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JAHRE ENERGIESPORTVEREIN TURBINE ROSTOCK
TRADITIONSVEREIN DER ENERGIEWIRTSCHAFT
Der Sportverein Turbine Rostock der Traditionssportverein
der Rostocker Energiewirtschaft hat Geburtstag! Er wurde
vor 50 Jahren, am 02. Oktober 1951, gegründet. Ein Ereignis,
das uns mit Stolz und Freude erfüllt, das uns Würdigung
abverlangt.
50 Jahre Turbine Rostock, das sind 50 Jahre Geschichte des Sports
im territorialen Energieversorgungsbetrieb, das ist die Geschichte
von sportlichen Erfolgen und Misserfolgen, die Geschichte von
Siegen und Niederlagen, aber immer die Geschichte von Menschen,
die Freude am Sport empfinden, die Körper und Geist gesund
erhalten und ihre Kräfte gegeneinander messen wollen, die
sich mit Leib und Seele dem Sport verbunden fühlen, aktiv
tätig sind oder auch ehrenamtliche Aufgaben übernehmen.
Schauen wir unseren Sportlerinnen und Sportlern über die
Schulter in die Wiege des Vereins lassen wir die
bedeutendsten Ereignisse der vergangenen 50 Jahre Revue passieren.
Im Erkennen der Bedeutung des Sports für die Gesunderhaltung
der Werktätigen, für das Betriebsklima, die Qualität
der Arbeit und ausgehend von den Beschlüssen der zentral
geschaffenen Sportvereinigung Turbine konstituierte sich im
Sommer 1951 der Vorbereitende Ausschuß zur Gründung
der Betriebssportgemeinschaft Turbine Rostock.
In einer ersten Interessentenumfrage im Juli 1951 erklärten
sich nur 8 von 800 Betriebsangehörigen zur Ausübung
sportlicher Aktivitäten bereit. Werbung war angesagt. Sie
hatte Erfolg. An der Gründungsversammlung der BSG Turbine
Rostock am 02. Oktober 1951 in der damaligen Hauptdirektion
des Energiebezirkes Nord, St.-Georg-Platz 6/7 nahmen bereits
117 Sportfreundinnen und Sportfreunde teil. Zum Vorsitzenden
wählten sie den Sportfreund Rudi Rockmann. Als erste gründeten
sich 1951/52 die Sektionen Kegeln, Fußball, Gymnastik/Turnen
und Tischtennis.
Obermeister Willi Warkentin war es, der, fußballbesessen,
die interessierten Sportfreunde auf das Feld führte. Ein
ausgeklügeltes Trainingssystem gab es nicht, es wurde durch
Begeisterung und Spielfreude ersetzt. Häufig ging es auch
zu Freundschaftsspielen über Land, dann organisierte der
Mannschaftsleiter unter schwierigen Bedingungen, aber mit starkem
Willen, Transportmittel und Verpflegung.
Zum Stamm der Turbine-Ballkünstler gehörten damals
u.a. Bernd Witte, Peter Sturm, Herbert Blaschke, Dieter Schönbeck,
Charlie Ehrik, Achim Reimann, Bernd Kniffka, Bodo Schulz und
Jupp Pilz, der spätere erfolgreiche Trainer im Rostocker
Frauenfußball.
Auch damals suchte man im Umfeld nach Verstärkung und konnte
ablösefrei Mitglieder der Wohngebietsmannschaft
Schwaaner Landstraße an der Spitze mit Eckhard
Wendt, Wolfgang und Fieten Wegner gewinnen.
Der Leiter des Fuhrparkes, Sportfreund Alfred Kurth, ergriff
das Lenkrad der Sektion Kegeln, führte es mit Konsequenz
und Geschick.
Auf den Ergebnissen seiner Arbeit bauten sich die Erfolge der
kommenden Jahre auf.
Wechselvoll verlief die weitere Entwicklung des Vereins. Rudi
Rockmann wurde nach Schwerin versetzt und Sportfreund Willi
Giese übernahm Mitte 1952 den Vorsitz des Vereins. Mit
ihm und dem Sportfreund Kurt Vetter als Sektionsleiter nahm
die noch 1952 gebildete Sektion Volleyball einen kometenhaften
Aufstieg. Sie konnte sich bald zu den besten mecklenburgischen
Mannschaften zählen.
Kurt Vetter, im Betrieb neben seiner kaufmännischen Arbeit
auch als Magier bekannt, hatte mit Fleiß und Sachkenntnis
eine gut harmonierende Mannschaft zusammengeschweißt.
Die leider häufigen dienstlichen Veränderungen, Versetzungen
führten jedoch zur späteren Auflösung des erfolgreichen
Teams.
Am 1.3.1953 erhielten die Kegler zahlen- und leistungsmäßige
Verstärkung durch den Beitritt von ehemaligen Mitgliedern
des am 24.6.1926 gegründeten Kegelvereins Jung Eiche.
Mit dem Schalk in den Augen stellen wir also fest, wir sind
nicht 50 Jahre alt, sondern unsere Ahnentafel reicht schon 75
Jahre weit zurück.
Wir freuen uns sehr, dass wir aus dieser damals zu uns
gestoßenen Handwerkergilde eine sehr erfolgreiche
Keglerin, nämlich Lotti Mühlenstedt, mittlerweile
85 Jahre zählend, zum festlichen Empfang am 02.10.2001
begrüßen können.
Lotti hat 6 x an DDR-Einzelmeisterschaften teilgenommen und
1965 eine Bronzemedaille erkämpft.
1953 war auch das Gründungsjahr der Abteilung Wassersport.
6 hölzerne Paddelboote zum Stückpreis von 260,- M
bildeten die erste, turbineeigene Warnowflotte. Es herrschte
Aufbruchstimmung.
Mit viel Freude und in bemerkenswerter Kollektivität wurde
das Sportprogramm ausgebaut und der Grundstein für das
Bootshaus Gehlsdorf gelegt.
Der vereidigte Prüfamtsleiter des Zähleramtes, Helge
Raths, liebevoll Heggie genannt, machte sich den
Aufbau des Bootshauses zur Herzenssache. Sein Name steht als
Inbegriff aller Initiativen zur Errichtung der Sportanlage an
der Spitze einer langen Liste fleißiger, unermüdlicher
Helfer, die tausende Arbeitsstunden leisteten.
