Alexander Grebensikov holt Ringergold in Dortmund
Foto: Uwe Bremer

Ringertalent Alexander Grebensikov vom SAV Torgelow hat für Mecklenburg-Vorpommern bei den Deutschen Meisterschaften der Jugend A die Goldmedaille in der 54 kg-Klasse gewonnen. Damit hat der 16 jährige Ausnahmeathlet bereits seinen 6. nationalen Meistertitel in seiner jungen Laufbahn gewonnen. In seinen 5 Vorkämpfen setzte sich Grebensikov jeweils vorzeitig durch und auch Marvin Riedel aus Bayern mußte im Finalkampf eine schnelle und schmerzliche Niederlage hinnehmen. Dabei dauerte die erste Runde gerade mal 13 Sekunden als er von Alex mit einer fünfer Wertung in die Ecke geschickt wurde und auch Runde 2 wurde mit dieser Höchstwertung vorzeitig beendet. Grebensikov war zwar einziger Starter für M-V aber dafür auch der bester Techniker aller 158 Starter aus dem Bundesgebiet. Für den kleinen Fachverband aus dem Nordosten damit Medaille Nummer 4 bei den laufenden Titelkämpfen, Angelina Schmidt bei der weiblichen Jugend und Dennis Langner bei den Männern Freistil und griechisch-römsich waren jeweils mit Silber erfolgreich.

Ringerverband Mecklenburg-Vorpommern
Präsident/Pressereferent: Uwe Bremer

 

 

Dennis Langner erringt Silber

Im Finale denkbar knapp Marcel Ewald vom SVWeingarten unterlegen: „Das hätte genauso andersherum ausgehen können“

ROSTOCK/BENNINGEN Dennis Langner (PSV Rostock) hat bei den Deutschen Meisterschaften der Freistilringer in Benningen am Neckar eine erfreuliche Silbermedaille erkämpft. In der Gewichtsklasse 60 kg schaltete der gebürtige Schweriner zunächst Philipp Herzog (Luckenwalde) mit 6:0 und 5:0 aus: „Das war ein Befreiungsschlag für den Kopf.“ Alsdann setzte er sich gegen den nach Krankheit geschwächten Timur Seidel aus dem hessischen Seeheim praktisch kampflos durch (Wertung nach fünf Sekunden, Seidel gab absprachegemäß auf ).

Im Halbfinale den Titelverteidiger entthront

Im Halbfinale stand Dennis dem Titelverteidiger Yashar Jamali (TV Aachen-Walheim) gegenüber. „Ich war bei keinem auf der Liste, er hat mich auch unterschätzt“, kommentierte der 23-Jährige seinen Erfolg. Nach 4:0 und 0:1 lag Langner auch in der entscheidenden dritten Runde 0:1 zurück, machte aber kurz vor Kampfende die letzteWertung – 1:1, insgesamt 2:1, der Vorjahresmeister war entthront!

Ebenfalls über die volle Zeit und genauso eng gestaltete sich das Duell um Gold, in demsichMarcel Ewald vomSV Weingarten 0:1, 1:0, 1:0 durchsetzte. „Wenn ich total auf den Sack gekriegt hätte, wäre ich mit der Silbermedaille zufrieden gewesen. So ärgere ich mich natürlich ein bisschen, denn es war ein knappes Ding, das genauso andersherum hätte ausgehen können. Aber es ist meine bisher beste Leistung bei den Männern gewesen“, so Dennis. An diesemWochenende startet Langner auch bei den Griechisch-Römisch- Meisterschaften in Kirrlach (Landkreis Karlsruhe/ebenfalls Baden-Württemberg). Martin Buhz steht ihm dort als Trainer zur Seite. Der Abteilungsleiter war der zweite Starter des PSV in Benningen. Sieben Kilo hatte er abgerissen, um in der 66-kg-Kategorie antreten zu können. Zum Auftakt gewann der 32-Jährige gegen den Nürnberger Mario Besold, musste sich anschließend aber dem starken Simon Pilzweger beugen. Wäre der eine Runde weitergekommen, hätte Buhz um Bronze weiterringen können. Doch den Gefallen tat ihm der Mann vom SC Großostheim leider nicht…

bjar

Dennis Langner holt erneut Silber

Im Finale führt der PSV-Ringer seinen Gegner Trageser in der ersten Runde vor,
doch „ihn zu schlagen wäre eine Sensation gewesen“

ROSTOCK Nach Freistil-Silber hat 60-kg-Ringer Dennis Langner vom PSV Rostock nur eineWoche später auch bei den Deutschen Griechisch-Römisch-Meisterschaften in Waghäusel/Kirrlach (Landkreis Karlsruhe) Edelmetall erobert: Nach vier Siegen musste er sich lediglich im Finale Bengt Trageser (RWG Mömbris/Königshofen) 6:0, 0:1, 0:1 knapp geschlagen geben und wurde abermals glänzender Zweiter! Eine Woche nachdem er sich eindrucksvoll vor den Augen von Freistil-Bundestrainer Alexander Leipold für die Europameisterschaft 2011 in Dortmund beworben hatte, überzeugte Langner auch im Titelkampf der „Klassiker“, den er eigentlich nur als Zugabe wahrnahm.Martin Buhz, Abteilungsleiter Ringen des PSV, der den 23-Jährigen als Trainer nach Nordbaden begleitet hatte: „Ich bin vollkommen zufrieden. Er hat das durchgezogen, was er kann, beherrschte bis ins Finale die Gegner und war auch konditionell richtig gut drauf. Zur Belohnung, habe ich ihm gesagt, braucht er zurück nicht zu fahren, kann er sich im Auto ausruhen.“ Wie bereits in seiner Spezialdisziplin (1:0, 0:1, 0:1 gegen den Weingartener Marcel Ewald) hatte Dennis Langner auch gestern sogar schon eine Hand an der Goldmedaille, ührte Trageser in der ersten Runde richtig vor, doch dann war er einfach nicht mit dem Glück im Bunde. Der zweite Abschnitt ging 0:0 aus, derMecklenburgerwar dannObermann, kriegte denGegner aber nicht gedreht – 0:1. Im entscheidenden Durchgang wollte Dennis einen Angriff des Unterfranken abwehren, geriet beim Wegdrehenmit demFuß über die äußere Zone der Matte – auch 0:1. Das war dumm gelaufen, doch Langner nahm's gelassen: „Echt cool, hat Spaß gemacht! Eigentlich wollte ich ja nur gucken, was geht, habe mich aber immer mehr reingesteigert. Das Finale war wieder so ein knappes Ding. Ich denke, in der ersten Runde habe ich alle ins Staunen gebracht. Doch Bengt Trageser ist im Gegensatz zu mir ein richtigerGreco-Mann. Ihn zu schlagenwäre eine Sensationgewesen.“


Dennis Langner besiegte Dennis Nowka (Luckenwalde) 6:0/4:0, Brian Tewes (Potsdam) 5:0/6:0 und den späteren BronzemedaillengewinnerWladimir Berenhardt (Mainz) 0:1/1:0/1:0 sowie im Halbfinale LukasWagner (Heusweiler) 5:0/6:0. Im Finale unterlag der Rostocker Bengt Trageser (Mömbris) denkbar knapp mit 6:0/0:1/0:1.

Peter Richter
nnn-Sport (Mit freundlicher Genehmigung)


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