Der erste Leuchtturm ist geschafft und allen hat es Spaß gemacht !
An diesem Wochenende haben wir uns zu unserem ersten Ziel unserer Aktion " Leuchtturmhopping " auf Rügen getroffen. Wir Segler kennen viele Leuchttürme auf der Ostsee und sind schon oft an ihnen vorbeigesegelt. Manchmal war man froh sie endlich zu sehen und machmal wollten sie nicht achteraus verschwinden. Aber auf ihnen gestanden oder sie besichtigt haben die Wenigsten von uns.
Also ging es an diesem Wochende los mit dem Arkona Leuchtturm. Freitag Abend trafen wir uns in Dranske auf der Halbinsel Wittow wo wir für zwei Tage Quartier bezogen. Der Sonnabend begann mit einem gemeinsamen schönen Frühstück. Gegen 9.00 Uhr rückte unsere Karavane nach Putgarten am Fuße von Arkona aus. Dort warteten schon ein paar Sportfreunde aus Stralsund und Rostock auf uns und gemeinsam stiefelten alle , schön eingemummelt, zum Leuchtturm Arkona.
Unser erstes Ziel aber war der nördlichste Punkt Deutschlands - der Sieben Schneider Stein - am Fuße des Gellens. Ein Gruppenfoto auf dem 165 Tonnen schweren Stein musste natürlich sein und so wurden alle hochgehoben oder gezogen.
Weiter ging es am Strand, immer an der Steilküste mit viel Kreide, entlang zur Kaisertreppe und einige von uns waren froh, dass es Ruhestationen auf dieser Treppe gab.
Aber es sollte ja noch höher gehen und die Treppen vom Leuchtturm warteten schon auf uns - also weiiiiter! Gott sei dank war nur der Schinkelturm offen und so wurden es nicht ganz so viele Stufen bis zum Feuer. Von Mön war leider nichts zu sehen , aber wir Segler kennen ja schon die Kreidefelsen.
Wie bestellt war am Fuße der Leuchttürme ein Glühweinstand und so nahmen wir eine kleine Stärkung
zu uns, um die nächsten Etappen zu schaffen.
Ein kleiner Fußmarsch zurück zu unseren Autos bei Schneeregen machte uns jetzt nicht mehr viel aus und alle freuten sich schon auf das Mittagessen in Sassnitz. Die meisten Segler mögen sehr gerne Fisch essen und so speisten wir" im Gastmahl des Meeres".
Raus kamen wir alle mit runden Bäuchen und müden Gesichtern , denn schönes Essen, gut geheizte Räume und anstrengende Fußmärsche schaffen jeden.
Die nächsten Stunden nutzte jeder um ein bisschen was von Sassnitz zu sehen. Der letzte Programmpunkt des Tages war dann ein Bowlingwettkampf unter Schwarzlicht. Das besondere an diesem Licht ist unter anderem, dass die Bowlingkugeln stark leuchten. War schon witzig.
Bahnen aufteilen, Schuhe anziehen und Getränke bestellen und schon ging es los. Alle waren schon heiß auf die Kugeln und so wurde manche 10 oder Ratte kräftig bejubelt. Die zwei Stunden vergingen wie im Fluge und es machte allen viel Spaß.
Nach der Rückfahrt und einem Suntowner wurden die Sieger unseres Bowlingabends geehrt. Angefangen wurde mit den letzten Plätzen. Letzter wurde Kati und Erster Robert. Den Rattenkönig machten Kati, Gunnar und Anett unter sich aus. Natürlich durften die Gekrönten auch einen ausgeben und das ging am besten mit einem kleinen Feigling. An diesem Abend wurde viel gelacht und über die " Könner" hergezogen. Aber Spaß muss auch auch sein.
Am Sonntag wurde der Bug mit unserer Autocaravane gestürmt. Der Bug ist ein ehemaliges Militärgelände was jetzt ein Naturschutz Gebiet ist und nur mit Führungen zu besichtigen ist. Ein bischen Urwald mit unberührter Küste ist schon eine schöne Mischung. Aber am Strand langlaufen, Hühnergötter einsammeln und Titschersteine werfen macht immer Spaß. Bernsteine finden - leider Fehlanzeige.
Ein schöner Sonntagmorgen und mit viel frischer Luft die wiedermal hungrig machte. Ein gemeinsames Mittagessen mit viel heißem Sanddornsaft brachte die erhoffte Stärkung. Dann wurde es Zeit für den Nachhauseweg. Ein schönes Wochenende ging zu Ende und im nächsten Jahr folgt der nächste - Helgoland, Borkum oder Sylt ? Mal sehen ?