Jochen Brümmer, Karl Kuller, Rainer Siebert, Lehrling Manfred
Pelikan, seien noch besonders genannt. Die Paddler drängten
aber zum Segeln. Detlef Ziemann und Bruno Hardtke bauten 5 Segelboote
der Optimistenklasse, Kurt Lück avancierte zum ersten Übungsleiter.
Das Kollektiv entwickelte sich aus anfänglichem
Spaß am Segeln wurde Ernst die Abteilung erhält
weitere Boote, meldet für erste Regatten und steigt in
den aktiven Wettkampfbetrieb ein.
1975 trennen sich die Segler von den Wasserwanderern. Sie schauen
sich im Binnenland nach neuen Segelrevieren um und entdecken
für sich die Müritz.
Die Sportfreunde Jochen Brümmer und Detlef Ziemann entfachen
eine Welle außerordentlicher Begeisterung für den
Bau des Wassersportobjektes, des Segelstützpunktes Waren.
Tausende freiwillige Arbeitsstunden bringen einen Wert von einer
halben Million Mark.
Besondere Unterstützung erhalten sie vom damaligen BSG-Vorsitzenden
Rudolf Gabriel, vom Sportfreund Werner Stieblich und von der
Kombinatsleitung.
Am 01.7.1978 ergreifen die Sportlerinnen und Sportler Besitz
von diesem wunderschönen Objekt.
Die besonders von den Sportfreunden Jochen Brümmer und
Detlef Ziemann mit viel menschlicher Wärme und Feingefühl
vorgenommene Ausbildung der Kinder und Jugendlichen trug ihre
Früchte. Hervorragende Plazierungen bei den Spartakiaden
und DDR-Meisterschaften bis hin zu Goldmedaillen waren der Lohn
angestrengter Arbeit.
Am 20.3.1990 trennten sich die Segler vom Sportverein Turbine
und veranlassten die eigenständige Eintragung in das Vereinsregister.
Zurück
zur chronologischen Darstellung
Im
Dezember 1958 trommelte Sportfreund Edmund Mitzlaff 8 bekanntermaßen
sportinteressierte Betriebsangehörige zusammen und eröffnete
ihnen, dass sie als Federball-Mannschaft für die Wettkampfsaison
1959 gemeldet wurden und im Januar 1959 das erste Punktspiel
bei der SG Aufbau Ribnitz auszutragen hätten. Die 8, nämlich
Erika Gurowski, Ursula Klützow, Waltraud Lüthge, Magdalene
Schütt, Achim Reimann, Walther Heise, Joachim Flemming
und Wolfgang Gurowski machten zunächst ganz erstaunte Gesichter,
erklärten aber in jugendlichem Überschwang ihre Bereitschaft
zur Mitarbeit und begannen zu üben, trainieren, das wäre
noch zu hoch gestapelt. Natürlich kam es zur erwarteten
Pleite, 0 : 11 stand es am Ende der Partie, aber die Presse
formulierte
... Turbine ist eine junge, hoffnungsvolle Mannschaft,
die ihren Weg gehen wird...
Das gab Auftrieb. Noch 1959 verstärkte sich die Mannschaft
mit den Sportfreunden Gerhard Hoffmann, Helmuth Brügmann
und der Sportfreundin Annelies Klingbeil.
Der Marmorsaal des Hallenschwimmbades Neptun fungierte
als Trainingsraum.
Als er gesperrt wurde, war guter Rat teuer. Für den Enthusiasmus
der Truppe spricht, dass sie in den Speiseraum des Gaswerkes
Rostock umzog, obwohl dort vor und nach dem Training die 4 Kronleuchter,
die den Flug der Bälle behinderten, demontiert bzw. montiert
werden mussten. Bald aber kam Abhilfe, den Federballern wurde
eine Sporthalle zugewiesen.
1960 wurde die Mannschaft Staffelsieger der Bezirksliga-West
und musste gegen den Staffelsieger Ost, die SG Einheit Greifswald
im Kampf um die Bezirksmeisterschaft antreten. Turbine gewann
in einem spannenden Wettkampf, nach einem 2 : 5 Rückstand
noch mit 6 : 5.
Zunächst Wolfgang Gurowski, dann Walter Morawek und später
Achim Reimann setzten sich als Sektionsleiter mit ganzer Person
für die Belange um den kleinen gefiederten Ball chinesischer
Produktion ein, führten die Mannschaft 2 x in die DDR-Liga
und 1961 zu einem internationalen Vergleich mit der dänischen
Mannschaft von DAI Kopenhagen. In Einzel-, Doppel- oder Mixeddisziplinen
wurden in der Folgezeit zahlreiche Kreis- und Bezirksmeistertitel
errungen.
Gerhard Hoffmann/Achim Reimann im Herrendoppel und Waltraud
Lüthge/Gerhard Hoffmann sowie Ursula Klützow/Achim
Reimann im Mixed waren dabei die Erfolgreichsten.
Eine Jugendmannschaft mit Rita Lederbogen, Elke Techel, Hans-Jürgen
Schirrmacher und Knut Eberlein agierte sehr erfolgreich und
war der Ausgangspunkt für viele hervorragende Ergebnisse.
Von Spartakiaden brachten unsere Kinder und Jugendlichen 25
Gold- und je 50 Silber- und Bronzemedaillen mit.
Svea Sommerfeld stand bei Bezirksmeisterschaften wiederholt
auf dem bronzenen Treppchen und erreichte einmal bei DDR-Meisterschaften
Rang vier.
Nach 10jähriger Amtszeit 1952 bis1962 übergab
Willi Giese die Funktion des 1. Vorsitzenden an Sportfreund
Walter Kautz. Die Gründerzeit der BSG war damit
abgelaufen. Als besonders verdienstvolle Mitarbeiter in dieser
Zeit nennen die Analen die Sportfreundinnen und Sportfreunde
Erwin Frank, viele Jahre Schatzmeister, Herbert Kempe (8000
Aufbaustunden an Sportobjekten), Elfriede Iredi (u.a. 17 Jahre
Kassenwart), Dieter Schoof, Edmund Mitzlaff, Jochen Sager, Werner
Stieblich, Alfred Fock und Alfred Kurth.
Aber
weiter in chronologischer Folge.
1966
fanden sich in Rostock Interessenten für das Bowling-Spiel.
Sie fackelten nicht lange, schritten zur Tat und errichteten
in nur 4 Monaten mit einem Aufwand von 9500 Stunden in Marienehe
eine 4-Bahnenanlage.
Aus unserem Verein begeisterten sich 7, dann 12 Mitglieder für
diese Sportart.
