Auch der Nachwuchs steht voll in der Saisonvorbereitung Waldläufe, Strandtraining und erste Testspiele
ROSTOCK. Obwohl der Schulbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern nach den Sommerferien erst ab Montag begann, waren schon viele Nachwuchshandballer in die Saisonvorbereitung gestartet. So auch beim Rostocker HC. Neben dem Regionalligateam der weiblichen Jugend A unter der Hauptleitung des Trainers Frank Töllner drehen auch schon die Mädchen der Jugend C und D ihre Runden. Hier gibt Nachwuchschefin Bärbel Kordt das Kommando. Arbeitsbedingt kann Brigit Polkehn als Verantwortliche der C-Mädchen nicht bei jeder Trainingseinheit vor Ort sein. So ist hier Betreuer Olaf Meyer der Ansprechpartner. Vorerst stehen für die RHC-Mädchen Übungen für die körperliche Fitness auf dem Programm. Ausdauerläufe, Sprits und alle Arten von Kraftübungen bestimmen das Programm. Während die A-Jugend des Rostocker HC, in der gesundheitliche Probleme Ann-Kathrin Ebinger zum Laufbahnende zwingen und Louisa Düsing von SG Seehausen aus Sachsen-Anhalt neu im Kader ist, mit dem Ziel in die Saison geht, eine Platz in den angedachten überregionalen Klassen zu halten, wollen sich die Mädchen C und D gegenüber der vergangenen Saison steigern. Die neue weibliche Jugend C, die vor Ort in Lichtenhagen im Trainingslager war, will im Sechserfeld der Jugendoberliga eine gute Rolle spielen und den vermeintlichen Favoriten hier und da einen Punkt (oder auch zwei) abnehmen. Als Vorjahressiebenter in der Kreisunion wollen die Mädchen der neuen Jugend D diese Position unbedingt verbessern. Es gibt nicht wenige, die dem Team von Trainerin Bärbel Kordt sogar eine Medaille zutrauen. Bis dahin wird aber noch fleißig trainiert.
Durch harte Trainingsarbeit wollen die Mädchen der Jugend A, C und D ihre le3istungssportlichen Ziele verwirklichen, die in die Aufnahme bei den Rostock Dolphins münden sollen. Foto: RHC / Olaf Meyer
Mädchen B des SVW mit Sieg und Niederlage in Testspielen
Dies tun seit drei Wochen auch schon die Mädchen der Jugend B des SV Warnemünde. Mit einem Ausdauertest über 60 Minuten mussten die Mädchen von Trainer Torsten Römer erst einmal nachweisen, dass sie ihre „Hausaufgaben“ über die Ferien gemacht haben. Auf dem Programm standen neben Waldläufen auch schon ein Strandtraining mit Dünenläufe, Kurzsprints mit und ohne Medizinball sowie Kraftübungen aller Art. Da viele Blicke der Urlauber auf die Mädchen gerichtet waren, zogen alle fast bis zur Erschöpfung mit. Mittlerweile sah das B-Jugend-Team des SVW auch schon sein Spielgerät, denn erste Trainingsspiele wurden absolviert. Gegen die eigenen Frauen des SV Warnemünde II wurde mit 25:21 Toren gewonnen, gegen die erste Mannschaft der Ostseestädterinnen mit 14:31 verloren. Höhepunkt der Vorbereitung wird das starkbesetzte Turnier dieser Altersklasse zum Warnemünde-Cup sein. Die neue Meisterschaft für den Vierten des Vorjahres beginnt am 11. September in der Jugendoberliga des Landes mit der Partie bei der TSG Wismar. In dieser Saison wollen die Ostseestädterinnen unbedingt eine Medaille.
