschaft darf sich Waspo Göttingen auf dem Wanderpokal verewigen. Im Erstliga-Duell gegen den TC Pößneck siegten sie im Finale souverän. Die zweite Rostocker-Mannschaft - mit vielen Nachwuchsspielern angetreten - konnte wertvolle Erfahrungen gegen die ligaerfahrenen Teams sammeln und landete am Ende auf Rang neun. Trainer Erik Stohr zeigte sich dennoch nicht unzufrieden mit dem Abschneiden: „Im taktischen Bereich hatten wir einige Schwächen. Ansonsten haben wir ordentlich mitgespielt.“
Das Relegationsspiel um den Aufstieg in die 1. Bundesliga, das im Turnierverlauf für zusätzliche Spannung gesorgt hatte, endete unerwartet deutlich. Mit 13:0 behielt Turniersieger Göttingen die Oberhand gegen die Herausforderer der Sporttaucher Berlin und verbleibt damit eine weitere Saison in der höchsten deutschen Spielklasse.
Jan Zeggel
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