Dabei waren Klaus Bernitt, Udo Draeger, Klaus-Peter Iredi, Siegfried
Kröger, Alfred Pagels, Hans-Joachim Rambow, Helmut Rickert,
Arno Schankin, Dieter Schoof, Karl-August Schuldt, Jochen Storrer,
Günther Wachs.
Das führte natürlich zu einem Leistungseinbruch beim
Bohlekegeln. Die bis dahin gefürchtete Männermannschaft
war so geschwächt, dass sie in den Abstiegsstrudel geriet,
der erst in der Kreisklasse endete.
Im Bowlingbereich hingegen ging es aufwärts. Unsere Sportlerinnen
und Sportler spielten sich in die Auswahlmannschaften der Stadt,
des Bezirkes und des heutigen Landes.
Viele Meisterschaftspokale, Turniererfolge, Ostseewochenmedaillen,
persönliche Einzeltitel und Plazierungen wurden erkämpft.
Turbine avancierte zum Spitzenverein.
Von 1973 bis 1980 fungierte dann Rudolf Gabriel als ebenfalls
ehrenamtlicher BSG-Vorsitzender. Seine Amtszeit ist durch die
Einleitung vieler organisatorischer Maßnahmen zur Stabilisierung
des Vereins, zur erhöhten Aktivität im Jugendsport
und zur Absicherung vielfältiger Investitionen gekennzeichnet.
Sportfreund Jürgen Kirchhoff, damals Technischer Direktor
im Energieversorgungsbetrieb, musste R. Gabriel wiederholt für
die Wahrnehmung seiner ehrenamtlichen Tätigkeit freischießen.
Die Palette des Sportangebotes war groß. Mit Unterstützung
durch die Sportkommission und durch den hauptamtlichen Sachbearbeiter
des Energieversorgungsbetriebes wurde begonnen, neben dem geordneten
Trainings- und Wettkampfbetrieb eine Vielzahl interessanter
und werbender Veranstaltungen zu organisieren wie
- Betriebssportfeste
- Abendsportfeste
mit Beteiligung aus den Netzbetrieben Wismar, Stralsund, Greifswald
und dem polnischen Partner Dolna Odra sowie sowjetischen Sportfreunden
- Kombinatsbestenermittlungen
- Energiearbeiterregatten
in Waren-Müritz
- Pausentischtennis
- Abendsportfeste
in Markgrafenheide mit Gästen aus der damaligen CSSR,
Polen und Ungarn
- Kindersportfeste
- Eissportfeste
- Fußball-
und Volleyballturniere.
Diese Veranstaltungen
fanden großen Anklang und förderten die Kollektivität.
Gemeinsamkeiten wurden vom Sportplatz auf die betriebliche Arbeit
übertragen. Man verstand sich besser, man arbeitete Hand
in Hand zum Nutzen des Betriebes und des Vereins. Die Organisation
der genannten Veranstaltungen, ehrenamtlich ausgeführt,
die tagtäglich durchgeführten Trainingsstunden, Wettkämpfe
und die umfangreichen organisatorischen Aufgaben erforderten
außerordentlichen Aufwand. Ein Auszug aus einer früheren
Festrede würdigt diesen Sachverhalt mit den Worten: Welche
Beharrlichkeit und Ausdauer, wieviel Lust und Liebe zur Sache,
welche Kleinarbeit und wieviel Verzicht auf persönliche
Freizeit gehören dazu, um Erfolge zu erreichen und sie
zu wiederholen.
Bis 1980
als BSG-Vorsitzender tätig, fallen in die Amstzeit des
Sportfreundes Gabriel besondere Aktitiväten:
- 1973
wird erneut eine Sektion Volleyball gegründet, Sportfreund
Herbert Lau
führt sie und macht sich um breitensportliche Arbeit
verdient
- 1974
wird unter Gunter Greiner eine Sektion Schach ins Leben gerufen,
leider werden Dame und König bald müde und die Sektion
fällt in einen
Dornröschenschlaf
- am 5.2.1975
splittet sich die Sektion Segeln in 2 Gruppen 63 BSG-Mitglieder
betreiben weiterhin Segelsport, 27 bilden die Sektion Wasserwandern.
Hans Röwer, Dieter Schönbeck, Bodo Felske und Gerhard
Below schwingen hier das Zepter. Wie in vielen anderen Fällen
setzen auch hier die Energiearbeiter viele Kräfte frei,
unterstützen 1978 den Bau eines
Bootshauses am Warnowarm Gaswerk pflegen und warten
es bis in die heutige Zeit.
- 1978
bemüht sich Peter Hänsch um den Neuaufbau einer
Sektion Gymnastik und Turnen. Mit mehr als 100 Mitgliedern
erreicht die Sektion zahlen- und leistungsmäßigen
Zuwachs.
Durch den Ausfall des Sektionsleiters wird die Arbeit in dieser
Disziplin 1980 eingestellt.
Ein zeitaufwendiges Hochschulstudium des Vorsitzenden fordert
vielfach den Einsatz des Sportfreundes Alfred Fock als amtierenden
Vereinschef.
Der erhebliche
Mitgliederzuwachs, die Vielzahl und das Niveau der Sportveranstaltungen
machen jedoch den Einsatz eines hauptamtlichen BSG-Vorsitzenden
dringend erforderlich.
Den drängenden Worten des Sportfreundes R. Gabriel trägt
die Kombinatsleitung Rechnung und setzt noch 1980 den Sportfreund
Wolfgang Wünsche als Vorsitzenden hauptamtlich ein. Bis
1987 übt er diese Funktion aus. Danach springt Horst Klein
kurzzeitig in die Bresche, um noch im Dezember des gleichen
Jahres die Geschäfte an den ehrenamtlich aktiven Peter
Anders zu übergeben. Peter kann sich auf den hauptamtlich
bestellten Geschäftsführer Uwe Krawzik stützen.
Diese Etappe, ab 1980, steht ganz im Zeichen des Ausbaus, der
Vertiefung der vor dem eingeleiteten Maßnahmen. Der Erfolg
in dieser Periode ist dokumentiert durch das Anwachsen der Zahl
der aktiven Sportlerinnen und Sportler. Mit 683 Mitgliedern
erreicht die BSG 1989 ihr bisheriges Maximum.
Weiter im Rhythmus der Ereignisse.
Auch inhaltlich wächst der Verein. Im März 1981 waren
die Bemühungen des Sportfreundes Wolfgang Wünsche
zur erneuten Bildung einer Sektion Frauengymnastik erfolgreich.
