Das war ne´harte Überfahrt ...... !

Hier ein Bericht von der Warnemünder Segelwoche 2009

Womit fängt man am besten an? Am besten damit - ich brauche neues Ölzeug! Die "Kea" hatte in diesem Jahr zu den Warnemünder Regatten gemeldet. Die erste Wettfahrt ging von Warnemünde nach Kühlungsborn und wir hatten einen sehr langen Segeltag vor uns. Um 10.00 Uhr war der Start und es ging über 30 sm. Der Wind war schwach und so erreichten wir unser Ziel erst so gegen 19.00 Uhr. Die Konkurrenz machte es uns sehr einfach mit dem Siegen - alle machten einen Frühstart und wurden zurückgerufen aber sie reagierten nicht und wurden disqualifiziert.

Der Sonntag war dann die Rückfahrt nach Warnemünde. Das besondere an dieser Segelwoche ist die Regatta Rund Bornholm. Da wir leider zwei Absagen unserer Crewmitglieder bekamen, bewarben wir uns auf den Sieg in der Doppel-Hand-Wertung. Am Montag war dann Basteln am Boot und Proviant einkaufen angesagt. Abends war Briefing und Wettervorschau und die Aussichten für diese Regatta waren alles andere als toll. Wenig und drehende Winde auf der Hinfahrt und kräftige Winde für die Rückfahrt - natürlich von vorne - machten lange Gesichter bei denSteuerleuten.

Am Dienstag um 10.00 Uhr war dann der Start und es ging flott zum Darßer Ort. Flaute von 20.00 - 23.00 bremste uns aus und ein Gewitter überArkona sorgte wieder für Schub. Kurz vor Sonnenaufgang konnte man Bornholm sehen und eine alte aber große Welle von vorne und schöner Wind mit 18 Knoten von achtern ließen unsere Genacker platzen. Schade! Spinnaker hoch und schon hatten wir eine Hanse 42 überholt. ( Hie, hie !) Auf der Südseite von Bornholm wollten wir schön abwechselnd schlafen, aber denkste - Segelwechsel und drehende Winde sorgten für keine Langenweile.

Und dann erging es uns wie dem tapferen Schneiderlein: nicht sieben sondern fünfzehn Schiffe konnten wir in einem Flautenloch überholen. Das machte viel Spaß. Bei Swanike drehte dann der Wind kräftig auf 4 Windstärken hoch und wir rauschten in Richtung Ysadt. " Toll " . Die erstenGewitterwolken bauten sich auf mit tollen Blitzen und machten ein bisschen Angst . Aber was hilft es - Segel dicht und weiter.

In der Nacht kamen wir prima voran und auf der Windanzeige stand immer öfter 22-28 Knoten. Die Wellen hatten machmal schon eine stattliche Höhe erreicht und wir wurden immer mehr gewaschen. Schaumalarm auf der Kea - eine Flasche Fit ohne Deckel sogte dafür. Es war schwer jede Welle vernüftig auszusteuern und so krachte dasSchiff ab und an kräftig in die Wellentäler. Ein paar Zentimeter stand das Wasser im Schiff und so waren wir froh als wir kurz vor Warnemünde standen. Und was machte der Wind ? Er drehte natürlich auf SW und so durften wir die letzten sieben Meilen noch schön aufkreuzen. Scheibenkleister !!! Aber wir hatten es um 22.30 Uhr geschaft - zu Zweit um die Insel !!!

Durchgefrohren und hundemüde machten wir als 30igstes Schiff im AltenStrom fest. Jetzt erst einmal sich selber trocken legen und viiiiiel schlafen ! Freitag war Ruhetag und Siegerehrung. Fünfter Platz von allen nach berechneter Zeit war ein schönes Ergebnis und der Sieg in der Doppelhand Wertung gehörte auch noch dazu. Sonnabend war dann noch der Startschuß zur Bäderregatta Warnemünde-Kühlungsborn - Heiligendamm - Warnemünde. Ein Sieg war Pflicht und es klappte auch, so daß wir am Ende den XXL - Pokal für alle Regatten einsacken konnten. Schönes DING !

Andreas Wenndorf


 
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