Ringen, 2. Bundesliga Nord, KG Küstenringer Mecklenburg-Vorpommern gegen KAV Mansfelder Land 14 : 19 Sebastian Nowak siegte auf Schultern
Am vergangenen Sonnabend empfing die KG Küstenringer M-V, in Evershagen
in der Sporthalle am Kranichweg, in der 2. Ringer-Bundesliga Staffel
Nord den KAV Mansfelder Land. Trotz deutlicher Steigerung zur Vorwoche,
reichte es noch nicht zum ersten Punkt.
Im Auftaktmatch siegte Alexander Frey, erneut im freien Stil, diesmal
glatt nach Punkten gegen den deutlich älteren Stefan Müller, den er zu
jeder Zeit beherrschte. Im Superschwergewicht kam es dann zu einem Duell
zweier „alter“ bekannter, nicht nur dass sie beide einige Jahre in
Luckenwalde zusammen trainiert hatten, sondern beide waren auch die
erfahrensten Aktiven ihrer Teams, denn beide sind schon über 30 Jahre
alt. Auf der Matte merkte man davon nichts, denn beide schienen gut
trainiert und standen sicher. Thomas konnte jedoch seinen
Gewichtsvorteil nicht nutzen, denn im Gegensatz zu seinem Kontrahenten
ist er im freien Stil zu Hause. Alle 3 Runden gingen durch Hilfspunkt an
den Gast, wodurch der Kampf mit 0 : 1 an Meißner ging. Von der
Konstellation der Stilart ging es dann Christian Nützmann genauso wie
Thomas, doch ihm gelang es, wie im ersten Kampf „Alex“, gegen Felix
Schulze das Geschehen zu bestimmen. Sicher siegte er in allen drei
Runden und baute damit die Gastgeberführung auf 6 : 1 aus.
Noch in der Vorwoche hatte der Torgelower Stefan Rengert im
Superschwergewicht Sebastian Lönnborn vertreten, doch da Thomas Tonn
diese Woche zur Verfügung stand, besetzte Stefan im freien Stil das
Schwergewicht. Dafür musste er 8 Kilo abnehmen und Stefan schaffte dies
mit Punktlandung, diese Leistung war schon aller Ehren wert. Im Kampf
dann gegen den sehr erfahrenen Robert Fuchs, hatte er keine Chance den
zu der verständlichen körperlichen Schwäche kam noch hinzu, dass Stefan
als griechisch-römisch Spezialist in der Hinrunde nun im freien Stil
antreten muss, er unterlag auf Schultern. Erneut einen Superkampf
lieferte Steffen Lübke. Er stand gegen den mehrfachen deutschen Meister
Enrico Berg auf der Matte und kämpfte wieder sehr sicher. In der ersten
Runde wertete die junge Mattenleiterin Jenny Gremmelmeier aus Ladenburg
eine etwas unübersichtliche Situation noch mit 1:1 und letzter Wertung
für Berg, wodurch dieser die Runde gewann. Steffen ließ sich davon nicht
aus der Ruhe bringen und drehte nach dem sichern Gewinn der Runden 2 und
3 in der vierten Runde den Spieß um. Damit lagen die Norddeutschen zur
Pause mit 9 : 6 in Führung.
Erik Regling erwischte gegen Andreas Bering einen super Start und gewann
die erste Runde, doch mit zunehmender Kampfdauer wendete sich das Blatt,
Bering punktete ein ums andere Mal und siegte folgerichtig mit 3 : 1
Runden. Der zweite Torgelower, Evgenij Titovski zeigte sich deutlich
verbessert gegenüber der Vorwoche, doch hatte er es mit Arne Brömme, mit
einem sehr erfahrenen Kämpfer zu tun, der nicht nur 12 Jahre älter ist
als Evgenij, sondern auch schon viele Medaillen bei Deutschen
Meisterschaften errungen hat. Brömme machte nur soviel wie nötig und
gewann alle 3 Runden mit 1:0, allerdings mit jeweils einer technischen
Wertung, so dass er nicht wie sein „superschwerer“ Mannschaftskamerad
nur mit 1 : 0, sondern mit 3 : 0 gewann und damit die Führung wechselte.
Jan Friedl stand mit Norman Pickut ein weiterer Luckenwalder gegenüber,
der noch im vergangenen Jahr im Erstligateam der Brandenburger stand und
erst zu dieser Saison nach Eisleben gewechselt ist. Trotz großer
Gegenwehr konnte Jan den technisch überlegenen Punktsieg von Pickut
nicht verhindern.
Sebastian Nowak hatte in der Vorwoche noch im Mittelgewicht gekämpft und
war dort auf Grund seiner gewichtsmäßigen Unterlegenheit nicht zum Zuge
gekommen, anders am Sonnabend. Nachdem er bereits die ersten beiden
Runden gegen Christian Bröschke gewonnen hatte, gelang ihm in Runde 3
sogar ein Schultersieg, Klasse Sebastian. Der Greifswalder Peter Groß
stand dann im letzten Kampf Lars Levermann gegenüber, dem vierten im
Gästeteam, der einst in Luckenwalde das Ringen erlernt hatte. Peter ließ
im Stand keine Wertung zu, musste dann aber in der Bodenrunde die
Wertungen gegen Levermann abgeben und unterlag nach Punkten.
„Heute war eine deutliche Steigerung in der Mannschaft zu sehen. Die
Umstellung einiger Gewichtsklassen machte sich auch positiv bemerkbar.
Wenn es uns gelingt diese Kampfesweise und den Biss in die weitere
Saison mitzunehmen, werden wir sicher die Klasse halten und im vorderen
Mittelfeld mitringen können.“ Meinte Trainer Steffen Lübke nach der
Partie.
Ralf Lenz
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