WARNEMÜNDE. Aufregung und Nervosität pur, denn angesichts der Möglichkeit, dass mit Blick auf die zweite Bundesliga vier Mannschaften aus der Regionalliga Nord absteigen könnten, war ein Sieg in der Partie der Volleyballdamen zwischen dem SV Warnemünde und dem Achten 1. VC Norderstedt für beide Teams immens wichtig. Nach fast 90 Spielminuten gewann der SV Warnemünde mit 3:1 (25:18, 23:25, 25:19, 25:16) und sollte so den Klassenerhalt als Tabellensechster gesichert haben. Im ersten Teil legten die Gastgeberinnen los wie die Feuerwehr und führten schnell mit 4:0. Dann hatten sich die Norderstedter aber auf die Aufschläge von Franziska Kühn eingestellt und hielten recht lange mit. Erst nach dem 10:8 zog Warnemünde durch gute Ballannahmen und konzentriertes Angriffspiel über Antje Walther, Josefine Schrank und über die wiedergenesene Marie-Theres Antrak auf 20:13 weg und sicherten mit dem 25:18 den ersten Satzgewinn. Dann sahen die 50 Zuschauer im zweiten Satz viele schöne und lange Ballwechsel beider Mannschaften und bis zum 21:21 ein Match auf Augenhöhe. Norderstedt hatte dann die besseren Nerven und glich mit dem 25:23-Satzgewinn nach Punkten aus. Ähnlich knapp verlief auch der dritte Spielabschnitt. Nach einem Warnemünder 16:18-Rückstand dann aber der große Auftritt von Kathleen Knaute. Die 25-jänrige Studentin schlug acht Aufgaben in Folge ganz hart und raffiniert kurz über das Netz. Die Abwehr der Norderstedter Damen war einfach überfordert. Mit 25:19 gewann das Team von Trainer Matthäus Kuna so diesen Satz. Im spielentscheidenden Teil lag Warnemünde zunächst erneut hinten, erreichte dann mit dem 11:9 aber das Break und dann den klaren 25:16-Erfolg mit Satz und Siegball. Mit vier Punkten Vorsprung auf den vermeintlich ersten Abstiegsplatz und noch zwei ausstehenden Partie sollte die Regionalliga den Warnemünder Damen erhalten bleiben.
SV Warnemünde: Sandra Schwartzer, Marie-Theres Antrak, Antje Walther, Josefine Schrank, Franziska Kühn, Kathleen Knaute, Birgit Awtukowitsch, Sara Wagner und Tina Perkampus.