Aus Berlin wird die Tanzpädagogin Breuer geholt. Sie baut
die Abteilung auf, vereint Energiearbeiterinnen und Bürgerinnen
der nordwestlichen Stadtgebiete, arbeitet ein halbes Jahr lang
mit ihnen. Als Nachfolgerin wurde Karin Fiedler aktiv. Sie absolvierte
Übungsleiterlehrgänge, befähigte sich zu anspruchsvollen
Trainingsprogrammen und war mit Leib und Seele dabei. In einem
Rechenschaftsbericht der BSG-Leitung wird über ihre Arbeit
gesagt:
... Einsatzbereitschaft, Ehrgeiz, Härte und Regelmäßigkeit
verlangt sie von den aktiven Frauen. Sie selbst ist Vorbild,
gibt anderen Frauengruppen Anleitung und Unterstützung
...
Helga Stasny, Brigitta Brand (1981), Rosi Zerbe und Ingrid Tessenow
(1983) sind Wegbegleiter für Karin Fiedler aus den Gründerjahren
der Abteilung.
1985 wurde eine zweite Sportgruppe gegründet, die ihr Trainingszentrum
in der Innenstadt Rostock hat. Petra Kiele war hier die erste
Übungsleiterin. Leider musste sie ihre Funktion 1993 aufgeben.
Nach Tina Lippstreu ist nun Christin Kölzow für das
Training verantwortlich.
Zurück
zur Chronologie.
Die anerkannt
niveauvolle Jugendarbeit der BSG TURBINE, 1982 waren 300 Jugendliche
aktiv, war dem damaligen DTSB Kreisvorstand Anlaß, das
Trainingszentrum Eisschnellauf von der BSG Chemie 70 am 1.4.82
an unseren Verein zu übergeben. Zum Leiter des Trainingszentrums
wurde Rudolf Gabriel berufen. Als Trainerin übernahm Karin
Schmidt die sportliche Betreuung von 45 Kindern. Als Trainingsfläche
stand das Eishockeyfeld in der Eissporthalle zur Verfügung.
Die Wettkämpfe wurden jedoch auf 400 m Bahnen ausgetragen.
Die nächste aber, Berlin, war 240 Kilometer entfernt. Das
waren unglückliche oder ungünstige Bedingungen. Trotzdem
gelang es dem Team Sportler auszubilden, deren Leistungen eine
Delegierung zum TSC Berlin, nach Dresden oder auch Erfurt rechtfertigten,
z.B. 1983 Maik Bruhs (TSC), 1984 Heike Winter (TSC), 1984 Carmen
Wilke (Dresden), 1985 Andreas Held, 1986 Rene Schmidt (beide
TSC).
Die gesellschaftlichen Veränderungen führten dazu,
dass der Sportverein Turbine aus der Obhut seines Trägerbetriebes,
dem Energiekonbinat Rostock, entlassen wurde und als eigenständiger,
juristisch unabhängiger Verein seinen Weg suchen musste.
Die Tradtitionen, die enge Bindung zur Energiewirtschaft sollten
gewahrt bleiben.
Im Ergebnis dieser Überlegungen fand am 2.7.1990 die Gründungsversammlung
des Energiesportvereins Turbine Rostock statt. Mit der Eintragung
in das Register beim Kreisgericht Rostock am 23.7.1990, unter
der lfd. Nummer 174, war der Verein rechtsfähig.
Peter Anders als 1. Vorsitzender hatte den Verein gemeinsam
mit dem Geschäftsführer, Uwe Krawzik, in eine neue
Epoche geführt.
Es bedurfte eines großen Aufwandes, um sich die Gesetze
und Erfordernisse der Vereinsführung anzueignen.
Mit der Erklärung des Finanzamtes, ... Die Körperschaft
verfolgt nach ihrer Satzung ausschließlich und unmittelbar
besonders förderungswürdige gemeinnützige Zwecke,
... waren dann aber die Voraussetzungen für eine
eigenständige Arbeit geschaffen.
Ohne die tatkräftige materielle und finanzielle Hilfe der
HEVAG und der neu gegründeten Stadtwerke Rostock aber hätte
der Verein auf verlorenem Posten gestanden, nicht die Möglichkeiten
seiner erfreulichen Entwicklung gehabt.
Die Sportlerinnen und Sportler unseres Vereins wissen die gewährte
und noch währende Hilfe hoch zu schätzen.
Am 09.9.1991 wurde Sportfreund Wolfgang Gurowski zum 1. Vorsitzenden
des ESV TURBINE Rostock gewählt. Mit Peter Anders, Gisela
Paetzel, Rudolf Gabriel, Margarete Holtfoth und Uwe Krawzik
stand ihm ein leistungsstarkes, verlässliches Vorstandskollektiv
zur Seite.
Die Abteilungsleiter Achim Reimann, Hans-Jürgen Cordt,
Karin Fiedler, Rüdiger Kaun, Jochen Sager, Herbert Lau
und Günter Dittmann, ebenfalls alle ehrenamtlich aktiv,
führten ihre Bereiche mit Enthusiasmus, Sachkenntnis und
Freude.
Trotzdem war die Mitgliederzahl von 683 im Jahre 1989 auf 237
im Jahre 1992 gefallen. Heute treiben in unserem Verein wieder
423 Mitglieder mit Freude Sport. Die vielfältigen Probleme
des Neubeginns haben wir gemeistert und waren immer um qualitative
Veränderungen, Verbesserungen bemüht.
Vollziehen wir jetzt einen Zeitsprung in unser gegenwärtiges
Sportleben.
Unsere Zielstellungen
sind heute:
- niveauvollen,
vielseitigen Breitensport anzubieten
- den Seniorensport
zu erweitern und älteren Menschen sowohl die Möglichkeiten
der sportlichen Betätigung als auch der Kommunikation
zu geben
- der Aufbau
eines erfolgreichen Leistungssportes
- die
Entwicklung von SpitzensportlernZu den Abteilungen im einzelnen:
- Badminton
ist in unserem Verein eine typische Breitensportabteilung,
wenn auch Britta Schulke, Martin Herhaus und Stefan Quaasdorf
im Nachwuchsbereich Edelmetall bei Landesmeisterschaften
gewinnen konnten. Dem Abteilungsleiter, Achim Reimann,
gelingt es immer wieder, 15 bis 20 Schüler und Jugendliche
für Badminton zu werben. Leider ist die Fluktuation
groß. Durch Beteiligungen an dänischen Trainingslagern,
Teilnahmen an Einzel- und Ranglistenturnieren weckt er
Begeisterung und Spielfreude bei den Sportlerinnen und
Sportlern im Nachwuchsbereich, versucht so die Abgänge
in Grenzen zu halten.