Vorbereitung für die Ostsee-Spree-Oberliga der Damen: Rostocker HC II Nur Turnierplatz 7 und trotzdem zufrieden
NEUBRANDENBURG. Die Handballdamen des Rostocker Oberligateams RHC II lieferten beim Känguru-Cup in der Vier-Tore-Stadt eine ordentliche Leistung ab. „Wir haben hier fast nur gegen höherklassige Mannschaften gespielt. Da war es natürlich schwer, immer mitzuhalten. Aber insgesamt ist es uns durchaus gelungen“, zeigte sich RHC-Trainer Norbert Werth nicht unzufrieden. So spielte der Rostocker HC II in der Vorrunde zunächst gegen den Berliner TSC (19:27) und die TSG Wismar (19:23). In beiden Partien hielten die Rostockerinnen lange mit, vergaben aber besonders gegen den Zweiligisten Wismar viele gute Möglichkeiten, die für ein besseres Endresultat gereicht hätten. Etwas mehr als das 15:22 hatte man sich im Vorfeld auch gegen den HC Rödertal aus der Mitteldeutschen Oberliga ausgerechnet. Aber die Sächsinnen entpuppten sich am Ende als das stärkste Team des Turniers. So blieben am Sonntag „nur“ die Spiele um Platz 5 bis 8, die das Team des Trainergespanns Norbert Werth/Heike Puls mit einer ärgerlichen 17:18-Niederlage gegen Ligakonkurrent HSG ProSport24 Berlin und einem überraschend sicheren 22:17-Sieg über Drittligist Fortuna Neubrandenburg abschlossen. Platz 7 lautete so die Endplatzierung der Reserve des RHC. „Alle Spielerinnen haben richtig gut mitgezogen. Wir haben noch Schwächen in der Chancenverwertung und auch in der Kondition zum Ende eines jeden Spiels erkannt. Das werden wir in den Tage bis zum Saisonstart noch abstellen“, resümierte Trainerin Heike Puls. „Beim Warnemünde-Cup am ersten September-Wochenende wollen wir eine weitere Steigerung nachweisen. Dann sind Nicole Ohse und Lydia Giersberg auch dabei. Und hoffentlich auch unsere verletzte Keeperin Aika Schersch und Außen Sally Topp, die noch die Folgen einer OP auskurieren muss“, ergänzte Norbert Werth. Er hob noch besonders den Turniereinsatz von Anja Witt hervor, die sowohl auf dem Feld als auch im Tor richtig gut spielte. Die A-Jugendlichen Carolin Schallock und Franziska Wilcken durften in Absprache mit dem Veranstalter und den anderen Mannschaften in beiden Rostocker Teams mitwirken. Beide hatte so verhältnismäßig viele Spielanteile, die sie auch für ordentliche Leistungen nutzten.
Rostocker HC II: Susann Stutz, Anja Witt 7/1 – Julia Schümann 14, Lena Reck 11. Maria Wolf 7, Victoria Schlegel 17/8, Kerstin Rann 6, Katrin Wahl 5, Viola Regal 13, Carolin Schallock 6/1 und Franziska Wilcken 6.
Aktuelles vom Bad Doberaner SV Schweriner Tom Koop für Stephan Reinhardt
BAD DOBERAN. Auf der Suche nach Verstärkung und Ersatz für Linkshand Stephan Reinhardt, der beruflich in die Schweiz wechselte, scheint Teammanager Dieter Schmidt vom Drittligisten Bad Doberaner SV fündig geworden zu sein. Zum Trainingslager der Münsterstädter Handballer präsentierte er Tom Koop vom SV Post Schwerin. „Wir sind uns einig, der Vertrag ist unterschrieben“, so Dieter Schmidt. „Was noch fehlt ist die Freigabe durch den Verband. Da bleibe ich aber dran, zumal uns die Spielerpasse der anderen Neuzugänge vom Verband auch noch nicht zurückgeschickt wurden.“ Der gebürtige Wismaraner Tom Koop wechselte schon sehr früh zum Klub in die Landeshauptstadt und spielte dort zuletzt vorwiegend in der zweiten Mannschaft im Leistungsbereich der Ober- und Regionalliga. Der 21-jährige kann in den vergangenen beiden Spieljahren im Zweitligateam der Schweriner Post-Mannschaft 27 Mal zum Einsatz und erzielte 15 Treffer. Gut für DSV-Trainer Lothar Goldschmidt, der vom Neuzugang bei einigen Trainingseinheiten einen guten Eindruck hinterlies, ist auch die Tatsache, dass er den 1,84 Meter großen Linkshänder sowohl über die rechte Außenbahn als auch auf der rechten Aufbauseite einsetzen kann. Ob er am kommenden Sonnabend beim DSV-Cup schon zum Einsatz kommt, bleibt abzuwarten.
Neu bei den Drittliga-Handballern des Bad Doberaner SV: Linkshand Tom Koop.
