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| Erfolgreiche deutsche Schlittensportler in Whistler / Klasse Resultate im Rennrodeln, Skeleton und Bobsport bei Olympia / Der Präsident des deutschen Bob- und Schlittenverbandes, Andreas Trautvetter,
Die Olympischen Winterspiele 2010 sind im Endspurt. Noch stehen einige Höhepunkte bevor, so die Entscheidungen in den alpinen Slalom-Wettbewerben, das Herren-Eishockey-Finale, der 50 Kilometer-Skilanglauf, die Curling-Finals oder auch der Wetbewerb im Vierer-Bob. Nachgefragt bei Andreas Trautvetter, Präsident des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD)
„Stolz auf die Athletinnen und Athleten …“ Frage: Die Bobsportler, Skeletonis und Rennrodler sorgten auch bei den Winterspielen 2010 wieder für die medaillenträchtigen Momente aus deutschem Blickwinkel. Historisches vollbrachten Andre Lange und Kevin Kuske, die zu den erfolgreichsten Bobsportlern aller Zeiten avancierten, sowie Kerstin Szymkowiak bzw. Anja Huber, die die ersten Olympia-Medaillen für Deutschland im Skeleton erkämpften. Leider lief es bei den deutschen Damen-Bobs nicht wie gewünscht. Wie lautet Ihr Resümee zu den olympischen Schlitten-Wettbewerben 2010 ? Andreas Trautvetter: Die Olympiabilanz sieht sehr erfolgreich aus für den BSD aus. Unser klares Ziel war es vorher, in jeder Disziplin um die Medaillen zu fahren und möglichst eine zu gewinnen. Wenn einmal eine Disziplin ausfällt, wie es mit dem vierten Platz im Damen-Bob passiert ist, dann springen andere dafür ein. Bei den Rennrodel-Einsitzern, den Skeleton-Damen und auch im Zweierbob der Männer wurden gleich zwei Medaillen gewonnen. Da kann man als Präsident eines kleinen und doch so erfolgreichen Wintersportverbandes schon sehr stolz auf seine Athletinnen und Athleten und das ganze Trainer- und Betreuerteam sein. Frage: Die Bahn von Whistler sorgte wegen des tödlichen Trainingsunfalls des georgischen Rennrodlers Nodar Kumaritaschwili sowie der zahlreichen Stürze von Rennrodlern und Bobsportler für heftige Diskussionen. Ist die Bahn Olympia in der Tat nicht würdig, wie medial dargestellt ? Muß die Teilnehmerzahl verkleinert werden ? Sollte es eine „Geschwindigkeitsbegrenzung“ im Rennrodeln wie im Bobsport geben ? Wie ist da Ihre Meinung ? Andreas Trautvetter: Die Bahn ist eine schwierige Rennstrecke, auf der die höchsten Geschwindigkeiten gefahren werden. Mit einem ordnungsgemäßen Eis-Ausbau und ausreichenden Trainingsläufen ist eine solche Bahn für alle Athleten sicher zu fahren. In der Tat sind wir mit den gefahrenen Geschwindigkeiten an einer Grenze angekommen. In Zukunft sollten keine noch schnelleren Bahnen konzipiert werden. Frage: Die anderen Länder schauen etwas neidisch auf das deutsche Leistungsvermögen im Schlittensport. Gerade die kanadischen Gastgeber kamen - trotz der Goldmedaillen im Frauen-Zweierbob oder Herren-Skeleton - nicht wie gewünscht zum Zuge. Die Amerikaner konnten bisher nur einmal Bronze im Frauen-Zweierbob erkämpfen. Andreas Trautvetter: Konkurrenz belebt das Geschäft und Rennrodler, wie Skeletonis und Bobsportler werden im Sommer vorbereitet. Das deutsche Team wird athletisch auf die Wintersaison vorbereitet. Das können auch alle anderen Nationen - selbst die ohne eigene Bahnen - organisieren. Im Rennrodeln zeigt sich mit den Partner-Nationen Schweiz und Polen, wie erfolgreich andere Länder mit optimaler Trainingsvorbereitung sein können. Frage: Für besondere Momente sorgte auch Andre Lange in Whistler. Was zeichnet ihn aus Ihrer Sicht aus ? Andreas Trautvetter: Andre Lange ist ein Sportler, der sich perfekt auf den sportlichen Saisonhöhepunkt vorbereitet und alles dem sportlichen Erfolg unterordnet. Das ist beispielgebend für viele andere Athletinnen und Athleten. Frage: Wie empfanden Sie die Winterspiele 2010 ? Andreas Trautvetter: Das waren hervorragend organisierte Winterspiele mit einem tollen Publikum. Wenn zu jedem Wettkampf mehr als zehntausend Besucher die Kufenwettbewerbe im „Whistler Sliding Centre“ verfolgen, dann kennzeichnet das die Wertigkeit unserer Sportarten hier in Kanada. Darüber hinaus ist die Freundlichkeit gegenüber allen Gästen, die uns von den Kanadiern entgegengebracht wurde, beeindruckend. Dann weiterhin maximale mit und ohne Schlitten ! Info: Letzter olympischer Wettbewerb im Schlittensport 2010 in Whistler – der Vierer-Bob Zeitplan: 26.Februar - 1.Lauf 22.00 Uhr MEZ / 2.Lauf 23.30 UhrMEZ / 27.Februar – 3.Lauf und 4.Lauf ab 22.00 Uhr MEZ Anmerkung: Andre Lange und Kevin Kuske mit besten Chancen auf ihr fünftes Olympia-Gold !
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