Im Seniorenbereich rinnt der Schweiß, lässt
der Ehrgeiz keine Ruhepause zu, wird der Ball mit Vehemenz
geschmettert oder gefühlvoll serviert. Absoluter
Höhepunkt ist für die Senioren das schon 16
mal ausgetragene, jährliche, offene Mecklenburger
Oldieturnier, ausgerichtet von Turbine. Hier kreuzen die
Asse der 50er und 60er Jahre die Schläger, begeistern
sich an gelungenen Passagen.
Teilnehmer sind neben mecklenburgischen Mannschaften auch
Sportlerinnen und Sportler aus Schleswig-Holstein, Bremen
und Niedersachsen. Am Abend wird dann gefachsimpelt, der
Faden gesponnen ... weißt Du noch, damals
...
- Die
Abteilung Fußball ist ganz entgegen der allgemeinen
Popularität in unserem Verein einem ständigen
auf und ab unterworfen.
Wiederholt gegründet, wiederholt eingeschlafen, konnten
Hanning Cordt und Andreas Gurowski in den
90er Jahren noch eine kombinierte Turbine/Betriebsmannschaft
auf die Beine stellen, Turniere organisieren. Heute bleibt
es Sportfreund Ralf Döring vorbehalten, die breitensportlichen
Aktivitäten in den Stützpunkten Upahl und Grimmen/Wolgast
zu sichern, sich zu bemühen am Standort Rostock für
einen neuen Fußballfrühling zu sorgen.
- Ein
Glanzstück unseres Vereins ist die Abteilung Frauengymnastik.
In der heutigen, seit 1981 wirksamen Struktur, führt
Karin Fiedler, selbst 20 Jahre dabei, die Abteilung.
Mit ihrer Ausbildung in der Rückenschule und im Sport
über 50 sowie dem Erwerb der Kenntnisse zur
Wirbelsäulengymnastik leistet sie nicht nur Breitensport
schlechthin, sondern wertvolle medizinische Arbeit zur
Gesunderhaltung von Geist und Körper.
Die Gemeinsamkeiten der heute 48 Teilnehmerinnen beschränken
sich nicht nur auf das sportliche Training, sondern erstrecken
sich auf viele Freizeitaktivitäten, vom Grillabend
bis zur Radtour. Eine tolle Truppe. Und es ist immer wieder
begeisternd und überraschend zugleich, mit welcher
Freude und Kontinuität sich die Frauen nach getaner
Arbeit, nach Erledigung von Haushaltsaufgaben abends zur
sportlichen Betätigung einfinden.
- Gekegelt
wird in unserem Verein durchgehend schon seit seiner Gründung
und das unter vielfach miserablen Trainingsbedingungen.
Erst am 23.9.1962 wurden die Bahnen in Marienehe, errichtet
mit dominanter Unterstützung der Sportlerinnen und
Sportler Rostocks, in Betrieb genommen.
Lotti Mühlenstedt bei den Damen und Dieter Schoof
bei den Herren gewannen die Eröffnungsturniere.
Turbine verfügte mit den Aktivisten der ersten Stunde
Alfred Kurth, Lotti und Fritz Mühlenstedt,
Gerda und Herbert Ahrndt, Anita und Helmut Janecke, Martha
und Erich Bull, Anni und Herbert Kempe, der Familie Iredi,
Jochen Rambow und Udo Draeger sowie den späteren
Generationen um Klaus Pruchner, Werner Hantke, Peter Anders,
Joachim Haupt, Gerhard Below, Rüdiger Kaun und Willi
Lohrberg immer über leistungsstarke Sportlerinnen
und Sportler, die im Einzel und in der Mannschaft den
Gegnern im Bezirk das Fürchten lehrten.
Ein außerordentlicher Erfolg gelang der 1. Männermannschaft.
Sie erreichte 1966 die Endrunde der DDR-Meisterschaft
in Berlin und wurde Vizemeister.
Eine der besten Turbinekeglerin war Elfriede Iredi. 5
x wurde sie Bezirksmeister im Einzel, vielfach stand sie
auf dem Treppchen, erreichte ausgezeichnete Ergebnisse
bei DDR-Meisterschaften und wurde 1991 Landesmeisterin.
Maik Iredi belegte einen 3. Platz bei den Einzel
DDR Meisterschaften.
Rüdiger Kaun leistete als Abteilungsleiter gute Arbeit.
Anfang der 90er Jahre gab er seine Funktion an Herbert
Raupach weiter. Herbert, selbst seit 1975 dabei, hatte
sich vor dem sehr um die Entwicklung des Kinder- und Jugendsports
verdient gemacht. Leider brachen die Aktivitäten
und Erfolge nach 1990 ab. Heute gibt es erste erfolgversprechende
Neuanfänge. In der kommenden Saison schickt Sportfreund
Raupach 3 Mannschaften in die Wettkämpfe. Seine leistungsstärksten
Mitglieder sind bei den Damen Sabine und Jana Helms, Annerose
Hellwig, die im Landesmaßstab Spitze sind, sich
an Deutschen Meisterschaften beteiligten und bei den Herren
Gerhard Below, Willi Asmuß und Willi Lohrberg. Herbert
Raupach ist gleichzeitig Seniorenverantwortlicher unseres
Vereins.
In enger Zusammenarbeit mit dem Stadtsportbund organisiert
er Breiten- und Seniorensportveranstaltungen, die großen
Anklang finden und häufig wegen der großen
Nachfrage operativ wiederholt werden müssen.
Jochen Sager, ein alter Sportsmann, der schon mit Herbert
Pankau Fußball spielte, fand 1960 den Weg zur Sektion
Tischtennis unseres Vereins. 1965 trat er die Nachfolge
unseres legendären Edmund Mitzlaff an, wurde Sektionsleiter.
Unter seiner Leitung und mit Unterstützung der noch
heute aktiven Spieler Hans-Jürgen Spanke, Mitglied
seit 1958 und Wolfgang Pagel (1960), führte er seine
Spieler von der Bezirksklasse zur Bezirksliga und weiter
in die Regionalliga.
Für mehrere Jahre etablierte er sein Team in der
2. DDR-Liga. 2 x gewann die Sektion den Bezirkspokal
eine hervorragende Leistung.
