2.Vereinsabend:
Gaffelketsch " Ingorata

Am
l02.03.2007 veranstalteten wir unseren 2. Vereinsabend in diesem
Jahr. Thema war die Gaffelketsch "Ingorata" die in unserem
Verein ihre Heimat hat.
Die wechselvolle Geschichte dieses Schiffes darzustellen hat sich
Volker zur Aufgabe gemacht und uns an diesem Abend einen sehr
interessanten Vortrag gehalten.
Es
fing mit dem sehr bekannten Yachtkonstrukteur Max Öertz (aus
seiner Hand stammen solche kaiserlichen Yachten wie die "Meteor"
oder die "Germania"), dem Herrn Prof. Henry van der
Velde (machte die sehr unpraktische Inneneinrichtung der Ingorata)
und ihrem Streit um die Konstruktion und Ausgestaltung an.
Technische Details der Konstuktion (z.B. Schwenktisch mit Gegengewicht
- genial aber nicht zu Ende gedacht) Fehler im Konstuktionsriss
(falsch berechneter Tiefgang) und die Geschichte der verschiedenen
Besitzer der Ingorata.
Kurzer
Abriss:
Bauzeit
1927-1929 auf der Schlichtingwerft in Lübeck
Jungfernfahrt
nach Norwegen, viele Reisen in die Nordsee und nach Norwegen
-
Verkauf der Ingorata innerhalb der Familie
- sie überstand zwei Brände, die unmittelbar in ihrer
Nähe wüteten; wurde im und nach dem Krieg als Flüchtlingsunterkunft
genutzt
- Beschlagnahmung nach Ende des Krieges durch die Alliierten
- Segeltörn zur Olympiade 1952 in Helsinki
- 1961 wurde sie an die Hanseatische Yachtschule in Glücksburg
verschenkt und da sehr viele Jahre als Ausbildungsschiff genutzt.
- 1997 kam sie nach Rostock und wurde in den folgenden Jahren
in Wolgast total saniert.
- Reisen nach Norwegen, Schweden, Dänemark und Lettland folgten
Mit
vielen Fotos und Worten wurde auch der Zustand und der Umbau des
Schiffes in Wolgast dargestellt. Es sah nicht sehr gut um sie
aus. Viele Spanten mußten gewechselt werden und die Mastfüße
wurden komplett erneuert. Außen blieb sie die "Alte"
und es wird immer noch ohne Winschen geseglt und alle Segelmanöver
mit Muskelkraft durchgeführt. Mit anderen Worten: "auf
ihr werden noch Männer gemacht ". Auf das es so bleibt
und die " Ingorata " oft auf See zu sehen ist.
Schönen
Dank an Volker für den kurzweiligen Vortrag.
©
Andreas Wenndorf