|
Rostocker
EC mit zwei Siegen zum Saisonabschluss auf Rang sechs der Meisterrunde
Mit zwei Siegen
schaffte der Rostocker EC zum Ende der Meisterrunde der Regionalliga
einen versöhnlichen Saisonabschluss einer doch recht turbulenten
Saison. Damit belegten die Rostocker in der Endabrechnung mit 18 Punkten
aus 14 Spielen den 6. Rang. Punktgleich mit den FE Salzgitter Phantoms.
Sieger und damit das Recht zum Aufstieg in die Oberliga erworben, wurde
der KEV Hannover, der in sämtlichen der 48 Partien ungeschlagen
vom Eis ging und dabei lediglich nur zweimal im Penaltyschießen
gewann. Beeindruckend.
Für den REC endete dagegen eine Serie, die turbulenter hätte
nicht laufen können. 44 Spiele in sieben Monaten wurden absolviert,
25 Akteure kamen zum Einsatz. Verheißungsvoll begann die Saison,
Präsident Jens Hallaschk holte drei Kanadier ins Team. Das wirkte
sich aus, nach sieben Spielen führte der REC mit fünf Siegen
das Feld an. Darunter ein 12:0 gegen den Jungfüchse aus Weißwasser
und ein 20:0 gegen den EC Euregio Nordhorn. Doch drei Niederlagen in
Folge werfen den Club zurück, schwerer wiegt jedoch die plötzliche
Trennung von den drei Kanadiern Dave Stevens, Blair Meadows und Colin
Anders. "Aus finanziellen Gründen", hieß die offizielle
Begründung des Vereins, doch es kam noch dicker. Jens Hallaschk
warf mitten in der Saison die "Brocken" hin, legte sein Amt
als Präsident nieder. Ohne drei wichtige Akteure, ohne Präsident
- der REC schien stark angeschlagen. Doch die neue Vereinsführung
um Vize-Präsident Klaus Kasparek reagierte besonnen und holte Verstärkungen.
Bei der 4:5-Niederlage beim Hamburger SV wurden Jacek Darowski und Dieter
Wagner an die Küste geholt, weiterhin wurden Norman Dittmar und
Frank Richardt verpflichtet. Richardt schlug sofort ein, der dritte
Rang in der REC-internen Scorerwertung hinter Dimitri Kramarenko und
Rumid Masche belegt dies deutlich. Auch wenn sich das REC-Spiel nun
etwas stabilisierte, der nächste Paukenschlag folgte: Coach Felix
Brunschwiler wurde noch vor der Meisterrunde vom Trainergespann Wolfgang
Wünsche und Dimitri Kramarenko abgelöst. Die Trennung erfolgte
im beiderseitigem Einvernehmen, ließ der REC verlautbaren, Brunschwiler
sei zu diesem Zeitpunkt "beruflich stark eingebunden" gewesen.
In der Meisterrunde
hatte der REC zunächst dann die s.g schweren Gegner zuerst "vor
der Brust" und stand nach acht Spielen mit nur sieben Punkten am
Tabellenende da. Doch eine Leistungssteigerung brachte den Rostockern
dann doch noch einen versöhnlichen sechsten Rang in der Meisterrunde.
Die Planungen für die neue Saison sollen in den nächsten Wochen
über die Bühne gehen. Interessant werden auch die geplanten
Neuerungen in der Ligaeinteilung sein, dazu aber in Kürze mehr.
oj
|