Handball – Regionalliga Nordost der Männer
Bad Doberaner SV – Lausitzer HC Cottbus 28:24 (14:10)
Trotz Sieg das schlechteste Heimspiel der Saison

BAD DOBERAN. Zuerst die gute Nachricht vom sonnabendlichen Heimspiel der Regionalligahandballer des Bad Doberaner SV. Die Münsterstädter gewannen gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Lausitzer HC Cottbus mit 28:24 und kletterten nach dem 19. Spieltag mit 21:19 Punkten auf den siebenten Tabellenplatz. Nicht mehr und nicht weniger. Ansonsten quittierten die Zuschauer in der Stadthalle die Leistung ihrer Mannschaft nur mit Kopfschütteln. Auf der DSV-Homepage lautet der erste Kommentar: „Zwei glanzlose Punkte. Ohne zu überzeugen holten die Handballer aus Bad Doberan gegen den Tabellenletzten aus Cottbus beide Punkte.“ DSV-Manager Dieter Schmidt faste es drastischer zusammen: „ Es war schlichtweg das schlechteste Heimspiel in dieser Saison, was die Mannschaft den Zuschauern bot. Ja, sogar eine unterirdische Leistung. Nach der schnellen Führung machte dann jeder sein Ding, so dass es beinahe noch ins Auge gegangen wäre. Von einer Mannschaft mit klarem Konzept war über die meiste Zeit des Spiels nicht zu sehen.“ Genau das war des Pudels Kern. Die Gastgeber begannen richtig gut, führten nach Ballgewinnen und konzentrierten Angriffaktionen schnell mit 5:0 (7.) Nach dem 6:2 begann aber das Dilemma. Die Doberaner agierten nicht mehr als Mannschaft, sahen nicht mehr den besser postierten Nebenmann und versuchten es nur noch mit der Brechstange. In dieser Konstellation erreichte der LHC Cottbus Gleichwertigkeit. Und das trotz der Tatsache, dass fünf Akteuren aus der A-Jugend schon am Nachmittag beim HC Empor erfolgreich waren. Das14:10 zur Pause spiegelte das Geschehen auf der Platte dann auch richtig wider. Jeder Wechsel im Gastgeber-Team vergrößerte die spielerischen Diskrepanzen. Bis auf eine Ausnahme. Als Markus Schlette leider nur für kurze Zeit eingewechselt wurde, verbesserte sich die Münsterstädter Ordnung. Die Gastgeber zogen mit 17:11 in Front und hielten bis zum 21:14 (44.) den Vorsprung. Nach weiterem, oft nicht nachvollziehbarem Hin- und Herwechseln dann wieder das alte Bild auf der Fläche. Beim 22:24 (24.) geriet der Doberaner Vorsprung sogar noch in Gefahr. Mit Einzelleistungen rettete sich das DSV-Team abschließend wie schon zur Pause in einen Vier-Tore-Vorsprung. So kann man am Ende nur Sebastian Prothmann im Tor und den beiden Außen Stephan Reinhardt und Felix Handschke eine ordentliche Leistung bescheinigen. Alle anderen blieben zum Teil weit unter ihren Möglichkeiten. Auch Trainer Lothar Goldschmidt sah die vielen Fehler seines Teams, hatte aber keine einleuchtende Erklärung dafür. So verpasste der Bad Doberaner SV wieder einmal die Gelegenheit, auch etwas fürs Torverhältnis (minus 10) zu tun.

Bad Doberaner SV
: Sebastian Prothmann – Remko Sonnemans, Stephan Reinhardt 5, Christian Gerber 2, Stefan Strack 1, Falk Heinrich 6/4, Uwe Kalski 5, Felix Handschke 7/2, Markus Schlette, Matthias Jahn 2, Steffen Wiegratz und Kay Landwehrs.

Kurzer Spielfilm: 1:0, 5:0, 6:2, 7:4, 9:5, 11:7, 12:8, 14:10, 16:10, 17:11, 19:13, 21:14, 22:18, 23:19, 24:22, 25:23, 28:24.

Siebenmeter
: Bad Doberan 6/8 (Falk Heinrich vergibt, 24. und 52.) / Cottbus 3/3

Zeitstrafen
: Bad Doberan und Cottbus je 10 Minuten

Schiedsrichter
: Martin Kaulen (Wester-Ohrstedt) / Stefan Marquardt (Neumünster)

Zuschauer
: 250 in der Stadthalle in Bad Doberan


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©  Redaktion Rostock-Sport