Beachhandball – AOK-MV-Ostsee-Beach-Tour / Finale Warnemünde/
Sieg an Magdeburg Ladys und Nordhessen

Fotos vom Samstag, Sonntag und von der Siegerehrung

WARNEMÜNDE. Tolle Bedingungen und ein Superwetter am Stand unterhalb der Warnemünder Wahrzeichen Leuchtturm und Teepott. Insgesamt 71 Mannschaften aus fast Bundesländern spielten bei den 16. Rostocker Beachhandballtagen die Sieger aus. Am Ende gewannen die „Ladies Deluxe“ aus Magdeburg den Pokal durch einen 2:1-Erfolg über den Rostocker Beach Club (RBC). Bei den Männern wurde das „Sportwunder Nordhessen“ aus Kassel durch einen glatten 2:0-Sieg über die „Sandballer“ aus Rostock Pokalsieger 2010. Beim NDR-Junior-Cup heißen die Sieger SV Eintracht 96 Rostock bei den Mädchen und „Baltic Beache Team“ vom HC Empor bei den Jungen. Gesamtsieger der AOK-MV-Ostsee-Beach-Tour 2010 sind wie im Vorjahr die „Handgranaten“ (Rostocker HC) bei den Frauen und das BeachTeam Rostock bei den Männern. Der KHB Rostock als Veranstalter zählte an den beiden Tagen knapp 3.000 Zuschauer.

Rostocker Teams unterliegen im Finale

Im Finale der Damen setzt sich Susann Tolksdorf vom Rostocker Beach Club gekonnt durch. Im Penalty-Werfen unterliegt der RBC den abwehrstarken Magdeburgerinnen aber mit 3:2.
Marcus Schlette (l) und Stefan Strauch beendeten nach der Saison ihre sportliche Laufbahn, waren am Warnemünder Strand aber noch einmal in Aktion. Mit „Karl’s Erdbären“ wurden Sie am Ende Vierter.
Aus Sachsen kam mit Nicole Rost (HC Rödertal) der 10.000. aktive Teilnehmer in der 16-jährigen Turniergeschichte der Rostocker Beachhandballtage.
Die drei Rostocker Mädchenteam nach der Siegerehrung im goldorangenem Outfit der 16. Beachhandballtage.

WARNEMÜNDE. Die AOK-MV-Ostsee-Beach-Tour 2010 im Handball konnte besser nicht ausklingen. Mit Sonne satt und Temperaturen um die 30 Grad im Schatten war der leichte Wind und hier und da auch mal ein Wölkchen für die Akteure auf den acht Spielfeldern kaum eine Linderung. Zwischen den Spielen half da nur ein Sprung in die kühlende Ostsee. Und wer am Ende unter den vier besten Teams sein wollte, hatte acht Spiele im glutheißem Areal unterhalb von Leuchtturm und Teepott zu absolvieren. Die erste Runde auf dem Weg zum Sieg überstanden bei den Damen aus Rostocker Sicht der SV Pädagogik, die „Handgranaten“ des RHC, die „Beach-e-ntchen“ des SVW, der Rostocker Beach Club und der TSV Rostock Süd am besten. Begleitet wurde diese sieben Teams von „Torpedo Sandkrug“ aus Seehausen, den „Ladies Deluxe“ aus Magdeburg und den gemischtem Team der „Spartaner“. Bei den Männern kamen die „Beach Dinos“ aus Berlin, die „Sandballer“ und „Sandsäcke“ aus Rostock, die „Gottesgleichen“ des SVW, „Karl’s Erdbären“ aus Rostock, die „Sportwunder Nordhessen“ aus Kassel sowie die territorial gemischten Vertretungen „DDD-Team“ und „Roter Oktober“ in die Endrunde der letzten acht Mannschaften. Hier wurden dann in zwei Gruppen die Halbfinalisten ermittelt. Wie in den Vergleichen zuvor zeigten sich die Damen aus Magdeburg, des TSV Rostock Süd, die „Handgranaten“ und der Rostocker Beach Club als am leistungsstärksten. Das Halbfinale brachten dann folgende Paarungen und Ergebnisse: Magdeburg – Rostock Süd 2:0 (10:7, 14:9) und Rostocker Beach Club – RHC-„Handgranaten“ 2:1 (9:7, 13:14, 5:3). Bei den Männern lauteten die Halbfinalbegegnungen „DDD-Team“ – „Sportwunder Nordessen 1:2 (13:6, 10:12, 6:7) und „Karl’s Erdbären“ – „Sandballer“ 1:2 (10:9, 5:9,3:4). Eine große Kulisse, an beiden Tagen waren mehr als 2.500 Zuschauer an den Spielfeldrändern, verfolgte dann spannende Endspiele mit Kempatricks, Pioretten, Tore von Torleuten und Entscheidungen nach Penalty-Werfen. So gewannen die Damen des BSV 92 Magdeburg, die namentlich als „Ladies Deluxe“ auftraten, gegen den Rostocker Beach Club mit 2:1 (13:14, 14:5, 3:2) Sätzen. Im Männerfinale bedurfte es keines Penalty-Werfens, denn die Nordhessen waren glatt mit 2:0 (14:10, 13:9) gegen die „Sandballer“ aus Rostock erfolgreich. Die Spiele um Platz 3 gewannen vorher bei den Frauen die „Handgranaten“ und bei den Männern das „DDD-Team“. Die Sieger und Platzierten erhielten in der Wertung des Tages die Urkunden und Pokale des Kreishandballbundes, überreicht durch KHB-Chef Volker Schnepel und Organisationsleiter Eckhard Pedde. Vorher erhielt Nicole Rost als 10.000. aktiver Teilnehmer in der 16-jährigen Geschichte des Turniers noch ein Ehrengeschenk des KHB. In der Gesamtwertung der dritten AOK-MV-Ostsee-Beach-Tour gingen die Siegertrophäen und Preise bei den Frauen an die „Handgranaten“ des Rostocker HC. Den dritten Toursieg in Folge sicherte sich bei den Männern das BeachTeam Rostock. Insgesamt war die Tour wieder eine runde Sache, die im kommenden Jahr ihre Fortsetzung findet.

