der Hansestadt Rostock

Stadtsporttag zog Bilanz

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Jenjahn
/Rostock-Sport.deAm Donnerstagabend zogen die Vertreter der Rostocker Sportvereine und – verbände auf dem Stadtsporttag eine vorläufige Bilanz. Das diese nicht besonders rosig ausfiel, verwundert nicht, wurden doch den über 30600 Mitgliedern in den 154 Vereinen zahlreiche Bürden aufgehalst.

Der Präsident des Stadtsportbundes (SSB) Herbert Pankau, zählte in seiner Rede die Maßnahmen auf, die in Rostock das Vereinsleben stark belasten. „Das Sportstättenentwicklungskonzept wird in Rostock nicht oder nicht richtig umgesetzt, die neue Entgeltordnung belastet die Vereine enorm“, stellte Pankau enttäuscht und resigniert fest. Wütend und entrüstet gab Pankau den Kommentar einer Abgeordneten der Bürgerschaft zu Protokoll. „Allen Ernstes meinte die Dame, man solle darauf achten, dass die Gelder, die durch die Entgeltordnung an die Vereine zurückfließen, nicht in irgendwelchen dunklen Kanälen versickern. Das ist beschämend!“

Die Anfang des Jahres beschlossene Entgeltordnung durch die Bürgerschaft beschäftigt weiterhin die Gemüter. Zwar wurde die Ordnung verabschiedet, doch eine Richtlinie, wie der Vereine ihr Geld zurückbekommen, gäbe es nicht. Auch wies Herbert Pankau daraufhin, dass ursprünglich nur 40 000 Euro von den Vereinen gefordert werden sollten, am Ende aber 130 000 Euro berappt werden müssen. „Wer ist für diese Zahl verantwortlich?“, fragte Pankau.

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Der Präsident des Stadtsportbundes (SSB) Herbert Pankau zeichnet Horst Römer vom Rostocker EC mit der Goldenen Ehrennadel des SSB aus.

Überhaupt haderte Pankau mit den Stadtoberen. Zu Oberbürgermeister Arno Pöker und dessen Aussagen hat Pankau ein gestörtes Verhältnis, seit die Stadt den SSB nach der Olympiaauftaktveranstaltung im Februar 2002 lange Zeit im Regen stehen ließ, Senatorin Ida Schillen stand wegen der Entgeltordnung in der Kritik. Barbara Cornelius, Vorsitzende des Schul- und Sportausschusses rechtfertigte sich. „Aufgrund der prekären Haushaltslage muss es zu Einsparungen kommen. Die Schulen sind wichtig, da darf man nicht sparen, aber im Sport und in der Kultur sind die Förderzahlungen der Stadt freiwillig“, so Cornelius. Dennoch sei Rostock mit 583 000 Euro jährlich immer noch beispielgebend in der Sportförderung.
Doch es gab auch gute Nachrichten. Als Ersatz für die abgebrannte Kegelbahn in Marienehe, ist ein Gebäude in Lütten Klein vorgesehen. Nachdem alle Unterlagen eingereicht worden sind, fehlt jetzt nur noch vom Bauamt die Genehmigung für den Umbau des ehemaligen Sparmarktes. „Auf diese warten wir aber schon seit vier Wochen“, meinte Pankau. Auch die Medienanbindung der Sporthalle Erich-Mühsam-Straße wird Frau Cornelius „nicht aus den Augen lassen“, versprach die ehrenamtliche Politikerin. Ebenso bleibt der Ersatzbau für die abgerissene Sporthalle in der Satower Straße auf der Tagesordnung. Die Sporthalle Elisabethwiese und der Sportplatz Erich-Schlesinger-Straße werden saniert. Mit der Goldenen Ehrennadel des SSB wurde u.a. Horst Römer vom Rostocker EC ausgezeichnet.

Olaf Jenjahn


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