Rostocker Freibeuter - Mönkebuder Adler 5:4/Glücklicher Sieg für die Freibeuter

Die Rostocker Freibeuter konnten am frühen Sonntagmorgen das Duell gegen ihren ärgsten Ligakonkurrenten Mönkebuder Adler knapp mit 5:4 (1:0,2:0,2:4) für sich entscheiden.
Die Freibeuter brauchten, wie gewohnt, nur fünf Minuten Anlaufzeit um die 1:0 Führung durch Martin Doerjer zu erzielen. Es sollte auch das Einzigste im ersten Drittel bleiben. Für beiden Teams ergaben sich nach dem Tor einige Chancen, wobei Rostock bei der Chancenvergabe Vorteile hatte. So scheiterten Doerjer, Hallaschk, Peters und Kulvejt am Mönkebuder Torwart. Darunter auch zwei sogenannte 100% ige in der neunten Minute. Für die Adler vergaben Krause, S. Siebensohn und Rassudow traf nur den Pfosten.
Im zweiten Drittel dauerte es wiederum nur fünf Minuten bis die Freibeuter durch Rene Rekowski auf Vorlage von Wolfgang Klunkat das 2:0 erzielen konnte. Rostock versuchte nun nach dem mäßigen ersten Drittel seine Angriffsbemühungen zu verstärken. Mönkebude aber versuchte, meist erfolgreich, die Rostocker Spieler durch Körpereinsatz zu beeindrucken. Ebenso verstärkten sie ihre Angriffsbemühungen. Rostock konnte aber in diese Bemühungen hinein durch einen Schuß von der blauen Linie durch Kelbel auf 3:0 erhöhen. Dieser Treffer war mehr ein "Zufallsprodukt", da der Puck an Freund und Feind hindurch ins Tor geriet. In den weiteren zehn Spielminuten tat sich nichts weiter.

Im Letzten Drittel sollte es noch mal spannend werden. Gleich nach 36 Sekunden ergab sich für Mönkebudes Steve Siebensohn eine Chance zum verkürzen. Es war gleichzeitig das Signal zur Aufholjagd für Mönkebude. Beide Teams gingen jetzt auch zu einer rustikaleren Gangart über. Die erste Chance nach 41 Minuten konnten die Freibeuter in Unterzahl nutzen und durch Kelbel auf 4:0 erhöhen. Für den Mönkebuder Torwart war dieses Tor tragisch, da der Puck nicht besonders scharf geschossen übers Eis holperte und ihm da zwischen den Schlittschuhen durchrutschte. Mönkebude konterte genau eine Minute später und krönte seine Angriffsbemühungen im Überzahlspiel durch den 4:1 Anschlußtreffer durch Kevin Tegge. Rostocks Spiel geriet nun mehr und mehr aus den Fugen. Die Adler nutzten ein Gewühl vor dem Rostocker Tor aus, um in Unterzahl vier Minuten später auf 4:2 zu verkürzen. Ein sporadischer Konter der Rostocker führte dann durch den Nachschuß von Lutz Damböck in der 48. Minute zum 5:2. Mönkebude gab sich nicht geschlagen und spielte weiter auf Angriff. Eine wunderbare Kombination zwischen Kai Holeschovsky und Steve Siebensohn ließen die Adler drei Minuten später wieder auf 5:3 herankommen und weiter auf eine Überraschung hoffen. Mittlerweile waren nur noch zwei Minuten zu spielen. Nach einer Rangelei erhielten 80 Sekunden vor Ende des Spieles Jens Hallaschk und Kai Holeschovsky eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Es dauerte nur eine Minute nach Verhängung der Strafe, bis Mönkebude im 5:3 Überzahlspiel den Anschlusstreffer zum 5:4 erzielen konnte.

Als Fazit des Spieles kann man sagen, das die Freibeuter viel Glück hatten. Durch die vielen Strafzeiten im letzten Drittel haben sie sich selber aus dem Konzept gebracht. Ebenso kann man als Entschuldigung gelten lassen, das einige Spieler krankheitsbedingt nicht ihre ganze Spielstärke einsetzen konnten und in der zweiten Drittelpause platt waren. Positiv fielen auf Rostocker Seite Martin Doerjer und Björn Peters auf. Mönkebude hatte heute die Gelegenheit, den Freibeutern ein Bein zu stellen auf dem Weg zum Durchmarsch in der Liga. Sie hätten nur ihre Chancen in den ersten beiden Drittel nutzen müssen. Auffälligster Spieler war bei Mönkebude der 16 jährige Neuzugang Kevin Tegge vom Nachwuchs der Eisbären aus Berlin.

Tore: 1:0 05:05 Doerjer (Junge), 2:0 25:27 Rekowski (Klunkat), 3:0 29:40 Kelbel, 4:0 41:48 Kelbel (Hallaschk) 4:5 UZ, 4:1 42:46 Tegge (Weitz) 5:4 ÜZ, 4:2 46:52 Weitz (S.Siebensohn) 4:5 UZ, 5:2 48:42 Damböck (Hallaschk, Evert), 5:3 51:41 S.Siebensohn, 5:4 59:44 S.Siebensohn 5:3 ÜZ

Strafen: Rostock 12 + 20 Mönkebude 10 + 20

Frank-M. Rolfs
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