Am Sonnabend den 28. März hatten wir die Gelegenheit zur einer Besichtigungstour des Seenotkreuzers in Barhöft und so trafen wir uns um 9.00 Uhr im Hafen. Die Besatzung des Schiffes zeigte uns jede Ecke des Bootes und wir löcherten sie mit Fragen über Fragen. Wie schnell ist das Boot, wie wird navigiert , wer ist der Koch, wie viel PS schlummern im Schiff, wozu ist das kleine Kreuz auf dem Vorschiff und und .........
Es war schon mächtig interessant.
Als nächster Punkt unseres Besuches war eine Kontrollfahrt vorgesehen. Maschinen an, Leinen los und schon fuhren wir mit 5 Knoten in das Fahrwasser in Richtung Ostsee. Das Wetter war herrlich und die See ruhig.
Mit einem Schlag änderte sich die Situation und wir bekamen einen Notruf von der Leitstelle Bremen rein. Ein Angler auf einem Kutter in der Nähe der Kadetrinne bekam ein Herzversagen und wir fuhren mit Höchstfahrt in Richtung Westen um ihm zur Hilfe zu eilen. In diesem konkreten Falle machte sich das nicht ausbaggern des Hafens am Darßer Ort und der jetzige Liegeplatz des Seenotkreuzers in Barhöft negativ bemerkbar. Unsere Fahrzeit von 70 Minuten bei Höchstgeschwindigkeit ist einfach viel zu lange um rechtzeitig Hilfe zu geben.
Wir hatten alle Möglichkeiten diesen Rettungversuch haut nah zu verfolgen und fieberten kräftig mit, das alles gut ausgeht. Zeitgleich machten sich ein BG - Schiff, der Seenotkreuzer in Warnemünde und ein Hubschrauber auf zu dem Angelkutter. Das BG-Schiff war als erster am Unglücksort und setzte zwei Helfer zum Kutter über. Der Angler wurde reanimierte und mit dem Hubschrauber ausgeflogen.
Wir waren noch sehr weit entfernt und so wurden wir, nachdem alles Mögliche für den Verunglückten getan war, zurück nach Barhöft geschickt.
Es ist schon ein riesen Unterschied ob der Kreuzer vom Darßer Ort 15 Meilen oder 70 Meilen von Bahrhöft fahren muß.
Der Hafen muß wieder aufgemacht werden!
Jetzt gab es für alle Kaffee und Kekse und es wurde viel diskutiert. Es war schon beeindruckend wer alles helfen sollte und wollte.
Gegen 15.00 Uhr machten wir wieder fest und wir bedankten uns bei der Besatzung für diesen schönen, lehrreichen und beeindruckenden Tag.
P.S. Jede Spende für die Seenotretter ist will kommen ! Und leider ist der Angler verstorben....