Foto: Archiv /SVPS
Handball-Cup des Bad Doberaner SV Samstag in der Stadthalle Handball pur
BAD DOBERAN. Nach langer Zeit wird eine gute alte Doberaner Tradition wiederbelebt. Was vor der Wende das beliebte Pfingstturnier der Münsterstädter Handballmänner war, wird jetzt vielleicht mit dem DSV-Cup, der am Samstag seine Premiere hat, fortgesetzt. Unmittelbar vor dem Saisonstart in die neue dritte Liga gibt es zwischen 9.00 und 19.00 Uhr Handball pur in der Stadthalle. Dazu hat sich das DSV-Team ein starkes Teilnehmerfeld eingeladen. Aus der Oberliga Hamburg-Schleswig-Holstein kommt mit dem TSV Ellerbek ein aus Regionalligazeiten bekanntes Team. Regionalligaabsteiger sind auch Fortuna Neubrandenburg und Post Schwerin II (jetzt mit dem Vellahner SV zusammen als Mecklenburger HC). Beide versuchen in der neuen Saison in der Ostsee-Spree-Oberliga ihr Glück. Ergänzt wird das Sechserfeld durch den TSV Bützow und den Ribnitzer HV aus der neuen Mecklenburg-Vorpommern-Liga. Bis auf den muskelverletzten Keeper Sebastian Prothmann können die Gastgeber vermutlich in Bestbesetzung antreten. Dabei sind auch die Zweitspielrechtler Georg Hoene und Florian Zemlin vom HC Empor Rostock. Der Bad Doberaner SV spielt um 9.00 Uhr (Ribnitz), 11.40 Uhr (Neubrandenburg), 13.00 Uhr (Bützow), 15.40 Uhr (MHC) und 17.00 Uhr (Ellerbek).
Schwaaner Provinzial-Cup Sieben Mannschaften in Schwaan dabei
SCHWAAN. Der letzte August-Sonnabend steht bei den Schwaaner Handballfans schon seit etlichen Jahren im Kalender. Dann geht von 12.30 bis 19.30 Uhr ein Sieben-Stunden-Programm mit feiner Handballkost in der BeKe-Halle über die Bühne. Zum diesjährigen Provinzial-Cup haben sich die Schwaaner Handballmänner starke Gegnerschaft eingeladen. Allen voran die Spitzenteams BSV 93 Magdeburg aus der Sachsen-Anhalt-Liga, HSV Grimmen und HC Empor Rostock II, beide aus der Mecklenburg-Vorpommern-Liga. Hinzu kommen noch der ATSV Stockelsdorf (Landesliga Schleswig-Holstein) sowie der Bad Doberaner SV II und der VfL Blau-Weiß Neukloster (beide Verbandsliga MV). Zunächst wird eine Vorrunde in zwei Staffeln ausgetragen. Hier haben sich die Schwaaner Gastgeber mit Neukloster, Empor II und Magdeburg auseinander zu setzen. Ab 17.00 Uhr erfolgen dann entsprechend der Platzierungen in der Vorrunde die Finalspiele und gegen 19.00 Uhr die Siegerehrung. „Ich bin mir sicher, dass es für Spieler und Zuschauer ein kurzweiliges Turnier wird. Für alle ist es ein letzter Test vor der neuen Meisterschaftsrunde“, meint SSV-Trainer Detlef Vogt vor dem ersten Anpfiff, der am Samstag um 13.00 Uhr erfolgt.
Warnemünde-Cup 2010 aktuell Erstes Cup-Finale mit 29 Mannschaften
WARNEMÜNDE. Traditionsgemäß beginnt am letzten August-Wochenende seit 26 Jahren das Finale der Warnemünde-Cup im Handball. Dabei wird das Turnier als größtes im Nordosten nochmals seinen Ruf gerecht. Auch wenn die Spiele der weiblichen Jugend A, hier hatten nur drei Mannschaften gemeldet, ersatzlos gestrichen werden mussten, sind am Sonnabend und Sonntag insgesamt 29 Teams aus acht Bundesländer auf fünf Handballflächen im Nordwesten der Hansstadt unterwegs. „Mit diesen Mannschaften sind mehr als 300 aktive Spielerinnen und Spieler bei uns angemeldet. Noch größer ist die Zahl der mitreisenden Sporttouristen. Also wieder viel Arbeit“, meint Cup-Manager Klaus Boos vom veranstaltenden SV Warnemünde. Kurzfristig musste auch der Plan der männlichen Jugend A umgestellt werden, da der HC Empor hier zurückzog. So bleiben in dieser Altersklasse sieben Vertretungen, die jetzt jeder gegen jeden spielen. Jedes Team wird so 180 Spielminuten richtig gefordert. Gespielt wird jeweils ab 9.00 Uhr am Samstag in der Sporthalle Gerüstbauerring in Groß Klein und am Sonntag in der Fiete-Reeder-Halle in Marienehe. Die sieben Mannschaften sind so ausgeglichen, dass ein Sieger schwer vorausgesagt werden kann. Bei der jüngeren männlichen Jugend B sind 12 Teams dabei, darunter mit dem LHC Cottbus, dem SV Post Schwerin, den Füchsen aus Berlin, dem ATSV Stockelsdorf und dem HC Empor Rostock gleich mehrere Mannschaften, die sich Chancen auf den Turniersieg ausrechnen. Die Vorrundenspiele werden am Sonnabend ab 9.30 Uhr in der Sporthalle Kopenhagener Straße ausgetragen, die Zwischenrunden- und Finalspiele dann am Sonntag ab 9.00 Uhr ebenfalls in der Fiete-Reeder-Halle. Hier finden am Sonnabend ab 9.30 Uhr auch die Gruppenvergleiche der Mädchen B statt. Zehn Mannschaften bewerben sich um den Turniersieg, wobei der gastgebende SV Warnemünde ein ernstes Wort um die Vergabe des Goldpokals mitreden will. Aber Potsdam, Meißen, eine jüngere Auswahl des Landes Sachsen, Henstedt-Ulzburg, Wismar, Schwedt und Neubrandenburg werden sicher nicht kampflos das Feld räumen. Auch bei der weiblichen Jugend B wird das Turnier dann am Sonntag über Halbfinale und Endspiele bis gegen 15.00 Uhr in der altehrwürdigen Sporthalle in Marienehe entschieden. Dem ersten Cup-Finale 2010 mit 29 Mannschaften folgt eine Woche später der Höhepunkt mit den Turnieren der Damen und Herren.
