Handball – Zweite Bundesliga Nord der Männer
HC Empor Rostock – ASV Hamm 32:30 (12:15)

Empor mit eisernem Willen zum Sieg über Spitzenreiter

ROSTOCK. Nach dem 31:28 durch Jens Dethloff 90 Sekunden vor dem Spielende hielt es keinen der 1.000 Zuschauer in der Scandlines Arena mehr auf dem Platz. Die Handballmänner des HC Empor standen kurz vor dem ersten Sieg über den ASV Hamm. Jede Aktion wurde bis zum Schlusspfiff mitgegangen. So taten das 29:31 und der Anschlusstreffer zum 30:31 durch die Gäste aus Westfalen jedem Rostocker Fan richtig weh. Die Erlösung dann Sekunden vor dem Abpfiff. Empor bekam einen Siebenmeter zugesprochen und Sasa Todosijevic verwandelte mit seinem neunten Treffer zum 32:30-Endstand. Danach nur noch Jubel auf der Fläche und den Rängen. Vor diesem Topspiel gab es noch viele Fragezeichen für die Aufstellung der Rostocker. Michal Bruna gerade am Meniskus operiert, Abwehrrecke Miroslaw Gudz weiter mit Daumenverletzung und andere Spieler angeschlagen. Doch die medizinische Abteilung des Klubs leistete ganze Arbeit. Sogar Miroslaw Gudz konnte spielen. So versuchten die Gastgeber aus einer sicheren Abwehr heraus ein ruhiges Spiel nach vorne aufzuziehen und im richtigen Moment abzuschließen. Das gelang in der Anfangsphase recht gut. Empor lies sich nicht abhängen und führte dann sogar mit 7:5 und blieb bis zum 11:10 (23.) in der Vorhand. Unmittelbar vor der Halbzeit ging die Rostocker Ordnung etwas verloren. So kam Hamm in die Vorhand und zur 15:12-Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel dann wieder der bessere Start der Emporianer, die mit 18:17 (37.) wieder in Führung gingen und bis zum 27:27 (53.) mit dem Tabellenführer ständig auf Augenhöhe spielten. Danach eine gewisse Vorentscheidung, als Robert Runge und zweimal Torben Ehlers zum 30:28 (57.) vorlegten und sich die Rostocker in den drei Schlussminuten nicht mehr die Butter vom Brot nehmen ließen. Auch eine komplette Manndeckung gegen die Gastgeber half dem ASV Hamm zum Schluss nicht mehr. Überragend im Spiel des HCE die beiden Rostocker Torhüter Oliver Schröder und Simon Herold, die ihren mit letztem Einsatz kämpfenden Vorderleuten den Rücken stärkten und auch insgesamt drei Siebenmeter der Gäste entschärften. In der Offensive hatte Empor sechs Vollstrecker, wobei Sasa Todosijevic mit 9 Toren und Sven Thormann mit 8 Treffer auf Rostocker Seite herausragten. Der HC Empor festigte mit 25:19 Punkten vorerst den achten Tabellenplatz und ist in Reichweite des Saisonziels, das da Platz 3bis 6 lautet.

HC Empor Rostock: Oliver Schröder, Simon Herold, Georg Hoene – René Gruszka 2, Torben Ehlers 4, Miroslaw Gudz, Sasa Todosijevic 9/3, Jens Dethloff 5, Sven Thormann 8, Robert Runge 4, Florian Zemlin, Michael Köhler, Michael Höwt und Maic Sadewasser.

Kurzer Spielfilm
: 0:1, 2:1, 3:3, 5:5, 7:5, 9:7, 11:9, 11:12, 12:15, 14:16, 18:17, 20:20, 23:23, 25:25, 27:26, 29:27, 30:28, 31:29, 32:30.

Siebenmeter
: Rostock 3/3 / Hamm 5/8

Zeitstrafen
: Rostock 8 Minuten / Edewecht 4 Minuten

Schiedsrichter
: Martin Thöne / Marijo Zupanovic (beide Berlin)

Zuschauer
: 953 in der Scandlines Arena in Rostock

 

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©  Redaktion Rostock-Sport