SCHLAGWURF – online – Das Warnemünder Handballmagazin für die Saison 2009/2010 vom 23. Februar 2010: Oberliga-Männer mit 27:25-Revanche im Schwaaner Lokalderby / Sieg für die Vierte im Spitzenspiel der Rostocker Kreisunion / Trotz doppelter „Verstärkung“ Niederlage für fünfte Männer.

Oberliga der Männer
Schwaaner SV - SV Warnemünde 25:27 (12:16)

Warnemünde mit erfolgreicher Revanche in Schwaan

SCHWAAN Die Oberligahandballer des SV Warnemünde bereiteten sich intensiv auf das Rückspiel beim Schwaaner SV vor und gewannen am Ende die Partie nicht unverdient mit 27:25. Zum einen ging es ihnen darum die schwache Leitung vom 24:26-Hinspiel vergessen zu machen und zum anderen auch die Vorschau der Gastgeber zu widerlegen, dass „Warnemünde den Schwaaner liege“. Fast 200 Zuschauern sahen einen 3:0-Start der Ostseestädter. Und so recht konnten die Schwaaner Männer das gute SVW-Spiel auch in der Folgezeit trotz Führung (6:5, 7:8) nicht unterbinden. Warnemünde war in der Abwehr meistens einen Schritt schneller, kam zu zahlreichen Ballgewinnen und machte daraus die erforderlichen Tore. Schwaan vergab dagegen gute Tormöglichkeiten, so auch zwei Siebenmeter. Nach dem 10:10 (23.) änderte eine Auszeit der Gastgeber nichts daran, dass sich die Gäste zur Pause mit 16:12 um vier Tore absetzten. Sie waren in den ersten 30 Spielminuten im Abschluss einfach cleverer und kamen oft über den Kreis durch Dustin Stark zum Erfolg. Nach dem Wiederanpfiff der Partie erhöhte Warnemünde auf 20:15 (39.), nahm sich dann allerdings wie so oft wieder eine zehnminütige Auszeit im Torewerfen. Der Schwaaner SV musste dies zu nutzen und zog mit 23:21 (53.) vorbei. Vor allem Steffen Strube kam immer wieder zum erfolgreichen Abschluss. Was sich dann in der Schlussphase der Partie in der Beke-Halle abspielte, war Spannung pur. Warnemünde kämpfte sich wieder heran, machte das 23:23 und ging mit 24:23 erneut in Führung. Schwaan nutzte dann die Chance zum erneuten Ausgleich und hätte zunächst im Überzahlspiel sechs gegen vier und dann sechs gegen fünf alles für den Sieg und die zwei Punkte klar machen können. Doch das Warnemünder Team kämpfte in Unterzahl mit Mann und Maus gegen eine erneute Niederlage. Ganz stark dabei Torhüter Austen Müller, der in der Schlussviertelstunde zur ganz großen Form auflief und mit einem gehaltenen Strafwurf ein Zeichen setzte. Seine Vorderleute um Abwehrchef Mirko Richert kamen so schnell an den Ball und machten daraus wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung, der bis zum Schlusspfiff hielt. Die Revanche der jungen Warnemünder Mannschaft (23,5 Jahre im Durchschnitt) war clever und gekonnt gelungen. In der Tabelle ändert sich für beide Mannschaften nichts. Warnemünde bleibt Fünfter und Schwaan Neunter.

SV Warnemünde: Tibor Hamann, Austen Müller – Michael Beyer, Christian Stampke, Mirco Richert 3, Dustin Stark 6, Michael Jacobsen 5/1, Peter Wüstemann 9/1, Richard Voss 3, Florian Lorbeer und Felix Reichelt 1.

Rostocker Kreisunion der Männer

SV Warnemünde IV – HSG Uni Rostock 28:26 (16:10)

Hartumkämpftes Spitzenspiel mit Sieg der Vierten

WARNEMÜNDE Am Ende wurde es das erwartete Spitzenspiel des Tabellenführers SV Warnemünde IV gegen den bis dato Zweiten HSG Uni Rostock in der Rostocker Kreisunion. Nur knapp konnten die vierten Männer des SVW diese Partie mit 28:26 Toren für sich entscheiden und damit die Spitzenposition untermauern. Dabei sah es zunächst nach einem sicheren Erfolg der Warnemünder Männer aus. Der Tabellenprimus dominierte die erste Halbzeit, warf schnell eine 10:4-Führung heraus und lag auch beim 16:10 zur Pause noch mit sechs Toren in der Vorhand. Nach dem Seitenwechsel hatte der Vorsprung bis zum 21:15 lange Bestand. Als dann in den Schlussviertelstunde bei den Warnemündern die Kraft und Konzentration nachließen, bekam die um etliche Jahre jüngere Universitätstruppe im Spiel zunehmend Oberwasser. Aber die vierte Mannschaft des SVW behielt den Kopf oben und verteidigte in den Schlussminuten auch in Unterzahl den knappen Vorsprung durch eine Starke Abwehrarbeit. Wenn die HSG-Sieben bis auf einen Treffer (23.24, 24:25, 25:26 und 26:27) heran war, legte Warnemünde immer ein Tor für den Erfolg nach.

SV Warnemünde IV: Axel Beck, Lutz Meyer – Ulf Reder 5/4, Thomas Gericke 1, Axel Wahl 5, Ronny Maske 2, Hartmut Hermes 1, Ralf Kuhn 1, Thilo Strauch 9/2, Benno Voß, Frank Holtfoth 2 und Frank Rieck 2.

SG Motor Neptun Rostock – SV Warnemünde V 28:20 (17:11)

Kein Einstand nach Maß für neuen „alten“ Trainer

ROSTOCK (kera) Trotz doppelter „Verstärkung“ (Glückwunsch an Spieler Henry Wolf und Tor-Frau Kati, geborene Schuldt, zur Geburt der Zwillinge Preben und Kilian) und dem ersten Spiel der fünften Männer unter dem neuen „alten“ Trainer Klaus Boos wollte gegen den alten Rivalen SG Motor Neptun kein Erfolg gelingen. Das SVW-Team unterlag diesmal mit 20:28 Toren. So musste für den Coach die Feier zum erfolgreichen Comeback verschoben werden, auch wenn in den letzten Wochen wurde hart und abwechslungsreich trainiert wurde. Eigentlich war die Voraussetzung für einen Erfolg der Fünften mit einer vollbesetzten Bank durchaus gegeben. Es begann aber etwas „holprig“, die Fünfte lag nach zehn Minuten gleich mit 3:7 zurück. Aber es wurde gekämpft und nach erfolgreichem Kombinationsspiel auch der Ausgleich 9:9 (17.) geschafft. Der Trainer war zunächst zufrieden, aber von da an wurde es hektisch. Die Torwürfe kamen ungenau und in der Abwehr war man auf Warnemünder Seite viel zu brav. So nutze Motor Neptun die Chancen und zog auf 17:9 (28.) davon. Warnemünde erzielte also elf Minuten lang kein Tor. Dies war dann auch schon eine Vorentscheidung, denn nach dem 11:17-Halbzeitrückstand konnte der SV Warnemünde nicht weiter verkürzen. Motor Neptun gewann am Ende verdient mit acht Toren Vorsprung. Kerstin Rann

SV Warnemünde V: Roger Kotzauer - Sven Schmeling 2, Henry Wolf 4, Andreas Bartels 3, Thomas Gehls, Detlef Godomski, Sven Ohde 3/1, Stefan Lange 5, Torsten Holtz, René Hartmann, Manfred Borowy 2, Alexander Reiser 1, Sven Reichelt und Norbert Trieglaff.

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