2003

 

Berlin Capitals dem Aufstieg noch ein Stück näher / Rostocker EC - Berlin Capitals 7:1 (2:0,2:0,3:1)

Viele der über tausend Zuschauer in der Rostocker Eishalle dachten bestimmt noch an den 3.11.2002 zurück, als der REC im ersten Drittel schon 4:0 führte und dann noch im Penaltyschiessen mit 5:4 das Nachsehen hatte. Soweit kam es diesmal nicht. Die Berlin Capitals entledigten sich der Aufgabe souverän und gewannen gegen den Rostocker EC mit 7:1 (2:0,2:0,3:1).

Nachdem Rostock bereits nach 30 Sekunden die erste Strafe kassiert hatte, nutzen die Berliner das Überzahlspiel und gingen in der zweiten Minute durch Geistler in Führung. Rostock agierte in der Verteidigung zu ängstlich und verhalten. Dadurch konnten die Capitals ihr Spiel aufziehen und kombinieren. Eine erneute Nachlässigkeit in der Rostocker Abwehr bestraften die Berliner in der siebten Minute umgehend mit dem 2:0 durch Florian Eichelkraut. Mitte des ersten Drittels begannen die Rostocker agressiver und schneller zu spielen aber ohne einen zählbaren Erfolg. Sowohl Masche als auch Richardt scheiterten an dem ausgezeichneten Torwart Leonhardt. In der 15. und 17. Minute sorgte der gut aufgelegte Rostocker Torwart Alexander Wenzel für Atemstillstand unter den Zuschauern, als er zwei Schüsse der Berliner spektakulär mit Mühe und Not klären konnte. Diese beiden Unsicherheiten waren die Einzigen in diesem Spiel und er konnte sich durch sehr gute Paraden weiter auszeichnen. Im zweiten Drittel spielten die Capitals weiter Eishockey aus einer anderen Liga. Rostock konnte sich zwar gelegentlich Chancen durch Kramarenko, Martin und Darowski erarbeiten, tat aber im Spiel nach vorn zu wenig. Die Berlin Capitals beherrschten das Umkehrspiel von Verteidigung auf Angriff perfekt und konnten somit durch zwei wunderbare Kombinationen die Führung auf 4:0 durch Czajka und Schertz erhöhen. Zu Beginn des letzten Drittels gabs dann eine Parallele zum Spiel im November 2002. Dimitri Kramarenko erhielt in der 42. Minute eine Matchstrafe und die Berliner erhöhten in Überzahl sofort auf 5:0. In der Folgezeit häuften sich dann die Nicklichkeiten auf beiden Seiten und beide Teams kassierten unnötige Strafen. In der 52. Minute gab es dann den ersten und leider auch letzten Torjubel auf Rostocker Seite. Verteidiger Ondrey Placek hämmerte mit einem Gewaltschuß den Puck zum Anschlusstreffer ins Berliner Netz. Nach dem Anschlusstreffer ging wieder ein Ruck durch den Rostocker EC. Die Mannschaft verschärfte das Tempo, scheiterte aber immer am Torwart Leonhardt. Die Capitals verlegten sich nun auf blitzschnelle Konter. Einer dieser Konter führte durch eine Kombination von Fadeev und Schertz zum 6:1. Kimstatsch, Tittus und Schertz scheiterten mit ihren Konter am guten Rostocker Torwart Wenzel. Ein Penalty für Berlin sorgte dann in der 58. Minute für den Endstand von 7:1.

Tore: 0:1 1:20 Geistler (Gross, Czajka) 5:4 ÜZ, 0:2 6:10 Eichelkraut (Gross, Czajka), 0:3 29:08 Czajka (Gross), 0:4 31:20 Schertz (Tittus), 0:5 42:20 Watzke (Czajka, Schertz) 5:3 ÜZ, 1:5 52:41 Placek (Martin) 4:4, 1:6 55:43 Fadeev (Schertz) 4:4, 1:7 58:01 Schertz (Penalty)

REC: Wenzel, Holzke - Thiel, Schmidt, Martin, Placek, Richardt, Rydin - Brümmer, Listewnik, Romaiskij, Benitez-Volkwein, Darowski, Masche, Benda, Ciupka, Russnak, Kramarenko

Strafen: Rostock 12+5+20 Berlin 18+10

Frank-M. Rolfs
www.Rostock-Eishockey.de

Fotos: © GROSS




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