Vielfältige Abwanderungen ließen die Leistungsstärke
sinken. Es bedurfte eines großen Engagements, um
die Mannschaften im Spielbetrieb zu halten. Das gelang.
Tischtennis ist damit neben Bohle die einzige Sektion/Abteilung,
die durchgehend seit 50 Jahren im Spielbetrieb steht.
Vielfach wurden auch Nachwuchskräfte herangezogen,
in die Mannschaften integriert und zu hervorragenden Spitzensportlern
entwickelt. Einer dieser Sportler ist Matthias Haisch,
der bei Jochen Sager das TT-Handwerk erlernte und heute
an der Spitze des Landes Mecklenburg-Vorpommern steht.
Ein besonderer Höhepunkt ist seit Jahren die Teilnahme
am großen Uelzener TT-Turnier. 40 Mannschaften streiten
um die begehrten Pokale. 2001 konnte Turbine in dem mit
Landesligisten gespickten Turnier Platz vier erkämpfen.
Mit viel Freude und Spaß aber auch mit hohem Einsatz
und Kampfgeist geht nun es in die nächste Meisterschaftsrunde
2001/2002.
Im Verein besteht eine zweite Sparte TT. Sie ist aus dem
Volkssportaufgebot hervorgegangen. 1968 fanden sich im
Gaswerk Rostock, die heute noch aktiven Sportler Alfred
Fock, Gerhard Hoffmann und Helmut Reichow, sowie der kürzlich
verstorbene Heinz Pinnow zusammen, um in der Stadtklasse
zu spielen.
Wichtiger als Titel, Pokale, Urkunden war ihnen und den
dazu gekommenen Spielern der Spaß am Spiel, die
Freude an der Bewegung und wenn dann mal eine Bestplazierung
gelang, wurde das natürlich gern mitgenommen.
Mittlerweile stehen 3-Herrenmannschaften im Punktspielkampf
in der Bezirks-, der 1. und der 2. Stadtklasse. Im Seniorenbereich
wurde bei Landesmeisterschaften viel Edelmetall gewonnen.
Der absolute Höhepunkt unserer Senioren war die Teilnahme
der Sportfreunde Alfred Fock, Gerhard Hoffmann und Helmut
Reichow an den Weltmeisterschaften 1996 in Lillehammer.
Sie fanden es begeisternd. Nun konzentrieren sich die
Sportfreunde Krüger, Berger, Burghard und Krapf als
alte Recken mit ihren Mannschaftsgefährten
auf die kommende Punktspielrunde.
Die Abteilung Volleyball, einst Glanzstück des Vereins,
ist heute mit einer Herrenmannschaft in der Bezirksliga-West
vertreten. In der wechselvollen Geschichte der Abteilung
stehen als Höhepunkte das zweimalige Erreichen des
Halbfinales im Pokal des Landesverbandes MV zu Buche.
Ein Ereignis besonderer Art war 1993 die Teilnahme am
spanischen Beach-Volleyballturnier in Calella. Von 60
Herrenmannschaften belegten wir hauchdünn geschlagen
den 18. Platz und verfehlten damit die Endrunde der 16
Besten.
Die Damen erkämpften bei 40 Turniermannschaften Platz
3. Der Pokal ist eine besondere Zierde des Sportbüros.
Besonders bedeutungsvoll waren für den Trägerbetrieb
die wiederholt durchgeführten breitensportlichen
Volleyballturniere, besonders die bezirksoffenen, die
viel Anerkennung fanden. Der vormalige Abteilungsleiter,
Herbert Lau, hatte sich um diese Aktivitäten besonders
verdient gemacht.
Bernd Schmidt, heute Abteilungsleiter, ist seit 25 Jahren
aktiv, hat viel auf und ab miterlebt, bleibt um die Erweiterung
der Abteilung bemüht und stützt sich dabei sehr
auf den Mannschaftsleiter Jens Mamerow.
Im Februar 1995 gründeten 10 ehemalige Energiearbeiter,
unter Führung des Abteilungsleiters Joachim Flemming,
die Abteilung Wandern und Breitensport.
Anfangs lag das Betätigungsfeld noch reichlich im
Dunklen, es bestand eben nur der Wunsch nach sinnvoller
Freizeitgestaltung, nach Betätigung in frischer Luft
und nach Kommunikation. Sehr bald fand die Abteilung aber
ihr Profil. Über wöchentliches Fitnesstraining,
wöchentliche Wassergymnastik, monatliche Kegelabende,
Wochenendausflüge und Wanderungen im 14 Tagezyklus
reicht das Programm bis zum jährlichen Bergwandern
i.d. Alpen, den Dolomiten oder der Tatra.
Der Verein bietet die Möglichkeit der Beteiligung
der Ehepartner bei günstigen Bedingungen. Das anspruchsvolle
Programm wird angenommen und mit echter Begeisterung absolviert.
Beleg dafür ist das Anwachsen der Mitgliederzahl
auf gegenwärtig 50 Personen. Mitglieder sind vorwiegend
aus dem Arbeitsprozess ausgeschiedene ehemalige Angehörige
der Energiewirtschaft. Neben der Gesunderhaltung von Geist
und Körper geht es den Alters- und Frührentnern
vielfach darum, Kommunikation zu führen und bei gleichzeitiger
Arbeitslosigkeit der Ehepartner der Vereinsamung zu entgehen.
Energiearbeiter aus Stralsund haben sich der Abteilung
angeschlossen.
Die mit viel Sorgfalt vorgenommene Auswahl der Aktivitäten,
die umsichtige und gründliche Vorbereitung aller
Maßnahmen findet außerordentliche Anerkennung
bei unseren älteren Menschen. Der Organisationsaufwand
ist sehr groß. Joachim Flemming wird bei der Bewältigung
seiner Aufgaben deshalb durch die Sportfreunde Hans Buse,
Leon Geber und Klaus Schöne sowie im Wechsel mit
rührigen anderen Mitgliedern tatkräftig unterstützt.
In der Abteilung Wasserwandern wird ausschließlich
Breitensport betrieben. Die Abteilung unterhält am
Warnowarm Gaswerk, auf dem Gelände des
Angler- und Freizeitvereins Mühlendamm e.V.
in der Neuen Bleicherstraße ein 1978 errichtetes
Bootshaus. Zur Nutzung stehen 7 Ruderboote und 4 Paddelboote
bereit. 1996 gab Sportfreund Günter Dittmann die
Leitung der Abteilung ab und die Wasserwanderer wählten
Peter Flegel als Abteilungsleiter. Peter organisiert ruhig
und sehr gewissenhaft das Vereinsleben. Im Vordergrund
der sportlichen Aktivitäten steht das Erleben der
Natur, die Erholung, die Bewegung an der frischen Luft.
