Nasenbären-Spielberichte 2010

Inline-Skaterhockey – Erste Bundesliga Nord

Bissendorfer Panther - Rostocker Nasenbären 18:3 (8:1, 5:0, 5:2)

Beim Spitzenreiter auf verlorenem Posten

WENDEMARK. Es kam, wie fast befürchtet. Die Rostocker Nasenbären verloren vor rund 250 Zuschauer ihre vorletzte Partie in der ersten Bundesliga Nord im Inline-Skaterhockey. Beim Tabellenführer und ersten Anwärter auf die deutsche Meisterschaft Bissendorfer Panther gingen die Ostseestädter mit 3:18 (1:8, 0:5, 2:5) unter. „Wir haben uns zwar nie aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft, aber nur acht Akteure auf unserer Seite und ein komplettes Bissendorfer Team mit drei Reihe, das macht schon diesen Unterschied“, so Nasenbären-Kapitän Christian Herrmann. „Zu allem Unglück musste auch noch unseren handverletzten Stammtorhüter Felix Thomas passen.“ Die Gäste aus Rostock verzichteten angesichts der mehr als 25 Grad in der Halle auf die vollständige Erwärmung. Doch dieser Akt des Kräftesparens brachte nichts ein. Schon nach dem ersten Drittel war mit der 8:1-Führung für die Gastgeber der Kuchen gegessen. Bissendorf führte schon 7:0, eher die Nasenbären durch Jörn Rydin nach Vorlage von Christian Herrmann den ersten Treffer erzielten. Der spielerische Klasse des Spitzenreiters, der in seinem Verein von den Bambinis bis zu den Grauen Panthern acht Mannschaften hat, war von den Nasenbären nichts entgegenzusetzen. So konnten die Gäste im zweiten Spielabschnitt keinen weiteren Treffer bejubeln, eher dann Christian Ciupka Mitte des dritten Drittels nach Vorarbeit von Christopher Gundlach das 2:15 und nochmals Jörn Rydin im Zusammenwirken mit Christian Herrmann auf 3:18 etwas verkürzten. Das beifallfreudige Publikum des Kontrahenten honorierten das Bemühen und die Moral der Rostocker, die bis zum Schlusssignal kämpften und um ein besseres Ergebnis bemüht waren. Aber wer im Verlaufe der Saison 25 Akteure aufbietet, in acht von zehn Auswärtsspielen aber immer nur mit acht oder neun Spielern antritt, kann nur das Schlusslicht sein. Schon eine oftmals bessere personelle Situation hätte den Abstieg vielleicht verhindern können. Hier muss sich bei den Rostocker Nasenbären in Zukunft einiges ändern, will man wieder in die höchste Spielklasse zurück. Zunächst steht aber am Samstag (19.00 Uhr Sporthalle Bertha-von-Suttner-Ring in Toitenwinkel) noch der Saisonabschluss mit dem Heimspiel gegen die HIGHLANDER Lüdenscheid. Hoffentlich wird es für die treuen Fans ein versöhnlicher. Dann muss man sehen, wie aus Masse auch Klasse wird. Die Bissendorfer Panther haben in der Pressekonferenz nach dem Spiel versprochen, dass sie den Rostocker Nasenbären auf den Weg zu mehr Professionalität helfen wollen. „Nicht uneigennützig“, meinte Panther-Trainer Jürgen Köhn, „denn wir sind immer gerne an der Ostsee zu Gast. Und auch der Stadt Rostock steht Inlineskater-Hockey gut zu Gesicht.“

Rostocker Nasenbären: Thilo Manschus – Christian Herrmann (2 Vorlage), Christopher Gundlach (1 Vorlage), Toni Walter, Felix Birkholz, Jörn Rydin (2 Tore), Christian Ciupka (1 Tor) und Torge Schwandt.

REK


© Redaktion Rostock-Sport