Endergebnisse der 16. Rostocker Beachhandballtage

Frauen: 1. „Ladies Deluxe“ Magdeburg, 2. Rostock Beach Club (RBC), 3. „Handgranaten“ Rostocker HC, 4. TSV Rostock Süd, 5. „Torpedo Tennenkrug“ SV Seehausen, 6. „Spartaner-Team“, 7. SV Pädagogik Rostock 8. „Beach-e-ntchen“ SV Warnemünde, 9. „Pädagogik und tschüß“ und „DIRTY VILLAGE“

Männer: „Sportwunder Nordhessen“ SV Kassel, 2. „Sandballer“ Rostock, 3. „DDD-Team“ national, 4. „Karl’s Erdbären“ Rostock, 5.“Gottesgleichen“ SV Warnemünde, 6. Beach Dinos“ Berlin, 7. „Roter Oktober“ ehemaliger Rostocker, 8. „Sandsäcke“ HSG Uni Rostock. 9. Hamburger „Hafen Haie“ und „El Beacher“

BeachTeam adoptiert Sieger des Junior-Cup

WARNEMÜNDE. Zum Programm der 16. Rostocker Beachhandballtage gehörte auch wieder der Junior-Cup, der mit drei Mädchen- und sechs Jungenteams leider nur eine geringe Beteiligung hatte. Die 12- bis 14-jährigen Akteure waren aber trotzdem mit Feuereifer und starkem Spiel bei der Sache. Bei den Mädchen gab es eine einfache Runde, die der Jahrgang 96 des SV Eintracht Rostock durch zwei glatte 2:0-Siege für sich entschied. Im Spiel um den zweiten Platz waren die „Strandzicken“ des SV Nord-West Rostock gegen den Jahrgang 97/98 des SV Eintracht erfolgreich. Bei den Jungen gab es zwei Staffeln und somit auch ein richtiges Endspiel. Das gewann dann das von Silvio und Verena Steinfurth zusammengestellte „Baltic Beach Team“. Die Rostocker und Warnemünder Jungen siegten mit 2:0 gegen den Jahrgang 97 des HC Empor Rostock. Auf den nächsten Plätzen kamen die jungen „Beach Dinos“ aus Berlin, der Jahrgang 98 des HCE und die beiden Vertretungen vom Köpenicker SV Ajax. Das Siegerteam der Jungen wurde vom Fleck weg vom BeachTeam Rostock adoptiert, das bei der weiteren Beachhandball -Entwicklung Unterstützung geben will.

Nachgefragt bei Org.-Chef Eckard Pedde

Eckard Pedde im Porträt.

 

WARNEMÜNDE. Die Rostocker Beachhandballtage haben viele Organisatoren und Helfer. Einer, der erstmals alle Fäden zusammenhält, ist Eckard Pedde vom Rostocker Kreishandballbund (KHB). Klaus-Peter Kudruhs fragte bei ihm nach.

Was ist in diesem Jahr zu den Beachhandballtagen anders gewesen?
Während der Veranstaltung eigentlich nichts. Das Turnier der Frauen und Männer lief wie immer ab. Auch das der Jugend. Der Zeitplan wurde an beiden Tagen trotz Liveübertragung von der Fußball-WM am Leuchtturm eingehalten. Nur in der Vorbereitung war einiges anders als sonst. Da es keine KHB-Geschäftsstelle mehr gibt, musste die Anmeldungspost an meine Adresse umgeleitet werden. Es sollte ja kein Interessiertes Team benachteiligt werden oder gar verloren gehen.