Das älteste Mitglied, Sportfreund Sambals, unternimmt
mit Abstand die meisten Ausfahrten. Vielfach geht es aber
auch mit der Anglerausrüstung aufs Wasser und ein
vorausgeschicktes Petri Heil hat schon manchem
Glück gebracht. Lobenswert sind die Aktivitäten
der Wasserwanderer zur Erhaltung ihres Bootshauses. In
der Freizeit werden vielfältige Werterhaltungsmaßnahmen,
z.B. Dachdecker-, Anstrich- und Zimmermannsarbeiten ausgeführt.
Wenn dann alles Notwendige gerichtet ist, versammelt man
sich am Lagerfeuer, am Grill und die Läuschen
haben freien Lauf.
Seit der Gründung der Abteilung Bowling (1966) hat
sich das Team in der Spitze des Bezirkes, des Landes MV
gehalten. Die Medaillensammmlung für Mannschafts-
und Einzeldisziplinen ist groß. Mehrere Aufsteller
sind notwendig, will man den mit Fleiß erkämpften
Medaillensegen zeigen.
Waren vor dem Bohle und Bowling in einer Sektion zusammengefasst,
erfolgte auch bei uns eine Trennung nach dem Muster der
Verbände. Günther Wachs und heute Dieter Schoof
führten bzw. führen unsere Sportlerinnen und
Sportler zu stolzen Erfolgen.
- Das
bisher Größte:
Als Landesmeister MV im Trio, Altersklasse B, haben Dieter
Schoof, Karl-Heinz Bakemeier und Günther Wachs im
Juli dieses Jahres an der weltoffenen Europameisterschaft
dieser Disziplin teilgenommen. Die Prozedur der Vorbereitung,
der Wettbewerb selbst, bleiben ihnen als Höhepunkt
ihres Sportlebens auf ewig unvergessen.
Sie belegten von 144 teilnehmenden Mannschaften aus 17
Ländern und insgesamt 800 Teilnehmern den 74. Platz.
Sie waren dabei.
Nahezu alltäglich muten dazu die Teilnahmen an Deutschen
Meisterschaften an.
Mit schöner Regelmäßigkeit gewinnen unsere
Sportlerinnen und Sportler Meistertitel des Landes MV,
die eine Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften zur
Folge haben. Die besten Plazierungen erreichten dabei
unser Mixed Bärbel Suhl/Jürgen Hennig mit einem
6. Platz, Ingolf Basel mit einer Bronzemedaille im Wettkampf
der Versehrten und das Seniorentrio mit einem 4. Platz.
Die Damen haben mittlerweile den Herren das Wasser abgegraben
und mehr Titel gewonnen, bessere Plazierungen erreicht.
Bärbel und Steffie Suhl, Gabriela Grünwald,
Annett Sass, Heike Lucht und Christine Laabs haben sich
im Lande harter Konkurrenz zu erwehren, gehören aber
zur Spitze Mecklenburg-Vorpommerns.
Einen besonderen Schwerpunkt der weiteren Arbeit bildet
die Gewinnung jugendlicher Spielerinnen und Spieler. Erfolge
zeichnen sich zwar ab, aber sichern noch nicht die Fortführung
der Erfolgstraditionen.
2 Jahre lang, 1990/1992, waren wir mit einer Sektion Eisstockschießen
unter Leitung des Sportfreundes Horst Klein im Rostocker
Wettkampfkarussel vertreten. Die Hallennutzungsgebühren,
die weiten Reisen zu landesfernen Wettkampfstätten
waren letztlich das AUS für diese Sportart am Standort
Rostock und beim ESV TURBINE.
- Rostocks
Eisschnelläufer entdeckten 1991 den Short Track für
sich. Jetzt war gegenüber dem traditionellen Eisschnellauf
auf der 400 m Bahn für uns die Trainingsbahn gleichzeitig
Wettkampfstrecke. Fleiß, Ausdauer, Leistungsbereitschaft
zeichneten unsere damals 6 bis 15jährigen Mädchen
und Jungen aus. Unter der sachkundigen Anleitung der Trainerin
Karin Schmidt und der Führung des damaligen Abteilungsleiters
und heutigen Bundesstützpunktleiters Rudolf Gabriel
stellten sich bald erste Achtungserfolge ein. Schon 1994
standen Schützlinge von Karin Schmidt bei den Deutschen
Meisterschaften 7 x auf dem Siegerpodest. Drei davon ganz
oben. Anne Eckner, Arian Nachbar und André Hartwig
gewannen Gold. Fleißiges Training, internationale
Wettkämpfe, gegenseitiges Verständnis und das
Vermögen, sich um des sportlichen Erfolges willen
quälen zu können, ließen die Gemeinschaft
weiter reifen.
Die erfolgreiche und kontinuierliche Arbeit im Kinder-
und Jugendbereich wurde 1995 und 2000 durch den Deutschen
Sportbund und die Dresdner Bank mit dem Grünen
Band für vorbildliche Nachwuchsarbeit gewürdigt
und anerkannt.
Die DESG, der DSB bestätigten uns wiederholt als
Bundesstützpunkt. Bei den Junioren und Herren entwickelten
wir uns zur deutschen Spitze, bei den Juniorinnen und
Damen gab es harte Zweikämpfe mit den Dresdner Sportfreundinnen,
die uns meist, das erkennen wir neidlos an, eine Nasenspitze
voraus waren.
Ein besonderer Höhepunkt im sportlichen Leben der
Abteilung war die Teilnahme von Anne Eckner, Katrin Weber
und Arian Nachbar an den Olympischen Winterspielen 1998
im japanischen Nagano. Erwartungsgemäß hingen
dort die Trauben für uns unerreichbar hoch. Aber
viel konnten wir von den professionellen Läuferinnen
und Läufern lernen. Die Teilnahme an der Olympiade
stimulierte natürlich auch die daheim gebliebenen
Läufer, was sich sehr positiv auswirkte.
Die größten internationalen Erfolge erreichten
Anne Eckner als Bronzemedaillengewinnerin mit der deutschen
Damenmannschaft bei den Europameisterschaften 1998 und
Arian Nachbar. Er belegte einen ausgezeichneten 2. Platz
über 500 m bei der Europameisterschaft 1999 in Oberstdorf
und gewann die Bronzemedaille über 1000 m bei der
Europameisterschaft 2001 in Den Haag.
