Vicky, die „bayrische Wikingerin“ ganz oben / Sensations-Gold im Riesenslalom / Jetzt ist Vicky ein(e) Ossi / Nach 54 Jahren wieder Gold im Riesenslalom der Damen für Deutschland

Im Jahr 2009 wurden Viktoria Rebensburg und das junge deutsche Feldhockey-Team "Junior-Sportler des Jahres". Seit 1978 zeichnet die Deutsche Sporthilfe jährlich die erfolgreichsten deutschen Nachwuchs-Athleten aus.
Foto: Deutscher Skiverband

Was für ein sensationeller Riesenslalom. Alle Favoritinnen gescheitert. Keine konnte mithalten - mit einer jungen Bajuwarin, die sich in Whistler anschickte, die Skisport-Geschichte zu „reloaden“. 54 Jahre nach Rosa „Ossi“ Reichert gewann wieder eine Deutsche den Riesenslalom.

Eine riesige Sensation, auch wenn die 20jährige bereits dreimal Junioren-Weltmeisterin, u.a. zwei Titel bei den Nachwuchs-WM 2009 in Garmisch-Partenkirchen, wurde. Doch welche „historische Verknüpfungen“ stellte Viktoria Rebensburg her ! Nie zuvor gewann sie ein Weltcup-Rennen, wurde lediglich am 24.Januar 2010 Zweite beim Riesenslalom in Cortina d`Ampezzo, an dem Ort an dem Ossi Reichert ihre olympische Goldmedaille 1956 gewann. Da mußte ja nun etwas ganz besonderes kommen ...

Und was für einen Kampfgeist und was für eine Willensstärke bewies die junge Kreutherin. Nachdem der zweite Lauf im Riesenslalom wegen Nebels auf den heutigen Tag verschoben werden musste, fuhr die Vicky von Platz sechs noch ganz nach vorn. Weder Tina Maze (Slowenien) noch Elisabeth Görgl (Österreich) noch all die anderen Spitzenfahrerinnen hatten eine Chance gegen die bayrische Ski-Prinzessin. Weltmeisterin Kathrin Hölzl wurde Sechste, Maria Riesch kam auf Platz zehn.

Dieses Mal gehören Viktoria R. die goldenen Momente.

Übrigens: Eine große Würdigung – für ihre Erfolge bei den Junioren-WM – erhielt sie bereits im letzten Jahr Nach Katja Seizinger (1990) und Maria Riesch (2004) wurde sie die dritte alpine Skifahrerin, die zur deutschen Junioren-Sportlerin des Jahres gekürt wurde.

Für Viktoria gab es nach dem Ziel Glücksgefühle, die sie gar nicht wahrhaben wollte: „So glaube sie, dass das Wort Olympiasiegerin gar nicht zu ihr gehöre. Gold sei ein Traum gewesen …“ Das es nun klappte, „ist unglaublich, der absolute Wahnsinn !“, so Viktoria in der ARD. Der sechste Platz nach dem ersten Lauf war eine prächtige Ausgangsposition: „So sei sie zur Jägerin geworden.“, meinte die siegreiche Ski-Athletin.

Viktoria Rebensburg – die goldene, deutsche Frauen-Power in Whistler und Vancouver geht weiter …

Marko Michels


© Redaktion Rostock-Sport