Handball - Vor dem Topspiel des HC Empor Rostock gegen ASV Hamm:

Simon Herold will heute „sein Tor vernageln“

HCE-Torwart Simon Herold im Gespräch, im Porträt und in Aktion. Fotos: Wolfgang Groß

Auch wenn manche sagen, dass er noch einige wichtige Bälle für Empor halten müsse, angekommen ist er schon in der Hansestadt und als Torwart bei den Zweitliga-Handballern des Rostocker Traditionsklubs. Am heutigen Nachmittag (16.30 Uhr Scandlines Arena) gegen Hamm will es Simon Herold erneut unter Beweis stellen

Seit fünf Spielen hütet Simon Herold nun schon den Kasten des HC Empor Rostock und trug mit manch starken Paraden dazu bei, dass die Mannschaft dreimal als Sieger die Fläche verlassen konnte. Obwohl Empor mit Oliver Schröder und Georg Hoene zwei junge und gute Keeper hat, ist HCE-Sportchef Holger Schneider der Meinung, dass drei Torleute für den Aufstieg in die eingleisige Liga erforderlich sind. So holte er kurzerhand den 22jährigen Keeper vom Erstligisten MT Melsungen, den er schon aus seiner Stralsunder Zeit als Trainer kannte, an die Warnowmündung. „Der neue dänische Trainer Ryan Zinglersen hatte mit Robert Lechte vom Arhus GF einen Torhüter mit nach Melsungen gebracht. Da waren meine Einsatzchancen doch eher gering“, meint der 1,93 Meter große Tormann zu seiner Ausleihe an Rostock. „Ich wurde hier gleich toll aufgenommen. Da kam mir auch entgegen, das Oli und Georg fast im gleichen Alter sind, wir sozusagen auf gleicher Wellenlänge liegen. Wir drei kämpfen um den Platz zwischen den Pfosten, ergänzen und helfen uns aber auch gegenseitig. Das spornt zusätzlich an.“ Da der Student für Management und Marketing spielen will, ist ihm auch der Wechsel von der ersten in die zweite Liga nicht schwergefallen. „Und ich liebe das Meer, den Weitblick und die Leute an der Küste“, schwärmt der junge Mann, der in Siegen geboren wurde und im Thüringer Wald aufgewachsen ist. Die Ostsee kennt er schon aus seiner Zeit bei der SG Flensburg-Handewitt (2005 bis 2007) und beim Stralsunder HV (2007 und 2008). Bevor er hier Station machte, erlernte der sympathische Schwarzschopf das Handball-ABC beim SV Heineck-Nazza und dann ab der D-Jugend im Leistungszentrum des ThSV Eisenach. Hier übersprang Simon dann auch die A-Jugend und stand als 17-jähriger schon bei den Männern des thüringischen Zweitligateams zwischen den Pfosten. Sein Erstligadebüt gab Simon Herold bei der SG Flensburg-Handewitt, als er bei Verletzungen von Jan Holpert oder Dan Beutler als ganz junger Keeper schon fünfmal das Tor hüten durfte. Mit Stralsund und Trainer Holger Schneider stieg er in die erste Liga auf, wechselte dann aber nach Melsungen. Und wo sieht der junge Mann, der später mal etwas mit Psychologie machen möchte, seine Zukunft? „Schön wäre ein richtiger Vertrag beim HC Empor. Und dies nicht nur aus meiner Liebe zum Wasser vor der Haustür. Es ist eine tolle Truppe, in der auch ich mir meine Zukunft vorstellen könnte. Wir werden sehen“, meint er kurz und wendet sich wieder seinem Tagesgeschäft zu. Und dies ist nach einem Benefizspiel in Stralsund die Vorbereitung auf das heutige Topspiel ab 16.30 Uhr in der Scandlines Arena gegen den Tabellenführer ASV Hamm. Simon Herold will da „sein Tor vernageln, damit die Punkte in Rostock bleiben“.

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