MV-Liga Männer, Ribnitzer HV in der Vorbereitung Handballer am Ribnitzer Bodden mausern sich
RIBNITZ. Man traut seinen Augen kaum bei einem Blick auf die derzeitige Mannschaftsliste der Handballer des Ribnitzer HV. Nach dem Aufstieg in die neue Mecklenburg-Vorpommern-Liga (MVL) hat RHV-Trainer Detlef Lankowski 20 Spieler in der Vorbereitung auf die Meisterschaftsspiele in der höheren Klasse. Immer mehr mausern sich die Boddenstädter, stehen doch in der Saison 2010/2011 schon neun Mannschaften im Spielbetrieb, davon neben den ersten Männern auch die männliche Jugend B und C unter der Federführung des früheren Empor-Trainer Martin Hurek auf Landesebene. Für die Ribnitzer ist es zunächst erst einmal das Ziel die Klasse zu halten. Vielleicht etwas tiefgestapelt, denn mit den beiden Warnemündern Vollstreckern Michael Jacobsen (141 Oberligatore) und Peter Wüstemann (142) sowie Michael Stockhaus (82) aus Matzlow-Garwitz wechselten erfahrene und profilierte Oberliga-Spieler an die Recknitz. Hinzu kommt Nachwuchstalent Sebastian Zilz, der von der A-Jugend des HCE wieder zu seinem alten Verein zurückkehrt. „Mit den Neuzugängen haben wir uns sicher verstärkt. Aber das ist noch keine Garantie, um vorne mitzuspielen. Die Mehrzahl unserer Akteure muss sich erst an die Bedingungen in der höheren Spielklasse gewöhnen. Außerdem muss sich auch noch herausstellen, wie die neuen Spieler zu uns passen und wie sie schnell ins Team integriert werden können“, wiegelt der Ribnitzer Coach alle Spekulationen auf einen vorderen Tabellenplatz ab. Detlef Lankowski erwartet dort in erster Linie den TSV Bützow und auch die SG Banzkow-Leezen, die sich gut verstärken konnte. „Alle andere MVL-Vertretungen spielen wohl auf dem gleichen Level, so dass die Tagesform oft über den Ausgang eines Spiels entscheiden wird“, meint der Handball-Lehrer. Seit Anfang August stehen die Ribnitzer in der Vorbereitung. Es wird gegenwärtig dreimal pro Woche trainiert, um bis zum ersten Spiel am 11. September in eigener Halle gegen den HSV Grimmen die Kernmannschaft für die neue Meisterschaftsrunde gefunden zu haben. Hinzu kommen einige Testspiele und die Teilnahme am DSV-Cup mit mehreren höherklassigen Teams am 28. August. Außerdem steht zum Abschluss der Vorbereitung am ersten September-Wochenende für das RHV-Team noch die Teilnahme am Warnemünde-Cup an. Danach will man Klarheit über die neue Formation aus der Boddenstadt haben. Zum vorläufigem Aufgebot des Ribnitzer HV gehören Michael Wott, Thomas Heym und Tobias Kleinicke als Torleute sowie Thilo Meyer, Eric Brandt, Erik Peters, Paul Kröger, Thomas Couball, Tom Hallier, Gunnar Siemens, Tom Peisler, Sebastian Zilz, Michael Stockhaus, Michael Jacobsen, Peter Wüstemann, Stephan Voss und Stefan Gagern, wenn er nach seinem Kreuzbandriss wieder absolut fit ist, als Feldspieler. Hinter Ronny Bohnenstengel, Marten Kretschmar und Oliver Jaschke stehen aus unterschiedlichen Gründen noch Fragezeichen.