„ANWURF“ vom 22. Februar 2010 – Das Handball-Magazin des HC Empor Rostock bei rostock-sport.de für Ergebnisse unterhalb der Bundesliga: Keine gute Woche für die Mannschaften des HCE in der Regionalliga und auf Landesebene – drei Spiele, drei Niederlagen / Sieg aber für die Vierte des HCE in der Rostocker Kreisunion

Regionalliga männliche Jugend A, Abstiegsrunde
HC Empor Rostock – Lausitzer HC Cottbus 24:27 (13:15)

Empor-Nachwuchs spielt zumeist ohne Leben

Mit 9 Toren war Erik Harms (hier im Spiel gegen Schwerin) der erfolgreichste Rostocker Werfer. Aber zum Erfolg reichten diese Treffer am Ende auch nicht.
Fotos: Wolfgang Groß

ROSTOCK. Eigentlich wollten die Handballjungen der Jugend A des HC Empor Rostock die Runde gegen den Abstieg aus der Regionalliga als Chance nehmen, den direkten Klassenerhalt zu sichern. So das Ziel und auch entsprechen die Vorhagen. Doch alle Hoffnungen zerfielen schon mit dem ersten Spiel in Einzelteile, die nur schwer zu kitten sein werden. Der Empor-Nachwuchs verlor gleich seine erste Partie gegen den LHC Cottbus unnötigerweise mit 24:27 Toren. Cottbus war weder spielerisch noch körperlich eine Übermacht, aber die Gastgeber fanden nur phasenweise zu einem ordentlichen Spiel. In der meisten Zeit der 60 Minuten war kein Leben in der Truppe von Trainer Michael Wegner. Die fehlende Kommunikation in der Mannschaft führte zu großen Löchern in der Abwehr und vielen, vielen Fehlern im Vorwärtsgang. Das reichte gegen den kämpferischen Einsatz der Gäste aus der Lausitz nicht für einen Erfolg. Die Gastgeber agierten zunächst nur bis zum 7:4 (13.) ordentlich und hätten beim besseren Ausnutzen der Torchancen sogar deutlicher führen können. Doch sieben Anläufe in Folge blieben ohne Torerfolg. Cottbus ließ sich so nicht lange bitten und erzielte fünf Tore am Stück. So hatte nach dem 9:7 die Führung der Lausitzer bis zum 15:13 zur Halbzeit auch Bestand. Nach dem Seitenwechsel dann weitere zehn Minuten ohne geordnete Abwehrreihen und ohne Angriffsdruck auf Rostocker Seite. Der Rückstand wuchs so bis zum 15:21 auf sechs Treffer. Erst jetzt erwachte auch bei den Gastgebern der Kampfgeist. Dies führte nach guten Torwartparaden von Paul Sternberg innerhalb von einer knappen Viertelstunde zum 24:24 (54.). Die restlichen Zeit bis zum Schlusspfiff aber wieder Ballverluste und Fehlwürfe. So konnte Cottbus per Siebenmeter und zwei Kontertoren das Match für sich entscheiden. Bei 64 Rostocker Angriffen fanden 24 Bälle nur den Weg ins Cottbusser Tor. Diese miserable Quote reicht nicht für einen Sieg. Da der Hellersdorfer AC Berlin sein Spiel beim TSV Ellerbek mit 38:32 Toren gewann, erwächst den Rostockern neben Cottbus und Kronshagen ein weiterer Konkurrent um die zwei Plätze für den Klassenerhalt. Die Berliner sind schon am kommenden Sonnabend (16.00 Uhr) der nächste Gegner der Rostocker in einem Auswärtsspiel.

HC Empor Rostock: Jonny Hagen, Paul Sternberg – Kevin Paul 1, Christoph Köhn 3/1, Eric Harms 9/7, Philipp Mindt 4, Benjamin Holtz 5, Sebastian Zilz, Kai Küchler, Sebastian Voigt, Tobias Scheel 2 und Levin Martens.


Oberliga der Männer
Stralsunder HV - HC Empor Rostock II 34:19 (15:19)

