Handball – Vorbereitung der Saison 2010/2011 in der neuen dritten Liga
Gespräch mit DSV-Trainer Lothar Goldschmidt / Auch der zweite Anzug passt recht gut
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DSV-Trainer Lothar Goldschmidt ist für die neue Meisterschaftsrunde in der dritten Liga zuversichtlich.
Foto: Wolfgang Groß |
BAD DOBERAN Unmittelbar nach dem Sieg der Münsterstädter beim DSV-Cup 2010 sprach rostock-sport.de mit Trainer Lothar Goldschmidt.
Mit dem Turnier ist die Vorbereitung des Bad Doberaner SV auf die erste Saison in der neuen dritten Liga fast abgeschlossen. Haben die vier Spiele noch etwas gebracht?
Auf jedem Fall, auch wenn ich mir insgesamt etwas mehr Gegenwehr von der Konkurrenz gewünscht hätte. Aber in den insgesamt 160 Spielminuten konnten wir nochmals einiges probieren, um die Formation zu finden, die unsere Ziele dann in der Meisterschaft umsetzen kann. Dabei habe ich festgestellt, dass es bei uns durch Auswechslungen und Umstellungen keinen Bruch im Spiel gab. Wie sagt man, der erste Anzug passt. Und auch der zweite sitzt nicht schlecht. Das Niveau muss für die Spiele in der neuen Liga gehalten und weiter verbessert werden.
Welche konkreten Erkenntnisse ergeben sich aus der recht langen Vorbereitung?
Erst einmal muss ich feststellen, dass alle Spieler in den Wochen der Vorbereitung voll mitzogen und jetzt richtig heiß auf den Punktspielstart sind. Unser Spiel wird auch weiterhin von einer starken Abwehrarbeit bestimmt. Vor den drei richtig guten Torleuten steht eine Deckung unter Führung von Routinier Stefan Strack, die alle Varianten vom 6:0 bis zum 3:2:1 spielen kann, die aggressiv und beweglich auf Ballgewinne aus ist und das Umkehrspiel gut beherrscht.
Und wie sieht es im Vorwärtsgang aus?
Wenn ich die Vorbereitung mit den Spielen der vergangenen Saison vergleiche, dann kann ich im Angriff deutliche Fortschritte ausmachen. Wir sind auch hier variabler geworden, versuchen über alle Positionen zum erfolgreichen Abschluss zu kommen. Von Vergleich zu Vergleich ist uns das bisher immer besser gelungen. Ein Grund dafür ist auch die Tatsache, dass die Mannschaft auf allen Positionen besser besetzt ist als im letzten Regionalligajahr. Für mich gibt es deutlich mehr Alternativen, um auf schwache Momente reagieren zu können.
Kann man diese Aussagen auch mit Namen belegen?
Von den guten Torhütern haben wir mit Robert French, Sebastian Prothmann und Georg Hoene gleich drei. Neben den schon genannten Abwehrchef Stefan Strack bringen Christian Gerber und Falk Heinrich in der Deckung all ihre Erfahrung ein. Aber auch die Neuzugänge Florian Zemlin und Jan Ritzau stehen hier ihren Mann. Und vorne nimmt Maic Sadewasser immer mehr die Verantwortung für Tore aus dem Rückraum an. Ein richtiger Coup ist uns mit der kurzfristigen Verpflichtung von Linkshand Tom Koop gelungen, sowohl für die Abwehr und als auch für den Angriff.
Die Doberaner Mannschaft scheint gerüstet, wie lautet das Saisonziel?
Eindeutig Klassenerhalt. Wir wollen zum Saisonschluss unbedingt auf einen einstelligen Tabellenplatz landen. Etwa 30 bis 35 Punkte sollten reichen, um zwischen den Plätzen 5 und 9 einzukommen. Dazu benötigen wir viele Heimsiege und auch den einen oder anderen Auswärtszähler. Aber es wird schwer werden, da die Konkurrenz stark aufgerüstet hat. Da gibt es schon einige unbekannte Größen.
K. |