2002  

REC mit neuem Coach zu neuen Ufern

Seit gut drei Wochen haben die Eishockey-Cracks des Rostocker EC mit dem Kanadier Douglas Kacharvich endlich einen neuen Coach. Der 54jährige hat sich in der kurzen Zeit bereits einen ersten Eindruck über sein Team machen können und ist zufrieden. Auch die Spieler bekommen durch den neuen Coach neuen Auftrieb, spüren einen neuen Geist in der Mannschaft. "Wir haben viel mehr Intensität im Training", meint Kapitän Frank Martin.
Gestern mussten die Rostocker beim ESC Erfurt antreten, am nächsten Sonntag erwarten die REC-Cracks die Jungfüchse aus Weißwasser. An die Nachwuchstruppe des Traditionsteams aus der Lausitz haben die Rostocker recht gute Erinnerungen, viermal standen sich beide Mannschaften in der letzten Saison gegenüber, nur einmal unterlagen die Rostocker. Allerdings täuschte das 12:0 von Anfang Oktober letzten Jahres doch etwas, denn im Rückspiel unterlagen die Rostocker dann überraschend mit 3:6. In der Meisterrunde hatte der REC dann erneut mehr Mühe als erwartet, siegte aber zweimal mit 4:3 nach Penalty-Schießen in Weißwasser und 6:3 im Rückspiel.

Kacharvich lebt seinen Spielern und auch den Verantwortlichen des Rostocker EC Eishockey vor. "Ich bin zwar schon seit einiger Zeit in Rostock bzw. in Warnemünde, doch gesehen habe ich von alledem noch nicht viel", meint der Coach, der im Augenblick nur für den REC und den Eishockey ... oder sollte man besser sagen für den Eishockey und den Rostocker EC lebt und arbeitet. Ist erst einmal Normalität ins Leben des Douglas Kacharvich eingezogen, kann er sich neben dem Eishockey auch um die anderen Dinge kümmern, die das Leben in und um Rostock lebenswert machen. Es sieht ganz danach aus, als ob D.K. hier heimisch werden könnte. Die Arbeit, die der altgediente Coach abliefert, ist mehr als lobenswert, mit solch einem Trainer kann in Rostock etwas bewegt werden.

(oj)

Rostocker EC mit spielfreiem Wochenende


Nach zwei Siegen in Folge haben die Spieler des Rostocker EC an diesem Wochenende spielfrei. Erst am nächsten Samstag müssen der Regionalligist beim ESC Erfurt antreten. Nach den ersten vier Spielen rangiert der REC auf dem vierten Rang, kann sieben Punkte auf der Haben-Seite verbuchen. Nach den ersten beiden Niederlagen gegen den ESC Halle (2:5) und die Eisbären Juniors Berlin (7:8 nach Penalty-Schießen) kamen die Jungs von Neu-Trainer Douglas Kacharvich zu zwei recht leichten Siegen. Das 12:2 gegen den EHV Schönheide und das 8:1 bei FASS Berlin rückte das Kräfteverhältnis in der neuorganisierten Regionalliga Ost wieder gerade. Der Mini-Fehlstart ist abgehakt, jetzt kann die Mannschaft wieder befreiter aufspielen.

Die REC-Verantwortlichen zogen die Konsequenzen aus den beiden Auftaktniederlagen und entbanden Dimitri Kramarenko von der Aufgabe des Spielertrainers. Seit dem FASS-Spiel agiert Douglas Kacharvich an der Bande der Rostocker, so das Kramarenko sich fortan wieder ganz auf das Eishockey-Spielen konzentrieren kann. "Es hat überhaupt nichts mit `Dimis` Arbeit als Spielertrainer zu tun und niemand will seinen Können bestreiten. Aber es ist schon wichtig, das wir wieder einen Trainer haben", freut sich Kapitän Frank Martin. Und das der 54jährige Kanadier Kacharvich sein Handwerk versteht, spüren auch die Spieler. Der Coach ist über die gesamte Zeit mit auf dem Eis, rennt von einem Tor zum anderen und vermittelt den Spielern das, was er unter Eishockey versteht. "Wir haben viel mehr Intensität im Training", meint Frank Martin und fügt hinzu: "Er bringt uns endlich ein system bei, denn vorher hatten wir so was nicht."

Das geht natürlich nicht von heut auf morgen, erste recht nicht, wenn die Mannschaft nur zweimal in der Woche auf dem Eis ist. "Dafür brauchen wir gut einen Monat", schätzt der freundliche Kanadier die Lage ein und ist von seinem neuen Team sehr angetan. "Die Jungs machen einen guten Eindruck, sind mit Eifer bei der Sache", freut sich Kacharvich über das Spielermaterial. Ob er an diesem spielfreien Wochenende die Zeit nutzt und ein zusätzliches Training auf dem Eis ansetzt, lautet die Frage. "Oh nein, das ist gar nicht möglich. Jeder ist nun gefordert, sich mental auf das Spiel und den Gegner einzustellen", meint der Coach. Das sind allerdings Dinge, die es so in dieser Form noch nicht in Rostock gegeben hat und auch für die Spieler Neuland sind. "Stell Dir einen Top-Spieler aus der NHL vor und versuche ihm nachzueifern", beschreibt er eine "Trainingseinheit", die zu Hause auf der Couch stattfinden könnte. Man spürt förmlich den Ehrgeiz des D.K., das er etwas in Rostock bewegen will. Gut möglich, das er damit Erfolg hat und die Rostocker zu neuen Ufern führt.

(oj)