HCE-Reservisten ohne Chance am Strelasund

STRALSUND. Nach dem Güstrower Pokalspiel in Minibesetzung musste der HC Empor Rostock II auch im Punktspiel beim Tabellenführer Stralsunder HV ohne die Anschlusskader aus dem Rostocker Zweitligateam auskommen. So war die Wiederholung des 35:31-Erfolges aus dem Hinspiel eigentlich gleich zum Scheitern verurteilt. Die HCE-Reservisten verloren mehr als deutlich mit 19:34. „Wir waren an den Strelasund gereist, um uns mit der jungen Mannschaft so gut wie möglich zu verkaufen. Außerdem wollten wir für die weitere Zukunft lernen“, war die Ansage von Rostocks Trainer Martin Hurek. Insgesamt war der Coach am Ende aber nicht zufrieden. Seiner Mannschaft fehlte die Gelassenheit und dann zum Teil auch die geforderte Disziplin, um mit der Übermacht des Spitzenreiters fertig zu werden. „Eine Niederlage war eingeplant, die aber nicht so hoch ausfallen sollte.“ Empor vergab ein besseres Resultat schon in der Anfangsviertelstunde, als man gleich mit 1:8 ins Hintertreffen geriet. Erst danach lief es bei den Gästen etwas besser. Aber durch das Auslassen mehrerer guter Möglichkeiten wurde der Abstand bis zum 9:15 zur Pause nur um ein Tor verringert. Nach dem Seitenwechsel spielten die bundesligaerfahrenen Akteure des Stralsunder HV all ihre Cleverness aus und entschieden mit dem 21:11 (41.) das Match. Eine Schadensbegrenzung gelang den Gästen nicht mehr. Empor verlor letztendlich mit 15 Toren Unterschied, bleibt aber weiter auf dem vierten Tabellenplatz.

HC Empor Rostock II: Matthias Kroeger, Georg Hoene - Clemens Palm 4, Maic Sadewasser 2, Martin Koszinski 5/2, Christian Wilczek 4, Jean Gruszka 2, Hans Schuldt 1 und Florian Glamann 1

HVMV-Pokalwettbewerb der Männer
Güstrower HV - HC Empor Rostock II 38:32 (16:14)

HC Empor II im Pokal unter den Möglichkeiten

GÜSTROW. Auch wenn der HC Empor Rostock II im Pokalspiel beim Güstrower HV nur einen Torhüter und sieben Feldspieler zur Verfügung hatten, war das Erreichen des Viertelfinales im Pokalwettbewerb des Landes durchaus möglich. Dass die Schützlinge von Trainer Martin Hurek am Ende aber durch eine 32:38-Niederlage die Segel streichen mussten, lag in erster Linie daran, dass die Rostocker in diesem Nachholspiel trotz der Minibesetzung nicht alle Möglichkeiten ausschöpften. Das HCE-Team gestaltete mit ordentlicher Deckungsarbeit die ersten 30 Minuten offen und war bis zum 14:16 zur Pause eigentlich immer auf Augenhöhe. Bei einem besseren Abschluss wäre bis zu diesem Zeitpunkt durchaus noch das eine oder andere Tor mehr drin gewesen. Nach dem Seitenwechsel zunächst ein ähnliches Bild, aber Empors Reserve kam nicht in die Vorhand. Knackpunkt in dieser Partie war dann aber eine Überzahlsituation zwischen der 45. und 49. Minute. Hier konnten die Rostocker selbst im Spiel gegen nur vier Güstrower keine Wende einleiten. Ganz das Gegenteil trat ein. Statt selbst Tore zu erzielen, wurde zu überhastet abgeschlossen und zahlreiche andere Fehler produziert. Güstrow profitierte davon und vergrößerte den Vorsprung zeitweise bis auf neun Treffer. Damit waren schon zehn Minuten vor dem Abpfiff alle Pokalmessen gesungen. Der HC Empor Rostock II kann den Bad Doberaner SV II so nicht ins Pokal-Viertelfinale begleiten.

HC Empor Rostock II: Matthias Kroeger - Clemens Palm 2, Maic Sadewasser 4, Martin Koszinski 7/2, Christian Wilczek 7, Jean Gruszka 3, Hans Schuldt 3 und Florian Glamann 6.

Rostocker Kreisunion der Männer
HC Empor Rostock IV – Schwaaner SV II 28:25 (15:9)

Spiel wurde schon vor der Pause entschieden

ROSTOCK Klaus-Dieter Wiegratz verletzt, Guido Sa0 und Sven Wegner auch. Frank Kever und weitere Akteure aus der vierten Mannschaft des HCE aus unterschiedlichen Gründen zum Spieltermin verhindert. Deshalb mussten drei Akteure aus dem Verbandsligateam in der Partie gegen den Schwaaner SV II beim noch amtierenden Kreismeister aushelfen. So reichte es trotzdem für einen sicheren 28:25-Sieg der Rostocker. Zunächst gab aber der Schwaaner SV II bis zum 4:4 den Ton an. Er ließ aber einige gute Möglichkeiten aus und konnte nach einer 3:1-Führung den Vorsprung nicht vergrößern. Das nutzten die von allen Positionen aus torgefährlicheren Gastgeber. Der HCE glich so zum 4:4 aus und zog bis zur Pause auf 15:9 weg. Das war dann auch die Grundlage für den Gesamterfolg. Die Reserve des Schwaaner SV kam zwar nochmals bis auf 24:25 (53.) heran, aber nicht vorbei. Empor IV behielt den Kopf oben und brachte den Sieg sicher nach Hause.

HC Empor Rostock IV: Bernd Schütt – Jens Gienapp 1, Andreas Meyer 3, Marco Konopka 5, Jens Niendorf 4/1, Maik Saat 1, Ralf Brinkmann 1 und Lothar Goldschmidt 11/4.

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