Und waren auch die 16. Rostocker Beachhandballtage ausgebucht?
Ja, dass passierte nach der Veröffentlichung der Ausschreibungen ganz schnell. Letztlich konnte dann auch schon die Einteilung in den Staffeln erfolgen und der Spielplan Stück für Stück erarbeitet werden. Im Laufe der Vorbereitung musste aber das eine oder andere noch geändert werden. Am Ende waren 32 Männerteams am Start. Nur bei den Frauen fehlte der Rostocker HC III und die „Spreefüxxe“ aus Berlin. Das ist dann schon etwas ärgerlich. Einige Teilnahmereserven gab es noch beim Junior-Cup.

Wann begann dann die direkte Turniervorbereitung?
Am Mittwoch davor. Hier wurden alle Helfer mobilisiert, das Areal unterhalb von Leuchtturm und Teepott inspiziert und dann die zehn Spielfelder und was alles dazugehört aufgebaut. Der Stress dauerte eigentlich bis zu letzten Lagebesprechung am Sonnabend gegen 7.00 Uhr. Als von der Turnierleitung über den Wettkampfgerichten bis hin zum medizinischen Dienst alle vor Ort ihre Plätze eingenommen hatten, legte sich auch bei mir die Anspannung. Mit dem ersten Anpfiff lief alles fast reibungslos ab. Allen daran Beteiligten schon mal von dieser Stelle ein Dankeschön.

Wann kehrt dann endlich auch im Hause Pedde Beachhandball-Ruhe ein, Tochter Andrea ist als Turnierleiterin ja auch voll in Aktion?
Eigentlich nie so richtig. Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Zunächst gibt es noch einiges aufzuarbeiten und sind Fragen zur vergangenen Veranstaltung zu klären. Und wir sind auch schon mittendrin in der Vorbereitung der Beachhandballtage 2011. Die ersten Anmeldungen wurden bereits bei der Abreise aus Warnemünde bei mir abgegeben.

„Wiederholungstäter“ kehren zurück

Der Ex-Rostocker André Wilk setzt sich im Finale für die „ Sandballer“ gut durch. Sein Teamkollege Sven Präkels (l.) beobachtet die Situation. Am Ende gewinnen aber die Nordhessen, die mit Karsten Walther (m.) und Toni Seiler die bessere Abwehr hatten.

WARNEMÜNDE. Der weiße Strand von Warnemünde ist in jedem Jahr ein Tatort für Wiederholungstäter. Oft und mit zunehmenden Alter mehr auf passiver Art und Weise, aber auch nicht selten als Spieler auf dem 27 mal 15 Meter großem Betätigungsfeld. Viele ehemalige Rostocker Spitzenakteure zieht es immer wieder auf den weißen und feinen Sand der Hansestadt zurück. „Beachsportlich ist Warnemünde immer eine Reise wert. Und erst recht bei diesem Wetter“, meinte der frühere HCE-Keeper Oliver Mayer. Er hatte mit André Wilk, Sven Präkels, Alexander Kraeft, Falk Heinrich und Kollegen Bernd Brümmer gleich mehrere starke Leute an seiner Seite, so dass es für die „Sandballer“ zum 2. Platz reichte. Marcus Schlette und Stefan Strauch spielten bei den „Erdbären“ noch sehr erfolgreich mit. Oder Empor Ex-Trainer Maik Handschke. Neben Sohn Felix, der künftig seinem Vater nach Essen folgt, hatte der Coach im Team „Roter Oktober“ zwei Eisenacher Bundesligaakteure angeheuert und auch seinem Freund Mark Dragunski. Maik Handschke arbeitet mit dem 117-fachen ehemaligen Nationalspieler künftig bei Tusem Essen zusammen. Und die Ex-Rostockerinnen Antje Lenz, Nicole Steinfurth und Jessica Galle nebst Freund Uwe Kalski (diesmal noch als Beobachter) waren aus ihrer neuen Handballheimat an den Warnemünder Strand gekommen. Auch Clemens Borchardt (Sohn der berühmten Rostocker Linkshand Rüdiger Borchardt) als ehemaligen Rostocker und Doberaner hielt nichts mehr im Schwabenland. Der 23-jährige wollte zumindest als Zuschauer Beachhandballluft schnuppern und düste kurzentschlossen von Stuttgart nach Rostock-Laage. „Im kommenden Jahr spiele ich wieder mit“, versprach der talentierte Aufbauspieler noch vor seinem Rückflug.

 

 

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Die Fotos von der Siegerehrung

   
 
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© Redaktion Rostock-Sport