Aber nicht nur diese beiden Vereinsmitglieder machten
auf sich aufmerksam. Heute verfügt unser Verein über
15 von 50 Bundeskadern.
Ulrike Lehmann, Aika Klein, Arian Nachbar, André
Hartwig wir erinnern uns an seinen 1. deutschen
Meistertitel 1994 und André Krauspe wurden
von der Sozialministerin des Landes MV, Frau Dr. Martina
Bunge, in das Olympiateam 2002 des Landes für Salt
Lake City berufen. Erfahrungen für die harten Auseinandersetzungen
und die Qualifikation zur Olympiade 2002 konnten Karin
Schmidt, Arian Nachbar und André Hartwig bei der
Weltmeisterschaft 2001 im südkoreanischen Choju City
sammeln.
Eine solche Entwicklung setzt das besondere Engagement
vieler Freunde, Helfer, Sponsoren und Förderer voraus.
Wir haben sie mit Horst Schünemann vom Landeseissportverband,
Jochen Dietrich vom Olympiastützpunkt, dem Landes-
und Stadtsportbund, dem Sportamt sowie mit Presse, Funk
und Fernsehen gefunden. Danke.
Dank auch an die Abteilungsleiterin Frau Gudrun Kiesendahl,
die mit großem Engagement alle Kräfte bündelt
und mit den hohen organisatorischen Anforderungen zurecht
kommen muß.
Neben dem Kinder- und Jugendbereich, dem Hochleistungssport,
hat sich in den vergangenen Jahren ein starkes Team im
Breitensportbereich zusammen gefunden, dass sich vor allem
dem Eismarathon verschrieben hat.
Einige der Ausdauerläufer haben in jungen Jahren
leistungsmäßig trainiert und heute noch Freude
bei ihren sportlichen Herausforderungen. Saisonhöhepunkt
bildet der Eismarathon im österreichischen Weissensee.
Bis zu 3000 Läufer, vom Profi bis zum Volkssportler,
beeindrucken immer wieder und motivieren sich aufs Neue.
Wir sind mit 8 Läuferinnen und Läufern dabei.
Zurück
zum Short Track.
Hohe Anforderungen werden an die Aktiven und die Trainer gestellt.
Mit Aufmerksamkeit und Sorgfalt müssen internationale
Erfahrungen gesammelt, ausgewertet, übertragen und erweitert
werden. Karin Schmidt kann sich dabei auf Christiane Möser
und Toni Liebezeit als Trainer stützen. Mit Angela Siebert
und Henry Alm greifen 2 ehemalige Läufer, 2 Experten
in den Trainingsablauf ein und außerdem führen
6 Übungsleiter ihre Trainingsgruppen zu höheren
Zielen.
Sie alle zeichnen verantwortlich für die Entwicklung
der Abteilung Short Track und wir wünschen ihnen national
und international im Wettkampf mit den Professionellen viel
Erfolg.
Wir
sind alle sehr stolz darauf, dass es uns gelungen ist, die Tradtion
des Sportvereins der Energiearbeiter über 50 Jahre zu erhalten
und fortzusetzen.
Natürlich und das verlangt schon unser Status der
Gemeinnützigkeit sind wir offen für alle Bewerber.
An der geschilderten Entwicklung über die vergangenen 50
Jahre, der Gegenwart und der Zukunft hat der jeweilige Vorstand
besonderen Anteil. Heute besteht er aus dem 1. Vorsitzenden,
Sportfreund Wolfgang Gurowski und dem 2. Vorsitzenden Rudolf
Gabriel, dem Kassenwart Gisela Paetzel, dem Sportwart Achim
Reimann und dem Jugendwart Joachim Flemming. Wenn in den vorangegangenen
Darstellungen die Mitglieder des Vorstandes genannt und ihre
Aktiviäten hervorgehoben wurden, dann ist Gisela Paetzel
zu kurz gekommen. Seit 1974 Mitglied der BSG Turbine, war sie
in der Sektion Segeln/Wasserwandern aktiv und schiebt noch heute
keine ruhige, sondern eine aggressive Kugel in der Abteilung
Kegeln. Seit 1980 ist sie als Schatzmeister/Kassenwart tätig.
21 Jahre verwaltet sie unsere Finanzen, zeigt sich manchmal
großzügig, manchmal knickerig, aber immer korrekt,
helfend, hat stets die Liquidität im Auge, arbeitet mit
finanziellen Vorgaben, gewissenhaften Abrechnungen und sichert
so den Fortbestand des Vereins.
Natürlich fordert die dargestellte Entwicklung ganz besonders
die aktive Hilfe von Freunden, Helfern und Sponsoren. Der Energieversorgungsbetrieb
hat bis 1990 die Arbeit der BSG finanziell abgesichert. Nach
1990 haben beide ortsansässigen Energieversorgungsbetriebe
den ESV TURBINE finanziell und materiell unterstützt und
damit lebensfähig erhalten.
Die Sportlerinnen und Sportler bedanken sich dafür ganz
herzlich bei dem heutigen Gastgeber, den Stadtwerken Rostock
und der e.dis Energie Nord AG, die uns in den letzten 10 Jahren
beherbergte. Unser Dank gilt gleichermaßen allen Partner,
die uns in irgend einer Form finanziell oder auch materiell
unterstützen.
Ich wiederhole wir sind froh und stolz darauf, dass es
uns mit Unterstützung von Freunden und Sponsoren, der Stadt
und dem Land gelungen ist, 423 Sportlerinnen und Sportlern die
Möglichkeit zu geben, regelmäßig und engagiert
Sport zu treiben.
Nach dem Effekt der körperlichen Ertüchtigung nehmen
wir vielen, vor allem älteren Sportfreunden das Gefühl
der Vereinsamung, stellen sie mitten in das sportliche Leben,
die Gemeinschaft.
Herzlichen Dank sagen wir nochmals allen Freunden, Helfern und
Sponsoren, allen ehrenamtlichen Kräften und Funktionären.
Herzlichen Dank und herzliche Gratulation sagen wir all
den hunderten Sportlerinnen und Sportlern, die in den vergangenen
50 Jahren und heute im Sportverein TURBINE Rostock aktiv waren
und sind, unseren Verein zu dem gemacht haben, was er ist, ein
anerkannter Aktivposten im Breiten- und Spitzensport der Hansestadt
Rostock und des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
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